Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

"Kann mir Abendessen ausgeben": Wie Bottas nach dem Antonelli-Sieg scherzt

Formel 1
Spa
"Kann mir Abendessen ausgeben": Wie Bottas nach dem Antonelli-Sieg scherzt

Lando Norris: "Ohne Strafversetzung hätte ich gewinnen können!"

Formel 1
Spa
Lando Norris: "Ohne Strafversetzung hätte ich gewinnen können!"

F1-Legende betont: Kimi Antonelli kann sich nur selbst schlagen!

Formel 1
Spa
F1-Legende betont: Kimi Antonelli kann sich nur selbst schlagen!

"Alle Schwächen sind weg": Schadet neuer DTM-Spezialreifen dem Porsche?

DTM
Norisring
"Alle Schwächen sind weg": Schadet neuer DTM-Spezialreifen dem Porsche?

Wie Mika Häkkinen 2000: Colapinto überholt zwei Autos auf einmal in Spa!

Formel 1
Spa
Wie Mika Häkkinen 2000: Colapinto überholt zwei Autos auf einmal in Spa!

Mercedes-Teamchef gibt zu: "Wir haben die leistungsstärkste Antriebseinheit"

Formel 1
Spa
Mercedes-Teamchef gibt zu: "Wir haben die leistungsstärkste Antriebseinheit"

Rins, Miller, Binder und Co.: Mehrere MotoGP-Fahrer vor ungewisser Zukunft

MotoGP
Rins, Miller, Binder und Co.: Mehrere MotoGP-Fahrer vor ungewisser Zukunft

Biard: "Der Maserati GT2 ist konkurrenzfähig; er kann bei den kommenden Rennen um den Sieg kämpfen"

Anzeige
Biard: "Der Maserati GT2 ist konkurrenzfähig; er kann bei den kommenden Rennen um den Sieg kämpfen"

Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat: Isack Hadjar

Nach Perez, Lawson und Tsunoda sorgt Isack Hadjar für neue Hoffnung - Sein Monaco-Wochenende könnte für Red Bull mehr bedeuten als ein Podium

Wer hat vergangene Nacht am besten geschlafen? Isack Hadjar

Isack Hadjar holte den dritten Platz in Monaco

Foto: Sutton Images

Liebe Leser,

der 21-jährige Franzose holte in Monaco sein zweites Formel-1-Podium und das erste für sein neues Team. Hat Red Bull damit endlich sein Problem mit dem zweiten Fahrer gelöst?

Das letzte Podium für Red Bull, das nicht von Max Verstappen erzielt wurde, datierte vom 21. April 2024, als Sergio Perez in Shanghai Dritter wurde.

Es war das vierte Podium des Mexikaners in den ersten fünf Rennen jener Saison und vermittelte den Eindruck, dass das Team aus Milton Keynes endlich die gewünschte Konstanz auf der zweiten Fahrzeugseite gefunden hatte. Doch seine Leistungen ließen schnell nach und brachen gegen Ende des Jahres komplett ein.

Das Problem auf der zweiten Fahrzeugseite

Liam Lawson übernahm das Cockpit, musste es jedoch bereits nach zwei Rennen der folgenden Saison wieder für Yuki Tsunoda räumen. Auch der Japaner konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Dabei waren die Anforderungen überschaubar: regelmäßig Punkte sammeln, Fehler vermeiden und das Team unterstützen.

Nach den zahlreichen Fahrerwechseln schien die zweite Position neben Verstappen beinahe verflucht. Kaum ein Fahrer konnte dauerhaft mit dem auf den Weltmeister zugeschnittenen Auto zurechtkommen.

In Monaco lieferte Isack Hadjar nun das bislang überzeugendste Argument dafür, dass dieser Eindruck zumindest vorerst der Vergangenheit angehören könnte.

Warum Hadjar bislang überzeugt

Bemerkenswert an der Saison von Hadjar ist, dass er genau das tut, was man von einem talentierten Nachwuchsfahrer in seinem ersten Jahr bei einem Topteam erwarten würde. Er macht Fehler, zeigt aber auch die Fähigkeit, sich davon zu erholen.

Isack Hadjar

Hadjar jubelt gemeinsam mit dem Team

Foto: Sutton Images

Ein Beispiel dafür war sein Unfall im ersten Freien Training von Monaco. Für manche Fahrer wäre dies der Beginn eines schwierigen Wochenendes gewesen. Hadjar fing sich jedoch schnell wieder.

"Ich glaube, ich habe mehr als die Hälfte einer Session verpasst", sagte er nach dem Qualifying. "Im zweiten Training war das Auto repariert und mein Selbstvertrauen musste wieder aufgebaut werden. Es war einfach ein schrecklicher Tag. Aber ich habe das dritte Training heute Morgen bestmöglich genutzt und ehrlich gesagt war das Qualifying Schadensbegrenzung."

Selbstkritik statt Ausreden

Ein fünfter Startplatz wäre auch ohne den Rückschlag vom Freitag ein ordentliches Ergebnis gewesen. Dennoch blieb Hadjar seiner Linie treu und vermied jede Form von Selbstzufriedenheit.

Das unterscheidet ihn von einigen seiner Vorgänger. Statt nach Erklärungen oder Entschuldigungen zu suchen, geht er mit sich selbst meist sehr kritisch um. Nach schlechten Tagen spricht er offen über eigene Fehler, nach guten Tagen vermeidet er große Worte.

Im Rennen profitierte Hadjar zwar auch von Problemen seiner Konkurrenten, doch sein Podium war keineswegs nur das Ergebnis günstiger Umstände.

Lob von Teamchef Mekies

"Er hatte im ersten Training einen großen Rückschlag, als er das Auto beschädigte", erklärt Laurent Mekies nach dem Rennen. "Das Team hat fantastische Arbeit geleistet, um das Auto wieder einsatzbereit zu machen und ihm noch Zeit im zweiten Training zu ermöglichen."

Laurent Mekies

Laurent Mekies beeindruckt von Hadjars Mind-Set

Foto: circuitpics.de

Besonders beeindruckt zeigte sich Mekies von der Reaktion seines Fahrers: "Ehrlich gesagt hat er uns das zurückgezahlt, indem er sich neu fokussiert und sein Selbstvertrauen zurückgewonnen hat. Nicht sofort im zweiten Training, aber über das dritte Training hinweg und schließlich mit einer sehr starken Qualifying-Leistung."

Schwierigkeiten bis ins Ziel

Auch das Rennen verlief nicht ohne Schwierigkeiten. "Wir hatten schon relativ früh im Rennen mehrere Probleme mit dem Auto", berichtet Mekies. "Wir hatten deutlich weniger Motorleistung, was Auswirkungen auf das Energiemanagement und andere Bereiche hatte. Die Probleme wurden nach seinem Ausflug durch die Auslaufzone der Schikane noch größer. Trotzdem hat er sich bis auf Platz drei gerettet."

Hadjar selbst verriet anschließend, dass die Schwierigkeiten größer gewesen seien, als von außen erkennbar war. "Ich hatte während des Rennens mit mehr Problemen zu kämpfen, als die Leute denken."

Trotzdem brachte er den dritten Platz sicher ins Ziel und bescherte seinem Team das erste Podium auf dieser Fahrzeugseite seit mehr als zwei Jahren.

Mehr als nur ein Podium?

Ob Hadjar damit tatsächlich die langfristige Lösung für Red Bulls zweites Cockpit gefunden hat, bleibt abzuwarten. Sein Auftritt in Monaco zeigte jedoch, dass er Rückschläge wegstecken, technische Probleme bewältigen und unter Druck liefern kann. Genau diese Eigenschaften hatten auf dieser Position zuletzt oft gefehlt.

Euer,

Oleg Karpow

Vorheriger Artikel Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat: Charles Leclerc
Nächster Artikel Russell in Monaco nur P13: Wolff erklärt den Boxenstopp-Fehler

Aktuelle News