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Weshalb George Russell in Miami Kimi Antonelli hinterherfährt

George Russell hat nach dem Qualifying erklärt, wieso er gegen Kimi Antonelli in Miami bislang kein Land sieht

Weshalb George Russell in Miami Kimi Antonelli hinterherfährt

George Russell hat nach dem Qualifying über seine Probleme in Miami gesprochen

Foto: LAT Images

In Miami sieht George Russell gegen seinen Teamkollegen Kimi Antonelli bis dato kein Land. Während der WM-Spitzenreiter für das Rennen am Sonntag auf der Pole steht, muss sich Russell mit Startplatz fünf zufriedengeben. Gerade im Qualifying nennt der Brite konkret Fehler in seiner entscheidenden Runde.

"Ich hab einen Fehler in der letzten Kurve gemacht", so Russell. "Ich hatte davor drei Zehntel Vorsprung. Ich bin etwas genervt, aber das ist eine Strecke, auf der ich immer Probleme hatte."

Am Ende fehlten Russell knapp vier Zehntel auf seinen Teamkollegen. Wirft man einen Blick auf GP Tempo, so verliert der Mercedes-Pilot am Ausgang von Kurve 18 ein wenig Speed. Dementsprechend konnte der 28-Jährige seine Zeit am Ende nicht verbessern. Doch selbst mit den von Russell prognostizierten drei Zehnteln hätte sich Antonelli die Pole in Miami gesichert.

Kein Spaß an rutschigen Kursen

Bei Sky UK wurde der Zweitplatzierte in der Fahrer-WM gefragt, wo genau seine Probleme mit der Strecke liegen: "Ich ein sehr weicher, präziser Fahrer, und das war schon immer mein Stil", erklärt Russell.

"Auf diesen Strecken must du das Auto um die Kurven schleudern, und das ist es nicht. Ich mag das Auto im Grenzbereich, aber das hier fühlt sich so an, als würdest du auf einem 200-Runden-alten Reifensatz fahren."

"Du schleuderst umher, Untersteuern, Übersteuern, und das ist für alle dasselbe. Es ist heiß, die Reifendrücke sind hoch, der Grip ist sehr gering, also fühlt es sich wirklich nicht angenehm an. Auf Strecken wie in Saudi-Arabien hast du hingegen extrem viel Grip, und es fühlt sich beim Fahren herausragend an, da liegt der Unterschied."

Auf Kursen, die nicht allzu viel Grip bieten, fühlt sich Russell generell nicht wohl. Als Beispiele nennt der sechsfache Grand-Prix-Sieger etwa die Strecke in Zandvoort oder das Autódromo José Carlos Pace in São Paolo.

Für Russell bedeutet das: "Ich möchte einfach nur das Wochenende so gut wie möglich überstehen."

Im Sprint ist dem Briten dieser Plan durchaus gelungen. Platz vier ist auf dem Papier ein besseres Ergebnis als das Resultat seines Hauptkonkurrenten auf die Weltmeisterschaft. Doch auch das war nur möglich, da Antonelli nach dem Rennen eine Zeitstrafe wegen Tracklimits kassierte.

"Ich war mit dem Rennen heute morgen echt zufrieden", betont Russell. "Meine Pace war gut und wenn ich anders agiert hätte, wäre vielleicht ich in der Lage gewesen, die Position gegen Kimi nach meinem Überholmanöver zu verteidigen. Ich hatte an diesem Wochenende nur im Qualifying Probleme. Aber morgen ist das eine völlig andere Geschichte."

Der Große Preis von Miami könnte, je nach Startzeit, zu einer kleinen Regen-Lotterie werden. Schließlich sind für den Nachmittag Regenschauer und Hagel vorhergesagt.

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