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Formel-1-Strategin Collins: Triple-Header machen die Leute kaputt

Die frühere Formel-1-Strategin Bernie Collins schildert eindrücklich, wie anspruchsvoll mehrere Rennen für Personal an der Rennstrecke sind

Wie die Formel 1 mit Triple-Headern gute Leute verheizt

Drei Rennwochenenden in direkter Folge, das blüht Fahrern und Teams ab sofort im Formel-1-Kalender 2024. Denn die Grands Prix in Spanien, Österreich und Großbritannien sind jeweils nur durch wenige Tage voneinander getrennt.

Wie anspruchsvoll dergleichen für das reisende Personal an der Rennstrecke ist, das hat die frühere Aston-Martin-Strategin Bernadette "Bernie" Collins nun der BBC geschildert. Denn sie hat solche Triple-Header selbst erlebt - und für überaus anstrengend befunden: "Beim letzten Rennen war ich körperlich erschöpft, hatte wegen des Jetlags mit Schlafproblemen zu kämpfen und konnte tagsüber kaum noch wach sein."

So beschreibt Collins, was sie zum Saisonende 2021 auf der Formel-1-Reiseroute von Mexiko nach Brasilien und bis nach Katar über etliche Zeitzonen hinweg durchgemacht hat. Sie habe sich von einem Rennen zum nächsten "immer müder" gefühlt und sei selbst zu Beginn einer Saison "nicht mehr so begeistert" davon gewesen, wieder zu reisen.

"Ich kam an den Punkt, an dem ich mich fragte: Warum? Irgendwas musste also passieren", meint Collins.

Ihre Konsequenz: Sie verabschiedete sich vom aktiven Motorsport, indem sie aufhörte, für ein Formel-1-Team zu arbeiten. Stattdessen schloss sich Collins in der Saison 2022 dem britischen Fernsehen als Expertin an und reiste fortan nicht mehr zu allen Formel-1-Austragungsorten.

Bei inzwischen 24 Grands Prix in aller Welt und weiterhin mehreren Triple-Headern pro Saison werde die Belastung für die Mitarbeiter aber nicht geringer. "Deshalb erlauben einige Teams jetzt, dass die Mechaniker pro Jahr zwei, drei Rennwochenenden frei nehmen können", sagt Collins.

"Das hört sich nach nicht viel an, aber es macht einen großen Unterschied. Ich jedenfalls wäre geblieben, wenn ich weniger Rennen hätte machen oder ein paar hätte auslassen können. Aber diese Möglichkeit gab es damals nicht."

Dass es jetzt solche Chancen gibt, das begrüßt Collins ausdrücklich. "Aber die Formel 1 muss sich meiner Meinung nach in den nächsten Jahren noch mehr Gedanken darüber machen, wie sie ihre besten Leute halten kann." Denn die Belastung wird 2025 und darüber hinaus bei weiterhin 24 Rennwochenenden pro Jahr nicht oder nur unwesentlich geringer.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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