"Wie ein Fußballklub der 90er": Harte Kritik an der Strategie von Aston Martin
TV-Experte Will Buxton warnt vor einem Kulturkollaps bei Aston Martin - Das ständige Personalkarussell in der Führungsebene gefährdet den langfristigen Erfolg
Aston Martin in der Krise: Ist Lawrence Stroll zu ungeduldig?
Foto: Formel 1
Die Unruhe in der Führungsetage von Aston Martin sorgt für Kritik: TV-Moderator Will Buxton warnt, dass der "ständige Wechsel" am Standort Silverstone der Teamkultur massiv schadet, während das Team zum Start der Formel-1-Saison 2026 strauchelt.
Das Personalkarussell bei Aston Martin dreht sich unaufhörlich - für Buxton ein gefährlicher Kurs. Der Brite ist überzeugt, dass die Instabilität "der Kultur des Teams nichts Gutes tut".
Rückblick: Im Jahr 2024 stieß Andy Cowell als Geschäftsführer zur Truppe aus Silverstone, bevor er im Januar 2025 Mike Krack als Teamchef ablöste. Doch Cowells Amtszeit an der Spitze des Rennstalls hielt kein Jahr. Adrian Newey, der 2025 als geschäftsführender technischer Partner verpflichtet worden war, übernahm für die Saison 2026 zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben die Rolle des Teamchefs.
In der aktuellen Struktur fungiert Cowell als Chefstratege, während Mike Krack die Position des Leiters des Streckenteams bekleidet.
Wie ein Fußballklub der 90er-Jahre
Nach einem schwierigen Start in die Saison 2026 halten sich nun hartnäckig Gerüchte, wonach Lawrence Stroll erneut einen neuen Teamchef installieren könnte. Das Ziel: Newey den Rücken freizuhalten, damit dieser sich wieder voll auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann. Aston Martin dementiert diese Spekulationen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings.

Lawrence Stroll: Verschiebt er das Personal zu oft?
Foto: LAT Images
"Es fühlt sich an wie in einem Fußballklub", polterte Buxton im Podcast Up To Speed. "Wie ein Fußballklub, der in den 90ern oder 2000ern von einem russischen Oligarchen gekauft wurde, der einfach nur Geld auf ein Problem wirft und alle sechs Monate den Trainer wechselt."
Strolls Ungeduld als Bremsklotz?
Buxton zeigt zwar Verständnis für den Ehrgeiz des Eigentümers, mahnt aber zur Geduld: "Ich weiß, dass Lawrence Stroll Ergebnisse sehen will. Und er will sie sofort. Aber die Wende in der Formel 1 einzuleiten, ist wie ein Schiff zu wenden - man braucht diesen kleinen Schlepper vorne, der einen in die richtige Richtung zieht. Und das braucht Zeit. Man kann die Dinge nicht über Nacht umkrempeln."
Der Experte sieht durch die ständigen Umstrukturierungen das große Ganze in Gefahr: "Ich habe das Gefühl, dass diese permanenten Wechsel alle paar Monate der allgemeinen Teamkultur und der langfristigen Ausrichtung überhaupt nicht gut tun. Das Team hat keinen klaren Fokus auf die Richtung, wenn es versucht, sie ständig zu ändern. Ich sehe einfach nicht, wie das irgendjemandem helfen soll."
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