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Wie "Schumi" 1998 in Silverstone: Simracer gewinnt in der Boxengasse!

Kuriose Szenen beim virtuellen Formel-1-Rennen in Silverstone: Jarno Opmeer holt sich mit einem "Schumi"-Manöver den Sieg in der Boxengasse

Wie "Schumi" 1998 in Silverstone: Simracer gewinnt in der Boxengasse!

Fotomontage: Jarno Opmeer und die Boxengassen-Szene von "Schumi" 1998

Foto: Getty Getty

Sein Manöver erinnerte an Michael Schumacher: Jarno Opmeer sorgte am Mittwoch für Aufsehen in der Simracing-Szene.

Bei einem virtuellen Rennen in Silverstone kämpften am Ende vier Fahrer um den Sieg. Opmeer lag an dritter Stelle und brauchte ein Wunder - oder zumindest eine gute Idee. Also lenkte er seinen Red Bull RB21 in die Boxengasse. Ein cleveres Manöver, denn so kürzte Opmeer die Kurven 17 und 18 ab und sparte sich entscheidende Meter.

Der Plan ging auf: Opmeer überquerte als Erster die Ziellinie - 0,008 Sekunden vor dem Zweitplatzierten.

Das weckte Erinnerungen an den Zieleinlauf beim Großbritannien-Grand-Prix 1998 in Silverstone, als Michael Schumacher ebenfalls in der letzten Rennrunde in die Boxengasse abbog. "Schumi" musste damals jedoch eine Zeitstrafe "absitzen". Schon Schumacher ebnete also ein kontroverses Boxengassen-Manöver den Weg zum Sieg in Silverstone.

Opmeers virtueller Sieg beim PSGL-Lauf ist ebenfalls umstritten. Zwar wurde er offiziell zum Sieger erklärt, doch Zweifel bleiben. Womöglich wird das Rennergebnis nachträglich korrigiert.

"Wir müssen abwarten", sagt Opmeer im Gespräch mit Motorsport.com Niederlande, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com und Formel1.de. "Es steht nicht in den Regeln. Deshalb rechnen wir nicht mit einer Strafe."

Wie Opmeer auf seine Idee kam

Der Simracer gibt an, sich bewusst für die Abkürzung entschieden zu haben: "Wer im Rennen an die Box gefahren ist, hat um zwei, drei Zehntelsekunden die schnellste Runde gefahren. Das ist mir aufgefallen. Ich wusste also, dass es schneller ist - und dass es knapp werden würde."

"Wenn man so einen Trick probiert, weiß man nie, ob er aufgeht", sagt Opmeer. "Vielleicht fühlt sich der Sieg so sogar noch besser an, gerade weil der Abstand so winzig war."

"In der realen Formel 1 wäre das nicht erlaubt. Aber in dieser Liga steht nichts dazu im Regelbuch. Deshalb wusste ich: Es ist möglich."

Schumachers kurioser Silverstone-Sieg

1998 lief es etwas anders: Ferrari-Fahrer Schumacher erhielt zwei Runden vor Rennende eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe, weil er Benetton-Fahrer Alexander Wurz unter Gelb überholt hatte. Die Strafe löste Verwirrung aus am Ferrari-Kommandostand - man holte Schumacher am Ende der letzten Rennrunde in die Box und ließ ihn zehn Sekunden vor der Garage abwarten.

Außergewöhnlich daran war: Schumacher hatte auf dem Weg zur Ferrari-Box bereits die Ziellinie überquert. Also wurde diskutiert, ob Schumacher seine Strafe überhaupt angetreten hatte.

Ferrari verwies auf Ungenauigkeiten in der Übermittlung der Strafe. Die Sportkommissare addierten die zehn Sekunden daher auf Schumachers Rennzeit. Später nahmen sie die Strafe komplett zurück - und gaben schließlich ihre Positionen als Sportkommissare auf: Eine Untersuchung hatte ihnen "diverse Fehler" im Fall Schumacher nachgewiesen.

Schumacher behielt seinen kuriosen Silverstone-Sieg.

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