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Wieso Mercedes glaubt, bald aus eigener Kraft wieder Rennen zu gewinnen

Der Russell-Sieg war allein der Verstappen-Norris-Kollision zu verdanken - Warum Mercedes trotzdem glaubt, bald aus eigener Kraft wieder Rennen zu gewinnen

Wieso Mercedes glaubt, bald aus eigener Kraft wieder Rennen zu gewinnen

Zum ersten Mal seit Brasilien 2022 hat Mercedes wieder ein Formel-1-Rennen gewonnen! Wenngleich George Russell ohne die Kollision zwischen Max Verstappen und Lando Norris wohl nicht ganz oben auf dem Podium gestanden hätte, herrscht im Team große Euphorie und eine ganz neue Stimmung.

Denn auch ohne den Unfall an der Spitze hätte Mercedes zum dritten Mal in Folge auf dem Podium gestanden - ein Beweis für die Fortschritte seit Monaco. Eine vergleichbare Steigerung konnte das Team in den vergangenen 18 Monaten nicht erreichen. Denn nach diversen Einzelerfolgen war es bisher nicht gelungen, nachhaltige Fortschritte zu erzielen.

Nun scheint man in der Fabrik in Brackley endlich verstanden zu haben, was für die aktuellen Autos nötig ist, damit es weiter in die richtige Richtung geht. Das bestätigt auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff. "Wir bringen jetzt zu fast jedem Rennen neue Upgrades", erinnert der Österreicher. "Die Fabrik läuft auf Hochtouren"

 

"Das haben wir in den letzten zwölf Jahren nicht erlebt, dass wir in der Lage sind, ein Auto zu entwickeln, zu konstruieren und herzustellen, es an die Strecke zu bringen und die Qualität der Teile zu haben. Diese Geschwindigkeit habe ich wirklich noch nie gesehen."

"Werden uns bei jedem Rennen verbessern"

Weil Mercedes mittlerweile zu jedem Rennen ein Upgrade bringt, seien die Fortschritte enorm, so Wolff. "Wir werden uns bei jedem Rennen verbessern, und ich hoffe, dass wir bis zur Sommerpause einen weiteren Schritt nach vorne machen können."

Toto Wolff hat Grund zur Freude: Es geht aufwärts!

Toto Wolff hat Grund zur Freude: Es geht aufwärts!

Foto: Motorsport Images

"Alle anderen arbeiten hart und es sind großartige Teams, aber wenn wir diesen Rückstand - ich glaube, es waren 15 Sekunden in 70 Runden - ein wenig aufholen können, dann ist das in Ordnung", sagt der Mercedes-Teamchef. "Das ist ein dritter Platz, und wenn wir das halbieren können, dann können wir hoffentlich Rennen fahren."

Eine gewisse Vorsicht ist dennoch angebracht: Nach mehreren Rückschlägen in der aktuellen Ground-Effect-Ära bleibt die Angst, dass sich ein plötzlicher Leistungssprung als Strohfeuer entpuppt und das Team kurz darauf wieder in Schwierigkeiten gerät.

Tatsächlich gab es viele Momente, in denen gute Ergebnisse ein falsches Bild von der eigenen Position vermittelten. Nichts beweist das besser als der Triumph beim Brasilien GP 2022, als sich Mercedes einbildete, die aktuellen Bodeneffekt-Regeln endlich verstanden zu haben, nur um zu Beginn der Saison 2023 wieder im Nirgendwo zu landen.

Auto "verhält sich von Natur aus normaler"

Wolffs Zuversicht, dass die aktuelle Formkurve diesmal echt ist, wird von seinen Ingenieuren unterstützt, die glauben, dass ein besseres Verständnis der Dynamik hinter dem W15 die Situation enorm verbessert hat. Und je mehr Informationen das Team darüber sammelt, was funktioniert und was nicht, desto mehr kann es aus seinem Paket herausholen.

"Je mehr Strecken man fährt, desto sicherer wird man", weiß Mercedes-Ingenieur Andrew Shovlin. "Früher hatten wir ein Auto, das, wenn man es im Fenster hatte, nur eine Änderung der Windrichtung oder der Streckentemperatur brauchte, und dann war es plötzlich nicht mehr ausbalanciert, und deshalb sahen wir vielleicht am Freitag gut aus und hatten am Samstag plötzlich Probleme."

"Mit den Änderungen, die wir vorgenommen haben, verhält sich das Auto von Natur aus etwas normaler. Die Fahrer klagen nicht über Übersteuern. Wenn es ein generelles Problem mit dem Auto gibt, ist es einfach zu beheben. Wenn es überall untersteuert, können wir das beheben. Es ist also definitiv einfacher, damit zu arbeiten."

Am wichtigsten sei aber, dass sich die Korrelation im Simulator verbessert habe. "Früher hatten wir keine Chance, denn wenn dich fünf Grad Streckentemperatur oder eine 30-Grad-Drehung im Wind aus dem Gleichgewicht bringen, ist es keine Überraschung, dass der Simulator Schwierigkeiten hatte, all diese Effekte zu erfassen", sagt Shovlin.

Mercedes hat "die richtigen Ideen und Werkzeuge"

Der erfahrene Ingenieur ist der Meinung, dass das Verständnis für das Auto durch die Intensität der Saison stark zugenommen hat - was es ermöglicht, eine Menge mehr Daten in die Simulationen einfließen zu lassen, um die Ergebnisse noch besser zu machen.

"Wenn man heutzutage Autos entwickelt, ist es im Großen und Ganzen viel einfacher, wenn man die ganze Zeit Rennen fährt und Daten erhält, die bestätigen, dass die Dinge, die man tut, das Auto tatsächlich schneller machen", verweist der Brite auf die positiven Auswirkungen des umfangreichen Rennkalenders.

George Russell feiert seinen zweiten Formel-1-Sieg in Österreich 2024

Russell feiert in Österreich seinen zweiten Formel-1-Sieg

Foto: Motorsport Images

Letztlich, so Shovlin, sei das, was man jetzt auf der Strecke sehe, eine Bestätigung dafür, dass das Team nicht nur die richtigen Teile am Auto habe, um nach vorne zu kommen, sondern dass es auch von einem Werk unterstützt werde, das die richtigen Ideen und Werkzeuge habe, um sie zu verbessern.

"Werden mit echter Leistung um den Sieg kämpfen"

"Ich denke, wir haben auf jeden Fall Entwicklungsrichtungen gefunden, die uns schneller gemacht haben", meint Shovlin. "Die Frage ist nur, ob man sich so schnell entwickelt wie die anderen. Als wir ein Auto hatten, das von Natur aus nicht wirklich ausbalanciert war, das nicht in allen Kurven einer Strecke gut funktionierte, war es einfach schwierig, über die Korrelation hinauszukommen."

"Wir haben jetzt ein Auto, das bei niedrigen, hohen und mittleren Geschwindigkeiten gut funktioniert, und die Bremsen sind in Ordnung. Es gibt immer Bereiche, in denen man sich verbessern kann, und man wird immer jemandem hinterherfahren, zumindest die meiste Zeit, aber es scheint, dass die Verbesserungen am Auto auch bei dieser Korrelationsübung geholfen haben."

All das gibt Mercedes offenbar das Gefühl, dass die Podestplätze ein Sprungbrett für eine bessere zweite Saisonhälfte sind, in der Siege nicht von anderen abhängen. "Es gibt jetzt sicherlich eine große Dynamik im Team, um an den Punkt zu kommen, an dem wir mit echter Leistung um den Sieg kämpfen können", so Wolff. "Und ich denke, das werden wir auch.

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