Formel 1
Formel 1
10 Okt.
-
13 Okt.
Event beendet
24 Okt.
-
27 Okt.
Event beendet
01 Nov.
-
03 Nov.
Event beendet
14 Nov.
-
17 Nov.
Event beendet
28 Nov.
-
01 Dez.
Event beendet
Details anzeigen:

Willi Weber: Michael wollte Micks Manager in der Formel 1 werden

geteilte inhalte
kommentare
Willi Weber: Michael wollte Micks Manager in der Formel 1 werden
Autor:
18.04.2019, 06:11

Michael Schumacher als Manager von Mick in der Formel 1? Das war laut Aussage von Willi Weber der geheime Masterplan, zu dem es nicht gekommen ist ...

Willi Weber, der ehemalige Manager von Michael Schumacher, hat verraten, dass sein langjähriger Schützling ohne den schweren Skiunfall im Dezember 2013 heute wahrscheinlich seinen Sohn Mick auf dem Weg in die Formel 1 begleiten und ihn sogar managen würde. Das sei Schumachers geheimer Plan für seine Zeit nach der aktiven Karriere gewesen.

Im Interview mit 'Motorsport-Total.com' erzählt Webber, dass er "ein paar Mal" dabei gewesen sei, als Michael mit Mick auf die Kartbahn ging und der heute 20-jährige Formel-2-Pilot seine ersten Schritte im Motorsport machte.

Dabei gewann er den Eindruck, dass "Michael bestrebt war, den Jungen in die Formel 1 zu bringen und ihn zu managen, so wie ich früher ihn gemanagt habe. Das wäre das Endergebnis aus der ganzen Geschichte gewesen. Das hätte ihm sehr gefallen."

Während viele Eltern eine Motorsportkarriere ihrer Kinder zu verhindern versuchen, weil sie a) gefährlich sein kann, b) viel Geld kostet und c) oft auf Kosten der Schuldbildung geht, sei Schumacher "ganz im Gegenteil" begeistert von der Idee gewesen, dass sein Sohn eines Tages in seine Fußstapfen treten könnte: "Er hat das aktiv gefördert."

Weber: Michael hätte alles gewusst ...

Und Weber findet, dass das auch "absolut richtig" gewesen wäre: "Michael weiß ja alles. Mit welchen Teams er sprechen muss, er weiß, wie das alles geht. Weil er die Erfahrungen alle selbst gemacht hat. Das war schon sein Bestreben."

Mick schlage sich heute auch ohne seinen Vater "unheimlich gut", findet Weber lobende Worte für Schumacher jun., den er während seiner Zeit als Schumacher-Manager natürlich gut kennengelernt hat. Einerseits wegen der guten Ergebnisse, die der Junior abliefert. Andererseits aber auch wegen der Umstände.

"Mick hat mit diesem Vater eine schwere Last zu tragen. Man vergleicht ihn immer mit Michael und sagt: 'Der heißt Schumacher, der muss das gleiche Ergebnis bringen wie sein Vater.' Das ist natürlich eine Riesenbelastung für den Jungen", erklärt er.

"Wenn Michael noch an seiner Seite stehen könnte, hätte das alles eine ganz andere Symbolik. Aber jetzt vertritt Mick in den Augen der Menschen im Wesentlichen seinen Vater. Das ist das Problem. Weil ihn jeder vergleicht und alle sagen, der muss die gleichen Ergebnisse bringen."

Kontakt zur Familie Schumacher hat Weber heute nicht mehr. "Frau Kehm hat unser Verhältnis über die Presse komplett zerstört. Seitens der Schumachers ist nichts mehr gekommen", erzählt er - und selbst am Telefonhörer klingt Wehmut durch, wenn er sagt, dass er seinen langjährigen Schützling und Freund seit dessen Skiunfall "nie gesehen" hat.

Michael Schumacher und Willi Weber

Willi Weber war bis ins Jahr 2010 Manager von Michael Schumacher

Foto: LAT

Weber heute: Kein Kontakt zu den Schumachers

"Ich muss irgendwann abschließen", sagt der 77-Jährige mit brüchiger Stimme. "Ich habe nach dem Unfall drei Monate gelitten wie ein Hund. Die Leute sprechen mich an, egal wo ich bin: 'Sie sind doch der Weber, wie geht's dem Schumacher?' Da fängt das Ganze immer wieder von vorne an."

"Ich wünsche mir, dass Michael schnellstens wieder auf die Beine kommt und ich ihn umarmen kann. Das ist mein sehnlichster Wunsch."

Mit dem Motorsport hat Weber "komplett abgeschlossen", seit seine Zusammenarbeit mit Nico Hülkenberg 2011 beendet wurde. Heute genießt er sein Leben auf Mallorca und macht nebenher "ein bisschen Baufinanzierung".

"Ich habe gut zu tun. Ich muss arbeiten. Rentnerdasein ist nichts für mich", lacht er. "Der Job, den ich jetzt mache, ist mehr oder weniger Zeitvertreib. Wenn mir langweilig wird, habe ich immer was zu tun. Aber ich muss nicht. Ich kann und darf, Gott sei Dank. Ich bin zufrieden. Ich glaube, das ist ganz wichtig."

Mit Bildmaterial von Sutton.

Ross Brawn glaubt nicht an Mercedes-Durchmarsch

Vorheriger Artikel

Ross Brawn glaubt nicht an Mercedes-Durchmarsch

Nächster Artikel

Analyse: Der (fast) perfekte Doppelstopp von Mercedes

Analyse: Der (fast) perfekte Doppelstopp von Mercedes
Kommentare laden