Williams: Es braucht noch mehr Punkte für P8 in der WM

Warum Williams-Teamchef Jost Capito zwar das Punkteergebnis von Ungarn feiert, sich auf Zwischenrang acht der Konstrukteurswertung aber nicht sicher wähnt

Williams: Es braucht noch mehr Punkte für P8 in der WM

Zehn Punkte auf einen Schlag. So gut hat Williams schon seit 2017 nicht mehr abgeschnitten. Und das Teamergebnis beim Ungarn-Grand-Prix 2021 in Budapest von vor der Formel-1-Sommerpause hat Folgen: Denn nun wird das britische Traditionsteam auf Platz acht in der Konstrukteurswertung geführt, vor Alfa Romeo und vor Haas.

Williams-Teamchef Jost Capito spricht daher von einem "fantastischen Resultat" für seine Mannschaft. "Jeder Einzelne im Team hat dadurch neues Selbstvertrauen und frischen Schwung gekriegt", meint er.

Williams auf P8 in der WM-Tabelle zu sehen, das sei "absolut herausragend". Doch damit einher gehe jetzt auch eine neue Zielsetzung für den Rest der Saison 2021: "Wir sind nun darauf gepolt, diesen achten Platz zu halten."

Warum Capito glaubt, es braucht noch mehr Punkte

Das aktuelle Polster auf Alfa Romeo beträgt sieben Punkte, stimmt Capito aber nicht zufrieden, obwohl Alfa Romeo in diesem Jahr bisher maximal zehnte Plätze erzielt hat. Denn Capito glaubt: Wenn Williams auch bei Saisonende auf P8 stehen soll, "braucht es weitere Punkte" und eine konzentrierte Mannschaftsleistung auch in den restlichen Rennen.

Doch ist Williams überhaupt dazu in der Lage, noch einmal nachzulegen? Capito verweist auf das Chaosrennen in Ungarn und meint: "Die Teams auf den Positionen acht, neun und zehn kriegen unter normalen Umständen, bei Rennen im Trockenen und ohne Zwischenfälle, wahrscheinlich keine Punkte. Denn dafür sind diese Autos zu langsam."

"Das bedeutet: Es braucht schon außergewöhnliche Umstände, es muss etwas passieren. Andererseits musst du selbst absolut fehlerfrei agieren und eine gute Strategie umsetzen, gute Entscheidungen treffen und saubere Boxenstopps hinlegen."

Es gelte, sich als Team mit den Fahrzeugen in eine Position zu bringen, "damit wir zur Stelle sein und Punkte abgreifen können, wenn sie in Reichweite liegen", so Capito. "In normalen Rennen ist das nicht drin für uns." Punkte seien also vor allem dann realistisch, wenn es mal turbulent werde. Wie in Ungarn.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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