Williams-Fahrerentscheidung für 2022: Jost Capito hat "keinen Zeitdruck"

Williams-Teamchef Jost Capito sieht sich bezüglich der Fahrerpaarung nicht unter Druck und spricht von reichlich Auswahl

Williams-Fahrerentscheidung für 2022: Jost Capito hat "keinen Zeitdruck"

Noch ist offen, wer in der Formel-1-Saison 2022 für Williams an den Start gehen wird, unter Druck fühlt sich Teamchef Jost Capito aber nicht: "Wir haben Zeit. Wir haben überhaupt keinen Zeitdruck, unsere Fahrer zu bestimmen", sagt er. "Andere haben vielleicht einen höheren Druck als wir."

Neben den aktuellen Stammfahrern Nicholas Latifi und George Russell, der vor einem Wechsel zu Mercedes steht, werden vor allem Alexander Albon und Nyck de Vries als mögliche Kandidaten genannt. Doch bis keine Entscheidung im Fall Russell verkündet wurde, wird bei Williams wohl erst einmal nichts passieren. "Wir werden sehen, welche Optionen wir haben", sagt Capito.

Laut dem Deutschen gibt es dabei "einige Fahrer", die dem Team im kommenden Jahr einen guten Beitrag leisten können. "Man kann unterschiedlicher Ansicht sein, aber nichts ist falsch oder richtig. Du kannst einen Fahrer mit Formel-1-Erfahrung haben, das ist nie negativ. Das ist immer positiv."

"Aber weil die Autos neu sind und jeder erst damit fahren lernen muss, kannst du auch einen Rookie holen, weil der Abstand dann am geringsten ist", so Capito weiter. "Jeder muss sich erst an das neue Auto gewöhnen. Es ist ein idealer Zeitpunkt für einen neuen Fahrer, weil das Risiko am geringsten ist."

Der Teamchef betont auch, dass Albon und de Vries nicht die einzigen Ersatzkandidaten sind: "Es gibt noch andere mit Formel-1-Erfahrung und andere junge Fahrer, die alles geben, um in die Formel 1 zu kommen. Es sind nicht nur diese zwei. Es gibt breitere Optionen."

Gute Chancen auf ein Cockpit werden zumindest Nicholas Latifi eingeräumt, den Capito gerne behalten möchte und über dessen Weiterverpflichtung für 2022 er gesagt hat: "Es sieht danach aus." Auf die Aussagen angesprochen winkt der Kanadier jedoch ab. "Man fühlt sich nie sicher, bis es nicht durch ist", sagt er. Das habe seine Beobachtung in der Formel 1 und anderen Serien gezeigt.

"Darüber mache ich mir ehrlich gesagt nicht allzu viele Gedanken", sagt er und betont: "Ich fühle mich wohl in dem Sinne, dass ich keine Bedenken habe, nächstes Jahr nicht mehr hier zu sein, wenn ich mich weiter verbessere und so weitermache, wie ich es bisher getan habe."

Konkrete Gespräche über das Thema habe er noch nicht gehabt, möchte sich aber nach dem aktuellen Tripleheader mit Teamchef Capito zusammensetzen. "Ich möchte mit dem Team weitermachen", stellt er klar. "Aber wie ich meine Performance von Rennen zu Rennen verbessere, werde ich mehr und mehr optimistisch. Aber nichts ist sicher, bis es sicher ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Mercedes: Für Zandvoort nur noch Motoren mit geringster Laufleistung

Vorheriger Artikel

Mercedes: Für Zandvoort nur noch Motoren mit geringster Laufleistung

Nächster Artikel

Marko über Perez-Aus in Q1: "Eine Lehre für die Zukunft"

Marko über Perez-Aus in Q1: "Eine Lehre für die Zukunft"
Kommentare laden