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Williams in Not: James Vowles kündigt Maßnahmen in der Zwangspause an

James Vowles analysiert den enttäuschenden Saisonauftakt von Williams - Das Team nutzt die rennfreie Zeit für eine Neuausrichtung vor dem Miami-Grand-Prix

Williams in Not: James Vowles kündigt Maßnahmen in der Zwangspause an

Carlos Sainz im übergewichtigem Williams

Foto: LAT Images

Der Saisonauftakt 2026 verlief für Williams alles andere als nach Plan. Nach den ersten drei Rennen - zwei Grands Prix und ein Sprint - steht das Traditionsteam aus Grove mit mageren zwei Punkten auf dem neunten Rang der Konstrukteurswertung. Doch der Rennkalender spielt James Vowles und seiner Mannschaft nun in die Karten: Die Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien sorgt für eine unverhoffte Atempause im April.

Für Teamchef James Vowles kommt diese Unterbrechung keinen Moment zu früh. In seiner Video-Analyse The Vowles Verdict stellt er klar, dass man in Grove keine Zeit mit Nichtstun verschwenden wird: "Jede einzelne Stunde dieser Pause brauchen wir, um uns wieder in die Offensive zu bringen, bis wir nach Miami kommen." Das Team müsse die aktuelle Situation genauestens unter die Lupe nehmen und eruieren, was es wirklich verändern könne. "Klar ist, dass wir die Saison nicht dort begonnen haben, wo wir sein wollten", gesteht der Brite offen ein.

Es ist ein offenes Geheimnis im Fahrerlager, mit dem Vowles gewohnt analytisch umgeht: Der aktuelle Bolide ist schlicht zu schwer - wie schon in der Vergangenheit. Das Ziel für die kommenden Wochen im Werk ist daher klar definiert. "Es ist kein Geheimnis, dass wir Übergewicht haben", so Vowles. "Die Entwicklungen in diesem Zeitraum werden darauf abzielen, sicherzustellen, dass wir in der Lage sind, die Masse des Autos auf eine vernünftige Weise zu reduzieren."

Williams will neue Basis schaffen

Dabei geht es nicht nur um neue Teile, sondern auch um die Kapazitäten in der Fabrik. Da durch die Rennpause keine Unfallschäden zu befürchten sind, kann die Produktion voll auf die Leistung der Zukunft ausgerichtet werden.

"Ohne diesen Verschleiß können wir darauf zählen, dass die Produktion in Richtung zukünftiger Performance verschoben werden kann. Einiges davon wird vielleicht in Miami kommen, anderes danach", blickt der Teamchef voraus.

Neben der Hardware steht vor allem die Analyse im Fokus. Im hektischen Rennalltag bleibt oft kaum Zeit, die tiefen Datenschichten zu durchleuchten. Das soll sich nun ändern.

Programm steht fest

Vowles erklärt: "Es gibt nach einem Event nie genug Zeit, um wirklich jedes kleinste Datenschnipsel durchzugehen und im Nachhinein zu verstehen, was wir eigentlich hätten tun sollen und welche Programme wir für die Zukunft starten wollen. Das hier bietet uns eine gute Zeit dafür."

Das Programm für die rennfreie Zeit ist dabei straff durchgetaktet. "Die Fahrer werden hierher nach Großbritannien zurückkehren, und wir werden den Simulator an praktisch jedem einzelnen Tag so viel wie möglich laufen lassen", kündigt Vowles an.

Williams-Teamchef James Vowles

Williams-Teamchef James Vowles: Das ist sein Plan für die Pause

Foto: LAT Images

Parallel dazu wird die Crew in Grove so viele Tage wie möglich nutzen, um die Abläufe bei den Boxenstopps zu perfektionieren. Letztlich gehe es laut dem Teamchef vor allem darum, was man in den Zeitplan hineinquetscht und was den größten Ertrag liefert.

Für Williams ist der April 2026 somit keine Ferienzeit, sondern eine Phase der Neuausrichtung. Nun gilt es, das Fundament zu legen, damit der Anschluss an das Mittelfeld in Florida nicht endgültig verloren geht.

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