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Das Team aus Grove hat einen Plan aufgestellt, um allein durch Gewichtsreduzierung eine Sekunde zu gewinnen - Dieser beinhaltet einen Crashtest für ein neues Chassis

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Alexander Albon und Carlos Sainz sollen ein deutlich leichteres Auto bekommen

Foto: LAT Images

Der Williams FW48 hatte eine sehr schwierige Entstehung mit gleich vier gescheiterten Crashtest-Versuchen. Die Homologation des Chassis durch die FIA kam sehr spät, sodass das Team aus Grove den Shakedown in Barcelona Ende Januar verpasste.

Das Ergebnis war, dass das Auto, entwickelt unter der Leitung von Technikchef Pat Fry und Engineering-Direktor Matt Harman, mit einem Übergewicht von 28 Kilogramm entstand.

Die Zwangspause im April wurde genutzt, um einen "Abspeckplan" zu entwickeln, der es dem FW48 ermöglichen soll, allein durch geringeres Gewicht rund eine Sekunde Performance zu gewinnen.

Die Diät sollte drastisch sein, und eine erste Gewichtsreduzierung dürfte bereits am Wochenende in Miami sichtbar werden. Doch Gewicht zu sparen betrifft viele Teile des Autos und ist nicht nur teuer, sondern auch zeitaufwendig.

Das endgültige Ziel von Williams ist es sogar, unter das Reglement-Mindestgewicht zu kommen, um mit zusätzlichem Ballast eine bessere Balance zu erreichen, was den Reifenverschleiß reduzieren soll.

Nach dem fünften Platz in der Konstrukteurswertung im vergangenen Jahr hat das von James Vowles geführte Team bislang nur zwei WM-Punkte in China mit Carlos Sainz geholt, obwohl man über die Mercedes-Powerunit verfügt, die zweifellos die beste im Feld ist.

Der FW48, den man in Miami sehen wird, ist das Ergebnis der Gewichtsreduzierung im April, doch der wichtigste Schritt wird die Einführung eines neuen "B-Chassis" im Laufe des Sommers sein, das erneut einen Homologations-Crashtest bestehen muss.

Albon: Miami-Upgrade sollte Williams "besser" machen

Die Entwicklungsphase dürfte sich somit bis zum Großen Preis von Italien in Monza Anfang September erstrecken. Alexander Albon betont jedoch, dass Williams bereits in Miami damit beginnen will, die Lücke nach vorne zu schließen - zumindest minimal.

Im Podcast The Fast And The Curious erklärt er: "Ich will nicht behaupten, dass es einfach wird, aber das Auto hat so viel Ballast, dass wir viel Potenzial haben, uns weiter nach vorne zu arbeiten." Das werde aber "nicht über Nacht passieren", stellt er auch klar.

Der 30-Jährige verrät: "Wir haben ein Upgrade-Paket in Miami. Es wird besser sein, aber es wird nicht die beste Erfindung seit geschnittenem Brot sein. Realistisch betrachtet richten wir unseren Fokus nun neu aus."

"Es geht darum, wieder in den Kampf im Mittelfeld einzusteigen und uns dann an die Spitze dieses Kampfes vorzuarbeiten", erklärt Albon und betont, dass es bei einem neuen Reglement ganz normal sei, dass man zu Beginn viel "Verbesserungspotenzial" habe.

"Bis zum Jahresende werden wir ein völlig anderes Auto haben als das, was wir derzeit fahren", kündigt er an. Bis dahin dürfte Williams aber noch vor weiteren harten Wochen und Monaten stehen.

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