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Formel 1

Williams: Tankstopps wären ein Schritt zurück

Die stellvertretende Williams-Teamchefin warnt davor, dass es dem Image der Formel 1 sehr schaden könnte, wenn Tankstopps wieder eingeführt würden. Auch Technikchef Pat Symonds ist kein Freund des Nachtankens.

Petra Wiesmayer

Petra Wiesmayer

Bearbeitet: 17.01.2016, 11:58

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Jenson Button, Honda Racing F1 Team, Nachtanken

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Pat Symonds, Williams, Cheftechniker

Mark Webber, Red Bull Racing, Nachtanken im Training

Claire Williams, Williams F1 Team, stellvertretende Teamchefin

Ferrari, Tankanlage

FIA-Präsident Jean Todt hat das Thema Tankstopps in der Formel 1 wieder auf den Tisch gebracht, erntet aber bereits auf heftige Kritik.

Claire Williams argumentiert, dass die Rückkehr von Tankstopps eine völlig falsche Botschaft über die Formel 1 aussenden würde. Sie seien unvereinbar mit der Umweltfreundlichkeit, die der Sport transportieren will.

„Die Hersteller haben Hunderte Millionen für diese neuen Hybrid-Motoren ausgegeben“, sagte sie bei der Autosport International Show am Samstag.

„Die ist viel relevanter für die Autoindustrie und die Diskussion um Energieeffizienz, die wir in der Gesellschaft haben.“

„Jetzt Tankstopps zurückzubringen und der Formel 1 wieder den Anstrich eines Benzin verschwendenden Sports zu geben, widerspräche allem, was wir vermitteln möchten. Ich bin daher sehr gegen Nachtanken.“

Williams-Technikchef Pat Symonds befürchtet, dass Tankstopps sich auch nachteilig auf die Rennen auswirken könnten.

„Das würde das Spektakel und die Ungewissheit der Rennen verwässern“, sagte er. Jedes Team würde die Rennen im Voraus genau berechnen, anstatt die Boxenstopps je nach Reifenverschleiß oder der Rennsituation und dem, was die Konkurrenz macht, einzuteilen.

„In dem Moment, in dem man Tankstopps hat, wird es vorherbestimmt. Wenn man Sprit für 24 Runden einfüllt, dann stoppt man auch in Runde 24. Man kann nicht weiter fahren als bis dahin und wenn man früher stoppt, dann verliert man zu viel.“

„Also gibt es diese Art Rennen, bei denen man stoppt, wenn man eigentlich nicht will.“

Zurück in die Vergangenheit

Man müsse sich nur an die Zeit erinnern, als es noch Tankstopps gab, sagte Symonds weiter. „Die Rennen danach waren viel besser. Ich finde, es wäre ein Schritt zurück.“

Der einzige positive Punkt wäre, dass die Autos mit weniger Benzin an Bord schneller wären, meinte er. „Aber ich fordere jeden auf, die Rundenzeit nur durch Zuschauen genau zu bestimmen.“

Man könne auch jetzt im Qualifying nicht mit bloßem Auge sehen, wann die Autos mit weniger oder mehr Benzin unterwegs seien, argumentierte der Brite.

Außerdem dürfe man auch das zusätzliche Risiko nicht vergessen, das Nachtanken mit sich bringt. „Je schneller man nachtankt, desto größer wird das Risiko.“

„Ich will das aber nicht überbewerten, denn es ist durchaus möglich, schnell und sicher nachzutanken.“

Informationen von Adam Cooper

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