Winterprojekt: So läuft der Umbau der Strecke in Spa-Francorchamps

Der Circuit Spa-Francorchamps nutzt den Winter, um die Strecke in vielen Bereichen zu modernisieren - Es gibt erste Bilder vom Umbau

Winterprojekt: So läuft der Umbau der Strecke in Spa-Francorchamps

Auf dem Spa-Francorchamps dröhnen auch im Winter die Motoren und schwere Maschinen bahnen sich ihren Weg über den Asphalt. Ein Rennen wird jedoch nicht gefahren, denn die Formel-1-Strecke steckt mitten im Umbau und es sind Baumaschinen, die den Kurs umrunden. Auf den Fotos sind erste Eindrücke der Modernisierungsmaßnahmen auf dem belgischen Traditionskurs zu sehen. Das oberste Ziel ist es, die Sicherheit zu überhöhen.

Dabei spielt aber nicht nur der Automobil-Rennsport eine Rolle, sondern auch der Vorstoß, die Strecke für Motorradrennen zu homologieren. Dafür braucht es an einigen Stellen Änderungen, um die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten. Deshalb rollt im Winter schweres Geschütz über das Asphaltband der Strecke in den Ardennen.

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Baugeräte und Bagger: Der Umbau ist in vollem Gange

Foto: Circuit Spa-Francorchamps

Die Umbauarbeiten haben bereits am 15. November begonnen und sollen rund 80 Millionen Euro kosten. Das Investment soll die Formel 1 und andere große Rennserien langfristig an die Strecke binden. Zu den beliebtesten Events gehören der Grand Prix von Belgien, die 24h von Spa und der Lauf der Langstrecken-WM (WEC). Außerdem soll am 22. Juni 2022 ein 24h-Rennen für Motorräder in Spa-Francorchamps ausgetragen werden.

Um die Lizenz des Motorrad-Weltverbandes (FIM) zu erhalten, müssen mehrere Auslaufzonen an die Bedürfnisse des Zweirad-Sports angepasst werden. Einige Auslaufzonen werden vergrößert, an anderen Stellen weichen Asphaltstellen einem Kiesbett. Des Weiteren wird auch etwas für die Fans getan: Neue Tribünen sollen den Zuschauern neue Erlebnisse auf dem rund sieben Kilometer langen Kurs bieten.

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Viele Asphalt-Zonen werden durch Kiesbetten ersetzt

Foto: Circuit Spa-Francorchamps

Dafür wurde jedoch ein typisches Postkartenbild vernichtet: In der Kombination Eau Rouge und Raidillon wurde die berühmte kleine Berghütte abgerissen, die eine der legendärsten Kurven in der Motorsport-Geschichte überblickt hat. Das kleine Häuschen musste der Modernisierung der Strecke weichen.

La Source, der ersten Haarnadelkurve, und Eau Rouge sind aktuell kaum wiederzukennen. Beide Asphalt-Auslaufzonen werden mit einem Kiesbett ersetzt. Auf der Seite der Langstrecken-Boxengasse - also auf der Gegengeraden - wurden die Tribünen abgerissen. Hier sollen neue Sitzgelegenheiten und VIP-Bereiche entstehen.

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Für mehr Sicherheit: Auto- und Motorradrennen im Jahr 2022 geplant

Foto: Circuit Spa-Francorchamps

Die Außenseite der Kurve Bruxelles wurde ebenfalls neu gestaltet. Wie in La Source wird hier die Asphalt-Auslauf-Zone durch ein Kiesbett ersetzt. Blanchimont bekommt eine größere Auslaufzone und ebenfalls ein Kiesbett. Die Service-Straße wird hinter dem Reifenstapel gezogen. Der Umbau ist also im vollen Gange und soll vor dem Start der Rennsport-Saison 2022 abgeschlossen werden.

Mit Bildmaterial von Circuit Spa-Francorchamps.

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