"Wir haben es verdient": Alonso nach miserablem Rennen schonungslos ehrlich
Aston Martin ohne Pace in Las Vegas: Alonso fällt auf P11 zurück, Stroll nach Crash früh raus
Fernando Alonso gab wie immer alles, war aber chancenlos
Foto: LAT Images
Aston Martin erlebte in Las Vegas ein Wochenende zum Vergessen. Fernando Alonso fiel von Startplatz sieben auf P13 zurück und rückte nach der McLaren-Disqualifikation auf P11 vor. Lance Stroll schied bereits in der ersten Runde nach einer Kollision mit Gabriel Bortoleto aus.
Alonso zeigte sich nach dem Rennen selbstkritisch. "Definitiv nicht die Pace an diesem Wochenende, sehr herausfordernd, alle freien Trainings", sagte der Spanier. Abgesehen vom Qualifying unter nassen Bedingungen sei man nicht schnell genug gewesen.
"Wir haben es verdient, außerhalb der Punkte zu sein", stellte Alonso klar. Das Team sei auch ein bisschen langsam bei der Höchstgeschwindigkeit gewesen. Draußen zu kämpfen sei sehr schwierig gewesen, man werde es nächste Woche wieder versuchen.
Alonso im Start-Chaos
Der Start verlief für Alonso zunächst gut, dann kam es zum Chaos in Kurve eins. Liam Lawson drängte von innen kommend Piastri, Alonso und Leclerc von der Strecke. "Ich weiß nicht, ob das untersucht wurde oder nicht, aber der Start war definitiv nicht gut", erklärte Alonso.
Die Rennkommissare verhängten keine Strafe gegen Lawson. Die Begründung lautete, er sei durch George Russells Bremsen in die Situation gezwungen worden. Ein Dominoeffekt: Russell bremste, Lawson versuchte auszuweichen und traf dabei Oscar Piastri.
"Ich weiß nicht, ich habe die Wiederholung noch nicht gesehen, aber das war die Ursache", sagte Alonso. Falscher Ort, falscher Moment. Die Aktion brachte ihm Schaden am Frontflügel ein, doch das Team meldete keine Performance-Einbußen.
Stroll unverschuldet torpediert
"Die Pace war also nicht da", stellte Alonso fest. Trotz der beruhigenden Meldung aus der Box fehlte dem AMR24 schlicht die Geschwindigkeit. Besonders in den Geraden verlor Aston Martin deutlich Zeit auf die Konkurrenz.

Lance Stroll teilt gern aus, musste diesmal aber einstecken
Foto: Formula 1
Für Stroll endete das Rennen noch früher. Sauber-Pilot Gabriel Bortoleto erwischte den Kanadier im ersten Kurvengewirr, der Schaden war erheblich. Stroll musste das Auto abstellen, ein Ausfall ohne eigenes Verschulden bereits in der Eröffnungsrunde.
Alonso fuhr mit Schaden weiter, doch die Performance litt spürbar. Nach der vielversprechenden Pace im nassen Qualifying waren die trockenen Rennbedingungen ernüchternd. Das Team versuchte es mit einer Einstoppstrategie und wechselte von Medium auf Hard.
Ein Hoffnungsschimmer im Nassen
Dabei gelang zumindest ein Undercut auf Oliver Bearman. Der Haas-Pilot schlug aber im zweiten Stint zurück und überholte Alonso wieder. Trotz aller Anstrengungen fehlte einfach das Tempo, um eine punktetragende Position zu halten.
Das gesamte Wochenende verlief schwierig für Aston Martin. Nur im nassen Qualifying zeigte der AMR24 ansatzweise konkurrenzfähige Rundenzeiten. Im Rennen war davon nichts mehr zu sehen, die Pace reichte weder vorne noch hinten.
Der volle Fokus liegt nun auf Katar. Aston Martin muss die Performance-Probleme schnell analysieren und Lösungen finden, um im vorletzten Saisonrennen wieder konkurrenzfähiger zu sein. Die Zeit für Verbesserungen wird knapp.
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