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"Wir sind committet": Warum die Formel 1 für Mercedes Sinn ergibt

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"Wir sind committet": Warum die Formel 1 für Mercedes Sinn ergibt
Autor:
Co-Autor: Scott Mitchell
05.12.2019, 11:35

Toto Wolff erklärt, warum das Formel-1-Programm für den Daimler-Konzern trotz des hohen Aufwands ein hochattraktives Investment ist

Toto Wolff ist überzeugt davon, dass der Daimler-Konzern mit dem Mercedes-Werksteam in der Formel 1 engagiert bleiben wird, sollte es gelingen, die Kosten für das Formel-1-Team (Brackley) und die Antriebsstrang-Fabrik (Brixworth) zu reduzieren. Das ist im Hinblick auf die nächste Concorde-Periode von 2021 bis 2025, die eine Budgetobergrenze umfassen wird, sein Masterplan.

"Wir müssen effizienter werden, einen soliden Business-Case darstellen und die Zuschüsse von Daimler zu unserem Programm reduzieren. Wenn uns das gelingt, dann werden wir langfristig in der Formel 1 bleiben", sagt der österreichische Chef des Mercedes-Rennstalls.

2018 hat die Daimler AG den Chassis-Standort Brackley, das geht aus der Bilanz der Firma Mercedes-Benz Grand Prix Limited (MGP) hervor, mit insgesamt 75,8 Millionen Euro subventioniert. Davon flossen allerdings 29,8 Millionen (für Motorenleasing und andere Posten) wieder an den Konzern zurück. Unterm Strich bleibt eine Nettosubvention von 46 Millionen Euro stehen.

Nicht herauszulesen ist die Höhe der Daimler-Nettosubvention in Richtung Formel 1 aus der Bilanz des Motorenstandorts Brixworth. Mercedes AMG High Performance Powertrains Limited (MHPE) hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Gewinn von 3,3 Millionen Euro abgeschlossen. Doch MHPE beschäftigt sich nicht nur mit dem Mercedes-Team.

Standort Brixworth: Formel-1-Kosten werden nicht ausgewiesen

So fließen in die MHPE-Bilanz auch Kosten etwa für das Formel-E-Programm ein oder für den Plug-in-Hybrid-Supersportwagen Mercedes-AMG One. Außerdem baut MHPE nicht nur Formel-1-Motoren für das konzerneigene Werksteam, sondern auch für die Kundenteams Racing Point und Williams (sowie ab 2021 auch für McLaren).

Personalseitig hat sich die Mercedes-Operation von 2017 auf 2018 um 114 Mitarbeiter vergrößert. Insgesamt haben MGP und MHPE Stand Ende 2018 1.663 Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfallen 968 auf MGP in Brackley und 695 auf MHPE in Brixworth.

Mercedes hat sich sein Formel-1-Programm 2018 knapp 500 Millionen Euro (Umsatz) kosten lassen. Unterm Strich kostet das Programm weit weniger, weil substanzielle Einnahmen generiert werden, etwa durch die Beteiligung am FOM-Topf oder von Sponsoren wie Petronas. "Die Formel 1", sagt Wolff, "ist eines der besten Investments innerhalb der gesamten Daimler-Gruppe. Wir generieren mehr als eine Milliarde an Gegenwert."

"Die Formel 1 und der Motorsport insgesamt gehören zu unserer DNA. Der erste Mercedes war ein Rennauto. Ich bin derjenige, der für die Motorsportaktivitäten verantwortlich ist. Ich bin aber auch der Erste, der anerkennt, dass alle Aktivitäten auf den Prüfstand müssen, wenn sich die Zeiten in der Automobilbranche ändern."

Wolff: Formel 1 erfrischend für das Mercedes-Image

"Unterm Strich dreht sich alles um die Marke", sagt Wolff. "Was wir hier tun, ist Entertainment, aber es ist auch Technologie. Wir fahren mit den effizientesten Hybridmotoren und verleihen der Marke ein sportliches Image. Seit wir uns 2014 auf diese erfolgreiche Reise begeben haben, haben wir zu einem anderen Markenimage von Mercedes beigetragen."

"Natürlich sind die Straßenautos mit ihrem Style und ihrer Technologie das Wichtigste. Aber dass wir in der Formel 1 gewinnen, hat dazu beigetragen, dass sich verändert hat, wie die Marke wahrgenommen wird", so Wolff. Das sei auch der Grund, warum es sich der Vorstand nicht hat nehmen lassen, zum Saisonfinale nach Abu Dhabi zu kommen: "Es ist eine positive Übung, von der Daimler profitiert."

Nichtsdestotrotz stehen die Motorsportaktivitäten fast aller großen Automobilhersteller derzeit auf dem Prüfstand. Daimler-Vorstandschef Ola Källenius hat erst kürzlich ein Sparprogramm in Milliardenhöhe angekündigt. Konkrete Hinweise, dass sich dieses auf die Formel 1 auswirken wird, gibt es bisher allerdings nicht.

"Stand heute sind wir committet", hat Källenius Anfang November im Rahmen des Kapitalmarkttags des Daimler-Konzerns in London klargestellt. Die sechs aufeinanderfolgenden WM-Titel bei Fahrern und Konstrukteuren bewertet er als "historischen Erfolg" - und das Formel-1-Programm insgesamt als "eine Aktivität unserer Marketing- und Brandstrategie, die sich in den vergangenen Jahren gut gelohnt hat."

Ola Källenius

Daimler-Chef Ola Källenius bringt gerade ein Sparprogramm auf Schiene

Foto: Daimler

Daimler-Konzernchef: Formel 1 rechnet sich für uns

"Unabhängig davon, ob man Formel-1-Fan ist oder nicht, muss man diese Marketinginvestments rational beurteilen. Wir bewerten all unsere Marketing- und Medieninvestments nach ihrer Reichweite, ihrer Wirkung und nach den Kosten, die für uns als Investment entstehen. Wir verwenden die Nielsen-Methode, um den Medienwert unserer Formel-1-Aktivitäten zu messen."

"Dieser Medienwert übersteigt eine Milliarde Euro pro Jahr", rechnet Källenius vor. "Wir schöpfen also eine extreme Reichweite und eine extreme Wirkung aus dieser Aktivität. Die Kosten möchten wir nicht öffentlich diskutieren. Sie sind aber erstaunlich gering, weil man nie darauf vergessen sollte, dass es in der Formel 1 nicht nur eine Kostenseite gibt, sondern auch eine Einnahmenseite."

Mercedes ist als Marke bis Ende 2020 vertraglich in der Formel 1 engagiert. An den Entwürfen für ein neues Concorde-Agreement (beziehungsweise individuelle Verträge zwischen Teams und Rechteinhaber) wird gerade gefeilt. Ein strittiger Punkt ist die Einnahmenverteilung. Bei einem Treffen in Abu Dhabi haben die Teams deponiert, dass sie künftig mehr vom großen Kuchen haben wollen.

Auf der anderen Seite greift ab 2021 eine Budgetobergrenze, die die Kosten in der Formel 1 beschränken soll. Jedes Team darf dann maximal 175 Millionen US-Dollar pro Jahr (umgerechnet 158 Millionen Euro) ausgeben. Davon ausgenommen sind allerdings Posten wie etwa die Fahrergagen, die bestbezahlten Angestellten sowie Marketing & Co.

Branchenkenner gehen davon aus, dass sich die Budgets der Topteams insgesamt einer Marke von 250 Millionen Euro annähern werden. Das wäre für Teams wie Mercedes, Ferrari oder Red Bull eine signifikante Reduktion der Kosten - und würde das Formel-1-Engagement für einen Konzern wie Daimler möglicherweise zu einer noch kostengünstigeren Übung werden lassen ...

Mit Bildmaterial von LAT.

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