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"Wir sind nicht weit weg": Vasseur glaubt noch an Ferraris WM-Chance

Frederic Vasseur betont, dass sein Fokus aktuell zwar nicht auf der WM liege - Bereits ein oder zwei schlechte Wochenenden von Red Bull könnten aber alles verändern

"Wir sind nicht weit weg": Vasseur glaubt noch an Ferraris WM-Chance

"Es ist eine gute Nachricht für mich, eine gute Nachricht für die Formel 1 und eine gute Nachricht für die Meisterschaft", resümiert Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur nach dem engen Rennergebnis der Formel 1 beim Großen Preis der Emilia-Romagna 2024 in Imola.

Sieger Max Verstappen (Red Bull) lag im Ziel lediglich 0,7 Sekunden vor McLaren-Pilot Lando Norris, und auch Charles Leclerc im Ferrari hatte nur 7,9 Sekunden Rückstand. Das macht laut Vasseur Hoffnung auf weitere Spannung in diesem Jahr.

"Nach 70 Runden liegen drei Teams innerhalb von sieben Sekunden. Das ist weniger als ein Zehntel pro Runde. Das war fast schon seit Beginn des Wochenendes so", betont Vasseur, dessen Rechnung zumindest fast aufgeht. Denn das Rennen in Imola umfasste "nur" 63 Runden.

 

Faktisch verlor Leclerc im Schnitt also etwas mehr als eine Zehntelsekunde. Doch Vasseur stellt trotzdem klar: "Wir sind nicht weit weg, und jetzt bin ich etwas frustriert, denn ich denke, wenn wir im Quali auf P1 und P2 stehen, stehen wir auch im Rennen auf P1 und P2."

"Wenn wir [in Imola] etwas verpasst haben, dann war es gestern im Quali und nicht heute im Rennen", so der Teamchef. Denn in der Qualifikation hatten Leclerc und Teamkollege Carlos Sainz nur die Plätze vier und fünf belegt, profitierten allerdings von der Gridstrafe gegen Oscar Piastri.

So ging Leclerc von P3 ins Rennen und kam am Ende auch auf dieser Position ins Ziel. Vasseur hat daher "gemischte Gefühle", denn zwar habe Ferrari mit dem neuen Update einen Schritt nach vorne gemacht. Doch ungefähr den gleichen Sprung habe auch McLaren geschafft.

Vasseur über Updates: Jetzt geht es um Hundertstel

Das Team aus Woking brachte sein Upgrade bereits in Miami, wo Lando Norris auch direkt gewinnen konnte. So haben beide Teams den Rückstand auf Red Bull offenbar verkleinert, doch weil eben beide einen Schritt nach vorne machten, hat sich an der Hackordnung nichts geändert.

Und da lag McLaren zuletzt regelmäßig einen Hauch vor Ferrari. Denn während die Scuderia in den vier Rennen seit dem Doppelsieg in Melbourne nicht mehr über drei dritte Plätze hinauskam, holte McLaren seitdem zwei zweite Plätze und sogar den angesprochenen Sieg in Miami.

Vasseur betont: "Ich denke, dass der Wettbewerb [mit Red Bull und McLaren] überall sein wird. Die Abstimmung des Autos wird nächste Woche in Monaco entscheidend sein, die Leistung des Fahrers auch." Weil es aktuell so eng sei, könne man sich in keinem Bereich Fehler erlauben.

Es gehe aktuell darum, "dass wir jetzt die letzten Hundertstel jagen. Es geht nicht mehr um ein Upgrade, das fünf Zehntel bringt. Das bedeutet, dass man auch sicher sein muss, dass das, was man mitbringt, funktioniert. Das wird der Schlüsselfaktor für die nächsten paar Rennen sein", so Vasseur.

Er betont zudem, man sei jetzt an einem Punkt, "an dem wir die Entwicklung beschleunigen müssen. Stellen Sie sich vor, jemand könnte ein Rennen [vor den anderen] ein Upgrade bringen. Wenn drei Teams innerhalb einer Zehntelsekunde liegen, kann man damit von P5 auf P1 springen."

Monaco kein Maßstab für andere Rennstrecken

Im Hinblick auf das eigene Update, das Ferrari in Imola ans Auto brachte, erklärt er, dass mit Monaco und Kanada als nächstes nun zwei ganz unterschiedliche Strecken anstehen. Dort werde man ein klareres Bild dafür bekommen, wie das neue Paket funktioniere.

"Sobald man anfängt, verschiedene Kurventypen, verschiedene Durchschnittsgeschwindigkeiten und verschiedene Minimalgeschwindigkeiten zu fahren, hat man ein besseres Verständnis für die Situation", erklärt der Teamchef.

"Man darf auch nicht vergessen, dass das Reifenmanagement und die Abstimmung wahrscheinlich viel wichtiger sind als das Upgrade selbst", betont er zudem und erklärt auf Nachfrage, dass eine Vorhersage für das kommende Rennen in Monaco "sehr, sehr schwierig" sei.

"Man kann die Art der Kurven in Monaco nicht mit einer anderen [Strecke] vergleichen. Der Grip ist anders, es geht nicht um die Geschwindigkeit in der Kurve", erklärt Vasseur, der jedoch vorsichtig optimistisch auch erinnert: "Bislang waren wir in Monaco immer konkurrenzfähig."

Denn zwar war das Rennen im Fürstentum für Ferrari im Vorjahr mit P6 und P8 kein Erfolg. 2021 und 2022 holte man dort aber jeweils die Pole und beendete das Rennen schließlich auf Rang zwei. Und im Hinblick auf die WM ist für Ferrari laut Vasseur ohnehin noch nichts verloren.

Vasseur: Ein Ausfall kann alles auf den Kopf stellen

Er zieht einen Vergleich zum Vorjahr, als Ferrari nach dem angesprochenen Monaco-Rennen noch 30 Punkte hinter Aston Martin lag. Am Ende des Jahres lag man in der WM aber 126 Zähler vorne. "Das zeigt, dass die Meisterschaft nie nach dem siebten Rennen zu Ende ist", so Vasseur.

"Und das gilt in dieser Saison umso mehr, weil der Abstand sehr gering ist", betont der Ferrari-Teamchef und erklärt: "Es kommt nicht sehr oft vor, dass man sechs oder möglicherweise acht Autos hat, die ein Rennen gewinnen können."

"Das bedeutet, dass man, wenn man nicht in guter Verfassung ist, von P1 auf P8 rutschen kann - und für P8 gibt es fast keine Punkte. Das heißt, dass sich die Meisterschaft mit einem oder zwei Wochenenden ändern kann", erklärt Vasseur.

So liegt Ferrari in der Konstrukteurs-WM aktuell 56 Zähler hinter Red Bull, in der Fahrer-Weltmeisterschaft hat Leclerc 48 Zähler Rückstand auf Verstappen. Ein Ausfall, wie ihn Verstappen in Australien bereits einmal erlebte, könne daher ein echter "Gamechanger" für die WM sein, so Vasseur.

Gleichzeitig stellt er aber auch klar, dass er sich den WM-Stand momentan sowieso nicht anschaue. "Es sind noch 17 Wochenenden, also sollten wir uns auf Monaco konzentrieren und nicht an die Meisterschaft denken", erklärt er.

Mit Bildmaterial von circuitpics.de.

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