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Nach Domenicali-Aussage: Monaco-Team bekräftigt Formel-1-Interesse

Nachdem Formel-1-Boss Stefano Domenicali eine mögliche Aussetzung des hohen Antrittsgeldes ankündigt, meldet sich ein potenzieller Einsteiger zu Wort

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Nach Domenicali-Aussage: Monaco-Team bekräftigt Formel-1-Interesse

2019 hatte sich mit der monegassischen MIM-Gruppe (Monaco Increase Management) ein neues Team für die Formel 1 angekündigt. Der Einstieg in die Königsklasse sollte 2021 erfolgen, was durch die Coronapandemie und die damit verbundene Verschiebung des neuen Reglements aber erst einmal nach hinten verlegt werden musste.

Als dann noch die Ankündigung eines Antrittsgeldes in Höhe von 200 Millionen US-Dollar, das unter den bestehenden Teams aufgeteilt werden soll, kam, schien jede Hoffnung auf einen Neueinsteiger geplatzt. Doch nun meldet sich MIM-Geschäftsführer Salvatore Gandolfo erneut zu Wort und schließt einen Einstieg in die Königsklasse weiterhin nicht aus.

Anlass sind Aussagen des neuen Formel-1-Bosses Stefano Domenicali, der das im neuen Concorde-Agreement verankerte Antrittsgeld unter gewissen Umständen aussetzen könnte. Welche Umstände das sind, hat der Italiener nicht näher ausgeführt, doch er bestätigt, dass es trotz der jüngsten Entwicklungen Interesse von neuen Teams gibt.

Eines davon ist das "Monaco F1 Racing Team Project" rund um Gandolfo. "Wir glauben, dass die jüngsten Aussagen des neuen Formel-1-Bosses Stefano Domenicali, die eine mögliche Aussetzung des 200-Millionen-Antrittsgeldes nahelegen, einen Schritt in die richtige Richtung darstellen", sagt er.

"Wir schätzen die offene Einstellung von Stefano und der FIA und sind bereit, die notwendigen Schritte zu machen, um unsere Bewerbung zum Abschluss zu bringen."

Auch Panthera froh über Neuentwicklung

Das Team hatte 2019 bereits Ex-Formel-1-Pilot Pascal Wehrlein und IndyCar-Pilot Alex Palou als mögliche Fahrer genannt. Gandolfo plante den Einstieg damals zusammen mit dem kürzlich verstorbenen Teamchef Adrian Campos.

Salvatore Gandolfo

Salvatore Gandolfo hält an seinen Formel-1-Plänen fest

Foto: Monaco Increase Management

Ein weiterer Name, der immer wieder mit einem Formel-1-Einstieg in Verbindung gebracht wird, ist Panthera. Auch bei diesem Projekt hat man die Aussagen Domenicalis mit Interesse verfolgt: "Wir begrüßen Stefanos Aussagen", sagt Mitbegründer Benjamin Durand gegenüber 'RaceFans'.

"Aber wir müssen verstehen, unter welchen Umständen die Zahlung ausgesetzt werden könnte. Wir untersuchen derzeit andere Optionen, inklusive einem Investment in bestehende Teams. Dies könnte das aber ändern", so Durand.

Domenicali: Großes Interesse von Herstellern

Domenicali bestätigt zudem "großes Interesse" von Herstellern, die die Zukunft der Formel 1 verstehen möchten. "Und wir bekommen neue Anfragen von Teams und anderen Organisationen, die schauen wollen, ob es eine Möglichkeit gibt, in die Formel 1 zu investieren. Das ist ein Zeichen, dass unsere Grundlagen und Ideen gut für eine positive Formel-1-Zukunft sind."

Allerdings gibt der Italiener auch zu, dass der Einstieg eines neuen Teams in den kommenden zwei bis drei Jahren unwahrscheinlich ist. Die Formel 1 hatte 2019 betont, keine ernsthaften Gespräche mit neuen Teams zu führen - trotz des offensiv angekündigten Interesses der MIM-Gruppe.

Das letzte neue Formel-1-Team war Haas, die 2016 in die Königsklasse eingestiegen waren.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Norman Fischer