WM-Führung weg: Warum George Russell trotzdem keinen Druck spürt
George Russell ist nach dem Verlust der WM-Führung nicht besorgt - Mit etwas mehr Glück hätte er laut eigener Aussage auch in China und Japan gewinnen können
Kimi Antonelli ist in der WM an George Russell vorbeigezogen
Foto: LAT Images
Bei den Buchmachern ging George Russell als großer WM-Favorit in die Formel-1-Saison 2026. Nach den ersten drei Rennen liegt der Brite allerdings "nur" auf dem zweiten Rang in der Fahrer-Weltmeisterschaft hinter seinem Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli.
Der Italiener gewann die beiden jüngsten Rennen in China und Japan und übernahm damit in Suzuka zum ersten Mal in seiner Karriere die WM-Führung. Laut eigener Aussage ist Russell deswegen jetzt aber nicht beunruhigt. "Überhaupt nicht", stellt er klar.
Schließlich seien erst drei der 22 Saisonrennen absolviert, erinnert Russell, der zudem betont, dass die beiden Rennen in China und Japan auch ganz anders hätten laufen können. "Ich weiß, dass ich das Zeug dazu habe, zurückzuschlagen", so Russell.
Hätte er in Japan etwas mehr Glück mit dem Safety-Car gehabt, "hätte ich gewonnen, davon bin ich fest überzeugt", betont er und erinnert zudem an sein Problem im Qualifying in China, nachdem er Antonelli im Sprint zuvor am Wochenende noch klar im Griff hatte.
"Vielleicht hätte ich auch dort die Poleposition holen und das Rennen gewinnen können", erklärt Russell, der weiß: "Im Rennsport läuft es manchmal gut für einen, manchmal schlecht." Und er selbst habe zuletzt einfach eine Menge Pech gehabt.
Russell: Probleme bei mir immer zum falschen Zeitpunkt
"Es kommt mir einfach so vor, als ob im Moment, an den letzten beiden Wochenenden, jedes Problem, das wir haben, auf meiner Seite passiert", so Russell, der in Japan ab dem Qualifying mit einem falschen Set-up unterwegs war, das er auch mit ins Rennen nehmen musste.
Dazu kam das Problem im Qualifying in China, während die beiden vergangenen Wochenenden für Antonelli, abgesehen von eigenen Fehlern, deutlich reibungsloser verliefen. Zudem habe er die Probleme auch immer zum schlechtesten Zeitpunkt gehabt, so Russell.
"Manchmal haben die Leute im Training Probleme. Wir hatten in dieser ganzen Saison noch kein einziges Problem im Training. Ich hatte die Probleme im Qualifying", ärgert er sich. Seiner Meinung nach hätte er also das Potenzial gehabt, alle drei bisherigen Rennen zu gewinnen.
Auch Teamchef Toto Wolff erklärt bei Sky, dass Russell nun keinen Grund habe, an sich selbst zu zweifeln. "Nein. Ich glaube, er ist so erfahren, dass es noch keinen Druck macht", sagt er im Hinblick auf den Verlust der WM-Führung an Antonelli.
Wolff betont ebenfalls, dass die beiden jüngsten Rennen "nicht immer aus eigenem Verschulden" gegen Russell gelaufen seien. Er habe nun noch 19 weitere, um das wieder zu korrigieren. "Und da kann sich auch wieder alles umdrehen", weiß der Österreicher.
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