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WM-Kandidat Kimi Antonelli? "Viel zu früh, darüber zu reden"

Teamchef Toto Wolff, Renningenieur Peter Bonnington und Kimi Antonelli

Foto: LAT Images

Nachdem Kimi Antonelli beim vergangenen Formel-1-Rennen in China seinen ersten Sieg in der Königsklasse holte, ist Mercedes-Teamchef Toto Wolff vor dem dritten Grand Prix der Saison 2026 in Japan bemüht, die Erwartungen an den 19-Jährigen etwas zu kontrollieren.

"Wir wissen: Sobald man glaubt, diesen Sport durchschaut zu haben, wird man meist eines Besseren belehrt", sagt Wolff und erklärt: "Das gilt für Kimi ebenso wie für das Team. Sein Sieg in China war eine großartige Leistung, auf die wir stolz sind."

"Unser Fokus und der seine liegen jedoch auf dem, was vor uns liegt. Sein erster Sieg ist ein erster Schritt, und entscheidend ist, wie er darauf aufbaut. Wir werden ihn dabei unterstützen, mit den höheren Erwartungen umzugehen, die mit konstanten Leistungen an der Spitze einhergehen", erklärt der Österreicher.

In der Fahrer-Weltmeisterschaft liegt Antonelli nach den ersten beiden Saisonrennen auf dem zweiten Rang und lediglich vier Zähler hinter seinem Teamkollegen George Russell. Am Wochenende könnte er in Suzuka also zum ersten Mal die WM-Führung übernehmen.

Darauf angesprochen, ob Antonelli in diesem Jahr ein ernsthafter WM-Kandidat sein könnte, erklärt Wolff gegenüber oe24 jedoch: "Nein, das ist viel zu früh, darüber zu reden. Wir sind beim zweiten Rennen in diesem Jahr, das hat er gewonnen."

"Wir sind optimal aufgestellt: Wir haben einen 'Senior-Guy' und einen jungen Fahrer für die Zukunft - das ergibt eine Traumpaarung", betont Wolff. Heißt: Der Druck liegt in der WM aktuell eher bei Russell, während man Antonelli behutsam für die Zukunft aufbauen möchte.

Man dürfe "nicht vergessen, dass wir uns über ein Jahr lang Kritik anhören mussten: Dass er zu jung ist, dass er zu viele Fehler macht", erinnert Wolff und berichtet: "Das war viel Aufbauarbeit, die wir gemeinsam geleistet haben."

"Jetzt haben wir in China einen großen Moment erlebt, aber es wird auch wieder Rennen geben, in denen es weniger gut läuft. Das gehört dazu", erklärt er. Auch deshalb dürfe man nicht davon ausgehen, dass Antonelli in seinem erst zweiten Formel-1-Jahr bereits um den WM-Titel mitkämpfen werde.

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