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"Wochenende zum Vergessen": Sollte Ferrari 2020 schon abschreiben?

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"Wochenende zum Vergessen": Sollte Ferrari 2020 schon abschreiben?
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Die ersten Experten glauben 2020 nicht mehr an eine Wende bei Ferrari - David Coulthard rät, die Saison abzuhaken, Ross Brawn spricht von einem "langen Weg"

Ferrari erlebt 2020 den schlechtesten Saisonstart seit mehr als zehn Jahren. Nach den ersten beiden Rennen steht die Scuderia bei gerade einmal 19 WM-Zählern. Weniger waren es zu diesem Zeitpunkt zuletzt im Jahr 2009, als man sogar komplett ohne Punkte in die Saison gestartet war. Die ersten Experten raten Ferrari jetzt dazu, die Saison bereits abzuhaken.

So stellt Ex-Formel-1-Pilot und TV-Experte David Coulthard bei 'Channel 4' klar, dass Ferrari 2020 keine Chance mehr auf den WM-Titel habe. "Die Saison ist zu kurz und das Defizit im Nassen und im Trockenen zu groß", hält er fest. Er rät der Scuderia daher: "Sie können jetzt nur noch am Wiederaufbau für das kommende Jahr arbeiten."

Negativer Höhepunkt in Spielberg war der Unfall von Charles Leclerc und Sebastian Vettel am Sonntag. Formel-1-Sportchef Ross Brawn spricht in seiner Kolumne auf 'Formula1.com' von einem "Rennwochenende zum Vergessen für Ferrari" und erklärt: "Charles hat die Schuld für den Unfall auf sich genommen, aber das hilft nicht."

Warum der Unfall doppelt "schmerzhaft" war

"Als Teamchef will man so etwas nie sehen. Aber dieses Mal ist es noch schmerzhafter für Ferrari, weil sie hart gearbeitet hatten, ihr Updatepaket für die Aerodynamik nach Österreich zu bringen und eine Woche vorzuziehen", erinnert er. Durch das frühe Aus habe man keine Chance gehabt, das neue Paket, das eigentlich erst in Ungarn kommen sollte, zu analysieren.

"Gleichzeitig ist es ein Sport, und solche Dinge können passieren", weiß Brawn aus eigener Erfahrung. Trotzdem liege nun "viel Arbeit" vor Ferrari. Ein zusätzliches Problem besteht laut Brawn nach dem schlechten Start darin, dass Ferrari von den Medien traditionell besonders unter Beobachtung stehe - und zwar "besonders in Italien".

"Ich weiß auf eigener Erfahrung, dass der Druck der Medien in Italien unglaublich stark sein kann", so der langjährige Ferrari-Mann. Es sei nun die Aufgabe vom Management um Teamchef Mattia Binotto, diesen Druck nicht ans Team heranzulassen und fokussiert zu bleiben. Denn Brawn glaubt nicht, dass sich die Situation schnell verbessern wird.

Situation wird sich nicht "über Nacht" verbessern

"Sie werden das Ruder nicht über Nacht herumreißen können, es liegt ein sehr langer Weg vor ihnen", kündigt er an und ergänzt: "Sie müssen herausfinden, ob es ein fundamentales Problem mit dem Auto gibt. Und sie müssen es schnell herausfinden, denn sie sind ganz eindeutig weg von der Pace." Da hat der Crash am Sonntag natürlich nicht geholfen.

Ex-Renault-Teamchef Flavio Briatore spricht bei 'La Politica nel Pallone' deswegen von einem "Desaster" - und nimmt vor allem die Fahrer in die Pflicht. "In dieser Position hat es keinen Sinn ergeben, ein Risiko einzugehen", kritisiert er Leclerc und sagt: "[Die Fahrer] müssen die Arbeit des Teams respektieren." Deswegen hätte er in diesem Fall eine Geldstrafe ausgesprochen.

Noch ist nicht bekannt, wie die Scuderia den Vorfall tatsächlich intern aufgearbeitet hat. Die Medienrunde des Teams, die am Sonntagabend nach dem Rennen hätte stattfinden sollen, wurde abgesagt. Spätestens am Donnerstag in Budapest wird man sich dann aber den kritischen Fragen der Journalisten stellen müssen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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