Wolff: Keine konkreten Pläne für vierte Antriebseinheit bei Hamilton

Mercedes-Teamchef Toto Wolff verrät, dass es keine unmittelbaren Pläne gibt, Lewis Hamilton mit einer vierten Power-Unit auszustatten, und erklärt die Hintergründe

Wolff: Keine konkreten Pläne für vierte Antriebseinheit bei Hamilton

Während Max Verstappen wegen eines Motorenwechsels beim Formel-1-Grand-Prix in Sotschi von ganz hinten starten muss, will Mercedes möglichst viel Kapital aus der Situation schlagen und für Lewis Hamilton, der am Trainingsfreitag hinter Valtteri Bottas die zweitschnellste Zeit fuhr, das Maximum an Punkten holen.

"Ich denke, wir haben hier eine gute Gelegenheit", sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff gegenüber den Kollegen von 'Motorsport.com'. "Wenn alles nach Plan läuft, starten wir vorne und können hoffentlich ein starkes Punkteresultat einfahren."

Unmittelbare Pläne, Hamilton mit einer vierten Power-Unit auszustatten, gebe es daher nicht, verrät Wolff. Alle Teams stehen unter dem Druck, ihre Fahrer auf eine vierte Einheit umzustellen, da immer deutlicher wird, dass es schwierig sein dürfte, das Saisonende - noch acht Rennen stehen aus - ohne einen Wechsel zu erreichen.

Wolff: Schauen von Wochenende zu Wochenende

Eine höhere Laufleistung birgt das Risiko von Zuverlässigkeitsproblemen und auch die Leistung nimmt ab, je mehr eine Power-Unit verwendet wird. Doch Wolff betont: "Im Moment schauen wir nur auf die Entwicklung der Power-Unit in Bezug auf Anzeichen von Zuverlässigkeitsproblemen, die noch nicht vorhanden sind."

Man betrachte die Situation "von Wochenende zu Wochenende". Hamiltons Teamkollege Bottas verwendete in Monza eine neue Power-Unit. Trotz eines Sieges im Sprintqualifying startete er den Grand Prix vom hinteren Ende der Startaufstellung.

Im Gegensatz zu Verstappen und Bottas hat Hamilton bisher keinen Motorschaden durch einen Unfall erlitten, sodass er mehr Spielraum hat. Wolff weiß allerdings, dass es schwierig sein wird, das richtige Timing für einen Wechsel zu finden.

Mercedes plant kein Upgrade mit neuer Power-Unit

"Und es kann ja auch ein Wochenende geben, an dem man total von der Rolle ist oder in einen Unfall verwickelt wird, und man startet sowieso von ganz hinten." Deshalb wolle man nicht voreilig handeln. Zumal es laut Wolff keinen Leistungsgewinn für Hamilton geben wird, abgesehen von dem, der mit der Laufleistung zusammenhängt.

"Für uns ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt für Upgrades zu wählen. Und das haben wir zu Beginn des Jahres getan. Wir sind zufrieden damit, wie wir es gemacht haben, und es ist ein enger Kampf. Man kann sehen, dass jeder unter irgendeiner Art von Zuverlässigkeitsproblemen leidet oder Entwicklungen zu spät bringt."

Hondas neuestes Motorenpaket enthält einen neuen speziellen Energiespeicher, den Verstappen bereits in Spa ohne Strafe nutzte. Auch Ferrari verwendet in Sotschi eine verbesserte Power-Unit, die Charles Leclerc zur Verfügung gestellt wurde. Wie Verstappen wird der Monegasse aufgrund dessen am Ende des Feldes stehen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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