Yuki Tsunoda: Duell mit Lewis Hamilton? "Mir doch egal!"

F1-Rookie Yuki Tsunoda wollte Weltmeister Lewis Hamilton in Istanbul länger als acht Runden hinter sich halten, um Verstappen zu helfen - Dreher ruiniert Rennen

Yuki Tsunoda: Duell mit Lewis Hamilton? "Mir doch egal!"

Yuki Tsunoda ging am Sonntag von P9 in der Startaufstellung in den Grand Prix der Türkei in Istanbul. Eine Reihe dahinter, von P11, startete Lewis Hamilton aufgrund seiner Rückversetzung um zehn Plätze für den Wechsel des Verbrennungsmotors in seinem Mercedes-Boliden.

Es dauerte nicht lange, bis Hamilton direkt hinter Tsunoda fuhr. Vorbei kam der siebenmalige und amtierende Formel-1-Weltmeister am diesjährigen Formel-1-Rookie aber zunächst nicht. Acht Runden lang hielt Tsunoda Hamilton hinter sich, bevor dieser - auf der Außenbahn von Kurve 3 - dann doch einen Weg vorbei fand.

15 Runden später passierte Tsunoda bei den schwierigen Bedingungen ein Dreher, und zwar in Kurve 9 am Ende der Bergabpassage, die sich an die berüchtigte Kurve 8 anschließt.

 

"Ich habe anfangs im Duell mit Hamilton einfach die Reifen zu stark beansprucht", bekennt Tsunoda nach dem Rennen, das er letztlich auf P14 und damit außerhalb der Punkteränge abgeschlossen hat. "Es war wirklich schwer, die Pace zu halten. Und dann der Dreher. Den Spiegel konnte man im Grunde vergessen. Ich konnte überhaupt nichts sehen, weil der voller Schmutz war."

Mit seiner Aussage zum Spiegel äußert sich Tsunoda ganz ähnlich wie Nikita Masepin, der ebenfalls in ein Duell mit Hamilton verstrickt war, allerdings bei der Überrundung durch den Mercedes-Piloten.

Tsunoda sagt noch: "Ich konnte einfach nichts sehen. Ich dachte, ich hätte ein Auto hinter mir und habe gepusht. Dabei habe ich mich gedreht. Und dieser Dreher hat mein Rennen ruiniert. Wir wären heute möglicherweise in der Lage gewesen, Punkte zu holen. So aber ist es schade."

Tsunoda wollte Hamilton deutlich länger hinter sich halten

"Es ist das letzte Jahr für Honda und ich will, dass Max [Verstappen] den Titel holt, für Honda im letztem Jahr und auch für Red Bull", erklärt der 21-jährige AlphaTauri-Pilot und weiter: "Ich habe versucht, Lewis so lange es ging hinter mir zu halten."

Nachgefragt, ob er das frühe Duell mit Hamilton um die achte Position denn genossen habe, zuckt Tsunoda mit den Schultern und sagt: "Das ist mir doch egal!". Auf erneute Nachfrage, ob er etwas zum Duell mit dem siebenmaligen Weltmeister sagen könne, meint der Rookie nur ganz trocken: "Ich wollte ihn eigentlich 20 Runden lang hinter mir halten. Acht Runden sind nicht genug."

 

Sein Rennen verloren hat Tsunoda aber nicht in dem Moment, als er von Hamilton überholt wurde, sondern in dem Moment, als er sich gedreht hat. Mit Blick darauf, dass an diesem Wochenende eigentlich sein Heimrennen, der Grand Prix von Japan in Suzuka, im Formel-1-Kalender gestanden hätte, meint Tsunoda abschließend noch: "Ein positiver Aspekt ist vielleicht, dass ich mich nicht vor den japanischen Fans gedreht habe. In Zukunft will auf jeden Fall versuchen, so etwas zu vermeiden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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