Zak Brown: Alonso-Debakel beim Indy 500 war "schlimmste Erfahrung"
Die verpasste Indy-500-Qualifikation mit Fernando Alonso war für Zak Brown ein Wendepunkt: Über Fehler, Verantwortung und Konsequenzen
Zak Brown reflektiert über Indy-500 Debakel
Foto: LAT Images
McLaren-CEO Zak Brown hat eingeräumt, dass das Verpassen der Qualifikation für die Indianapolis 500 mit dem zweimaligen Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso im Jahr 2019 zu den schwierigsten Momenten seiner Karriere zählt.
Der Versuch des Traditionsteams aus Woking, gemeinsam mit Alonso beim berühmten Rennen auf dem Indianapolis Motor Speedway anzutreten, endete überraschend mit dem Scheitern an der Qualifikation. Im Rahmen der Veranstaltung Autosport Business Exchange Miami spricht Brown offen über diese Erfahrung und die Lehren daraus, die letztlich auch den späteren Wiedereinstieg von McLaren in die IndyCar-Serie geprägt haben.
"Schlimmste Erfahrung" im Rampenlicht
"Gerade in den Anfangstagen gab es große Hindernisse", gibt Brown rückblickend zu. "Als ich mein Unternehmen gegründet habe, gab es viele Momente, in denen, wenn der Scheck am Donnerstag nicht kam, am Freitag keine Gehälter gezahlt werden konnten. Man muss eine "Niemals aufgeben, Scheitern ist keine Option"-Einstellung haben."
Brown betont, dass Fehler ein wichtiger Bestandteil seiner Laufbahn gewesen seien: "Ich habe auf dem Weg viele Fehler gemacht, und das ist für mich in Ordnung. Ich sage dem Team immer, Fehler sind okay, macht sie nur nicht zweimal. Denn aus Fehlern lernt man."
Besonders öffentlichkeitswirksam sei jedoch das Scheitern in Indianapolis gewesen: "Wahrscheinlich mein größter, öffentlichster Fehler, denn davon gab es viele, war die verpasste Qualifikation für die Indianapolis 500 mit Fernando Alonso, was zu diesem Zeitpunkt die schlimmste Erfahrung meines Lebens war."
Verantwortung übernommen und Lehren gezogen
Anstatt sich von der Niederlage zu distanzieren, übernahm Brown die Verantwortung für die organisatorischen Defizite im Team. "Aber ich bin sehr stolz darauf, was seltsam klingt, doch das liegt daran, wie wir damit umgegangen sind und daraus gelernt haben", sagt er weiter. "
Ich habe die Verantwortung übernommen. Am Ende des Tages war es meine Schuld, weil ich nicht die richtigen Bausteine und nicht die richtigen Leute an den richtigen Stellen hatte. Ich habe nicht auf meinen Instinkt vertraut und all die Dinge, die ich sonst predige, selbst nicht umgesetzt."
Rückblickend sieht Brown das Ereignis sogar als wichtigen Wendepunkt: "Ich bin froh, dass es passiert ist, denn diesen Fehler werde ich nicht noch einmal machen. Seitdem sind wir zweimal Zweiter bei den Indianapolis 500 geworden und sind im Kampf um die Führung ausgeschieden."
"Im Rennsport steigt man wieder ein"
Auch auf die Reaktionen nach dem Scheitern geht Brown ein: "Ich erinnere mich, dass einige nach der verpassten Qualifikation sagten: "Also seid ihr jetzt fertig?" Und ich habe gesagt: "Nein, nein, nein. Im Rennsport repariert man nach einem Unfall das Auto, analysiert die Ursache und steigt wieder ein." Genau das macht man im Rennsport. Das war definitiv ein großer, öffentlicher Moment."
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