Zak Brown: Formel 1 ist "24 Super Bowls" für Fans
McLaren-CEO Zak Brown vergleicht moderne Formel-1-Wochenenden mit dem größten Sportevent der USA und erklärt, warum das kein Zufall ist
Mehr als nur ein Autorennen: F1-Grand Prix als Mega-Event
Foto: LAT Images
Zak Brown, CEO von McLaren Racing, sieht die moderne Formel 1 nicht mehr als reinen Motorsport-Zirkus. Beim Autosport Business Exchange in Miami sagte er: "Ich sehe die Formel 1 als 24 Davos aus geschäftlicher Sicht, und als 24 Super Bowls aus Fan-Sicht. Diese Events sind alle einfach riesig geworden."
Brown unterscheidet dabei klar zwischen zwei Partner-Typen im McLaren-Ökosystem. Auf der einen Seite stehen B2B-Partner, die das Team technologisch oder operativ stärken, sei es durch Technologie am Rennwagen oder durch Effizienzgewinne in der Fabrik. Auf der anderen Seite stehen Konsumentenmarken, die dabei helfen, die Fan-Basis zu aktivieren und zu erweitern.
Das Renndorf rund um den Miami Grand Prix ist für Brown längst mehr als Rennstrecke und Paddock. "Es laufen unglaublich viele Führungskräfte durch die Miami Grands Prix dieser Welt. Da wird eine Menge Business direkt dort ermöglicht, wo der Rennsport stattfindet, einfach weil alle zusammenkommen", so der Amerikaner.
Kostenloses Event für Fans
Als konkretes Beispiel für die neue Fan-Philosophie nennt Brown das Format "McLaren Racing Live: Miami". Das fünftägige Event am Regatta Harbour, das auf dem Erfolg früherer Formate in London und Austin aufbaut, bringt die Energie des Paddocks direkt zu den Fans in die Stadt. Der Eintritt ist kostenlos.
Besucher können historische McLaren-Rennwagen hautnah erleben, auf Rennsimlatoren antreten, VR-Boxenstopp-Challenges absolvieren und sich mit Meisterschaftspokalen fotografieren lassen. Auf Großbildleinwänden werden alle Sessions des Grand Prix live übertragen. Als Highlight fungiert ein Showrun mit Legenden wie Mika Häkkinen und Emerson Fittipaldi sowie den aktuellen Fahrern Lando Norris und Oscar Piastri.

Zak Brown in seinem Element
Foto: circuitpics.de
Ohne Partner wie Mastercard wäre ein solches Event in diesem Umfang nicht realisierbar, betont Brown. Sponsoring bedeutet für ihn heute ausdrücklich nicht mehr nur ein Logo auf der Fahrzeugflanke, sondern aktive Markenbeteiligung am Storytelling und an der Fan-Erfahrung. Beim Londoner Pendant der Veranstaltungsreihe kamen 40.000 Fans, um mit dem Team zu feiern.
Partner sind der Schlüssel
McLaren hat unter Browns Führung ein beeindruckendes Partner-Portfolio aufgebaut. Zu den Unterstützern zählen unter anderem Mastercard, Google, Allwyn, Cisco, Puma, Android, Hilton und T-Mobile. Brown betont, dass die wachsende Zahl an Partnern keinen Verwässerungseffekt hat. Im Gegenteil: "Die Menge an Partnern wirkt nur additiv auf das Business, das sie untereinander generieren."
Der kommerzielle Wandel der Formel 1 spiegelt sich direkt in McLarens Ergebnissen wider. Das Team hat in den vergangenen Jahren sowohl sportlich als auch wirtschaftlich eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen. Brown sieht in der Verzahnung von Rennsport, Partner-Aktivierung und Fan-Erlebnis den Kern dieser Entwicklung.
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