Zak Brown: Motorendebatte "typische Politik" der Formel 1
Für McLaren-Geschäftsführer Zak Brown sind die Diskussionen um die neuen Formel-1-Motoren nur Politik - Keine Sorge darüber, dass Mercedes-Team im Grid fehlen
Zak Brown macht sich bezüglich der Motorendebatte keine Sorgen
Foto: circuitpics.de circuitpics.de
McLaren-Geschäftsführer Zak Brown hält die anhaltende Saga um Mercedes und das Verdichtungsverhältnis ihrer Antriebseinheit für "typische Politik der Formel 1". Denn um dieses Thema drehten sich in den vergangenen Wochen zahlreiche Berichte.
Audi, Honda und Ferrari sind der Meinung, dass Mercedes einen cleveren Weg gefunden hat, das 16:1-Verhältnis unter kalten und statischen Bedingungen einzuhalten (so wie es von der FIA gemessen wird), während es sich unter heißen Betriebsbedingungen ausdehnt und so einen signifikanten Vorteil generiert.
Mercedes beharrt darauf, dass ihre Power-Units vollkommen legal sind.
Zak Brown, dessen Team neben dem Werksteam, Williams und Alpine einer von vier Mercedes-Nutzern ist, tut die Beschwerden über den Mercedes-Motor jedoch als politisches Geplänkel ab: "Das ist typische Formel-1-Politik. Der Motor wurde so konstruiert, dass er absolut regelkonform ist", sagt er bei der Vorstellung des 2026er McLaren-Boliden, dem MCL40.
"Genau darum geht es in diesem Sport. Das ist nicht anders als bei Dingen wie dem Doppeldiffusor in der Vergangenheit, wo man sich innerhalb des Reglements bewegt hat."
"Ich glaube nicht, dass es einen so signifikanten Vorteil gibt, wie es von der Konkurrenz dargestellt wird. Aber natürlich ist es deren Job, aus jedem vermeintlichen Vorteil eine Story zu machen", betont er. "Die Realität ist jedoch: Der Motor ist völlig regelkonform und hat alle Tests bestanden. Ich finde, [Mercedes] HPP hat einen guten Job gemacht."
Die Angelegenheit wurde bereits ausführlich von der FIA und dem Power Unit Advisory Committee der F1 diskutiert. Zu den im Raum stehenden Ideen gehören Tests nach dem Aufwärmen des Motors oder der Einsatz zusätzlicher Sensoren durch die FIA, um das Phänomen während des Betriebs zu messen.
Jegliche Änderungen an den Testverfahren der FIA oder andere Anpassungen an der Power-Unit müssten die üblichen Abstimmungsprozesse durchlaufen und eine Super-Mehrheit erreichen. Das bedeutet die Zustimmung von vier der fünf Hersteller sowie der FIA und des Rechteinhabers FOM.
Auch Red Bull Ford Powertrains, von denen man anfangs glaubte, sie würden von derselben Regelauslegung profitieren, müssten einer solchen Änderung zustimmen.
Die FIA ist bestrebt, einen Schlussstrich unter die Kontroverse zu ziehen, damit diese nicht in die Saison 2026 hineinragt. Doch kurzfristige Änderungen, wie sie die Mercedes-Rivalen vor dem Saisonauftakt im März in Melbourne fordern, erscheinen unwahrscheinlich. Sie könnten den Hersteller zu Anpassungen zwingen, die vor dem ersten Rennen technisch kaum machbar wären.
Brown lässt sich von der Panikmache, dass die Mercedes-Teams in Australien eventuell nicht starten könnten, nicht anstecken.
"Ich kann mir nicht vorstellen, dass keine Mercedes-Teams in Australien am Start stehen werden", sagt er. "Wir sind nicht in diese Gespräche eingeweiht, daher weiß ich aus Sicht der Antriebseinheit gar nicht, was nötig wäre, um das Reglement zu ändern. Aber wir werden alle Mercedes-Teams im Grid von Australien sehen, da bin ich mir sicher."
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