Zandvoort 2022: DRS-Zone durch die Steilkurve geplant

Im kommenden Jahr soll die DRS-Zone in Zandvoort auch durch die letzte Steilkurve führen - Konservative Herangehensweise beim Comeback in dieser Saison

Zandvoort 2022: DRS-Zone durch die Steilkurve geplant

Formel-1-Sportchef Ross Brawn hofft, beim nächsten Formel-1-Wochenende in Zandvoort in der kommenden Saison das DRS für die Fahrer bereits zu Beginn der letzten Steilkurve freigeben zu können. Damit soll die Zahl der Überholmanöver erhöht werden.

Ursprünglich sahen die Pläne schon für dieses Jahr eine DRS-Zone durch die Steilkurve bis zum Ende der Start- und Zielgerade vor. Nach Simulationen entschloss sich der Automobil-Weltverband FIA als Aufseher für Sicherheitsfragen jedoch für einen konservativeren Ansatz und erlaubte die Nutzung des Klappflügels erst nach der Kurve.

"Hoffentlich können wir nach Betrachtung der Daten zu unserer ursprünglichen Idee zurückkehren, DRS schon zu Beginn der Steilkurve zu erlauben. Das würde helfen", sagt Brawn der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'.

Brawn: Fühlen uns mit Daten jetzt wohler

Der frühere Technische Direktor von Ferrari und Teamchef von Mercedes erklärt, die Formel 1 habe "nicht geglaubt, dass es ein Problem gewesen wäre. Aber wir wollten konservativ sein. Mit den Daten, die wir nun gewonnen haben, fühlen wir uns wohler. Daher wird es eine Option sein", sagt er.

Wie erwartet blieben Überholmanöver im Rennen in Zandvoort Mangelware, einige Manöver gab es aber trotzdem zu bestaunen. Insgesamt zählten die Statistiker 23 Positionswechsel auf der Strecke, mehr als etwa in Silverstone (22) oder Aserbaidschan (21). "Es gab Überholmanöver, es war möglich. Es war schwierig, aber es ging", stellt Brawn fest.

Rennleiter Michael Masi erklärt, warum die FIA den Plänen für die verlängerte DRS-Zone für dieses Jahr eine Absage erteilte. "Wie immer führen wir beim DRS Simulationen durch und arbeiten mit Toleranzen", sagt Masi.

Masi: Steilkurve war völlig unbekannt

"Die Steilkurve hier war völlig unbekannt. Daher wollten wir zuerst ein Event absolvieren, Daten aus den Trainings, dem Qualifying und dem Rennen sammeln, um wie bei den anderen Events in einer besseren Position zu sein. Dann schauen wir, ob wir Veränderungen für nächstes Jahr brauchen und wie wir diese Veränderungen durchführen können", so Masi.

Das Risiko, dass es beim Durchfahren der Steilkurve mit geöffnetem Heckflügel zu Unfällen kommt, war der FIA schlicht zu groß. "Man kann alles so oft simulieren wie man will, man benötigt aber ein Verständnis im realen Leben davon, was los ist. Und das haben wir jetzt", stellt Masi klar.

Dass im kommenden Jahr völlig neue Autos mit ganz anderer Aerodynamik in der Formel 1 eingeführt werden, sei für die Bewertung kein Problem, betont der Australier. "Es wird uns trotzdem einen guten Hinweis liefern. Ja, es ist ein komplett anderes Auto mit einem ganz anderen Aerodynamik-Paket. Aber darauf basierend, was wir bekommen haben, gibt es uns einen guten Indikator für das Fenster, in dem wir operieren können", meint Masi.

Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff würde eine Verlängerung der DRS-Zone begrüßen, um die Veranstaltung endgültig perfekt zu machen. "Das Rennen ist fast eine Zehn von zehn Punkten", sagt er zu 'Motorsport.com'. "Wenn wir das DRS schon zu Beginn der Steilkurve öffnen können, wird es nicht nur spektakulärer, sondern schafft eine weitere Überholmöglichkeit", so der Österreicher.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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