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Fernando Alonso erreicht beim Großen Preis von Japan erstmals in diesem Jahr das Ziel: Warum Aston Martin mit dem Ergebnis trotzdem nicht ganz zufrieden sein kann

Ziel erreicht: Erste Grand-Prix-Distanz für Aston Martin durch Fernando Alonso

Fernando Alonso hat beim Großen Preis von Japan die Zielflagge gesehen

Foto: Sutton Images

Für Fernando Alonso gab es in Suzuka gleich doppelten Grund zur Freude: Kurz nach der Geburt seines ersten Kindes gelang dem 44-jährigen Spanier beim Großen Preis von Japan (Rennbericht) die erste Zielankunft mit dem bislang noch immer problemgeplagten Aston Martin AMR26.

"Wir sind nach Australien gefahren und waren uns hundertprozentig sicher, dass wir das Rennen nicht beenden würden", erinnert Alonso. "Die Woche darauf in China waren wir zu 95 Prozent überzeugt, dass wir es nicht schaffen würden. Und jetzt, im dritten Rennen, haben wir es tatsächlich geschafft."

"Dass wir das Rennen in Suzuka beendet haben, zeigt deutliche Fortschritte für das Team, und das ist ein starkes positives Signal, das wir aus dem Wochenende mitnehmen sollten. Wir werden jetzt die Daten aus Silverstone und Sakura analysieren und die Entwicklung weiter vorantreiben, um mit einem besseren Verständnis in Miami anzutreten."

Denn bei aller Freude über die Zielankunft bleibt auch ein Wermutstropfen: Selbst Neueinsteiger Cadillac ist mittlerweile schneller als Aston Martin. "Es ist nicht die Pace, die wir uns wünschen", stellt Alonso nach seinem 18. Platz in Suzuka klar.

Fernando Alonso: "Honda arbeitet wirklich hart"

"Aber es gibt Fortschritte, und das Team arbeitet kontinuierlich daran, sich weiter zu verbessern", ergänzt der Spanier, für den die erste Zielankunft des Jahres in Japan "hoffentlich der erste Schritt für alle ist, beides zu fördern, die ständige Verbesserung."

Honda arbeitet derzeit "wirklich hart", ergänzt Alonso. "Seit Australien sind wir ständig im Gespräch. Ich weiß, dass dies ein besonderes Rennen für Honda war. Wir wollten unser Bestes geben. Leider war das Beste nur, dass wir das Rennen beendet haben."

"Aber ich denke, es zeigt schon mal, dass wir uns engagieren, sie zu unterstützen und ihnen nahe zu sein", sagt der Spanier, der um die aktuelle Situation für Aston Martin und Motorenpartner Honda weiß: "Es ist für alle eine schwierige Zeit. Aber wir sind ein Team und werden gemeinsam besser."

Eine gewagte Strategie im Rennen ging unterdessen nicht auf: Das Team wechselte zu Beginn der Safety-Car-Phase auf die harten Reifen, tauschte allerdings bereits zwei Runden später wieder auf die Medium-Reifen. "Ja, ein bisschen Übung für die Jungs bei den Boxenstopps", schmunzelt Alonso.

Probleme mit dem Wasserdruck bei Stroll

Teamkollege Lance Stroll konnte unterdessen auch das dritte Rennen des Jahres wegen technischer Probleme nicht beenden. "Wir müssen das noch untersuchen, aber es sieht nach einem Problem mit dem Wasserdruck im Verbrenner aus", erklärt der Kanadier.

Formel-1-Fahrer Lance Stroll verzieht das Gesicht

Lance Stroll musste seinen AMR26 wieder vorzeitig abstellen

Foto: Getty Images Europe

"Bis dahin hatte ich ein tolles Rennen und musste mich gegen Fernando verteidigen", berichtet Stroll. "Aber es ist klar, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben und deutlich schneller werden müssen. Wir kennen unsere Probleme und müssen sie so schnell wie möglich angehen."

Das bestätigt auch Mike Krack: "Wir haben gezeigt, dass sich die Zuverlässigkeit verbessert, aber das Problem mit dem Wasserdruck am Verbrennungsmotor von Lances Auto zeigt, dass noch viel Arbeit vor uns liegt", gibt der gebürtige Luxemburger zu.

Ein erster Schritt, aber es gibt noch Potenzial

"Es ist auch klar, dass die Leistung unseres Gesamtpakets noch weit von dem entfernt ist, was sie sein sollte, und wir müssen hart an Verbesserungen arbeiten." Nichtsdestotrotz sei das Ergebnis von Alonso ein "wichtiger Moment" für das Team, so Krack.

"Das Ziel heute war, die Renndistanz zu absolvieren, was uns mit Fernando auf Platz 18 gelungen ist", erinnert der Trackside Engineering Officer. "Das ist ein wichtiger Moment für das Team und unseren technischen Partner Honda bei deren Heimrennen."

Honda habe gemeinsam mit Aston Martin "einen ersten guten Schritt in Sachen Zuverlässigkeit" gemacht, findet auch Honda-Chefingenieur Shintaro Orihara. "In den letzten Wochen haben wir intensiv mit dem Team an Verbesserungen in diesem Bereich gearbeitet."

"Darüber hinaus haben wir die Motorleistung gesteigert und unsere Strategie beim Energiemanagement optimiert", verrät der Japaner. "Wir haben durch das Beenden des Rennens mit Fernando viele Daten gesammelt, die uns weitere Erkenntnisse für unsere zukünftige Entwicklung liefern."

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