"Ziemlich erschreckend": Überschlag von Pierre Gasly in Miami
Beim Grand Prix von Miami hat sich Alpine-Pilot Pierre Gasly durch eine Kollision mit Liam Lawson spektakulär überschlagen
Pierre Gasly hat in Miami für eine der spektakulärsten Szenen gesorgt
Foto: LAT Images
Beim Großen Preis von Miami hat sich Pierre Gasly im Duell mit Liam Lawson überschlagen: "Derzeit bin ich einfach nur enttäuscht", so der Franzose am Sky-Mikrofon. "Selbstverständlich war das ziemlich erschreckend. Du weißt in der Luft ja nicht wirklich, was da gerade passiert. Daher war es für mich etwas gruselig."
"Zum Glück geht es mir gut", betont Gasly. "Es ist die Enttäuschung, die mehr als alles andere schmerzt."
In Kurve 17 hatte der Alpine-Pilot versucht, sich auf der Außenbahn an Lawson vorbeizuschieben. Zwar gelang es dem einmaligen Grand-Prix-Sieger, sich kurzzeitig vor dem Racing-Bulls-Fahrer zu positionieren, doch fuhr dieser ihm am Kurveneingang in die Seite, wodurch sich der Alpine von Gasly überschlug. Nach vier Runden war das Rennen für den Franzosen bereits vorbei.
Schuld bei Lawson?
"Ich habe später gebremst, war etwas vor ihm und habe ihm auf der Innenbahn genug Platz gelassen, damit wir beide die Kurve bekommen", erklärt Gasly. Viel Zeit, die Situation intensiv zu analysieren, hatte der 30-Jährige zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht:
"Ich hab die TV-Bilder bislang nicht gesehen, daher weiß ich nicht, ob er sich verbremst oder verschätzt hat. Jedenfalls hat er mich berührt und in der nächsten Sekunde war ich kopfüber."
Lawson hatte nach dem Rennen folgende Gedanken zur Kollision: "Ich bin in die letzte Kurve eingebogen und als ich gebremst habe, verlor ich das Getriebe und landete im Leerlauf. Ich hatte keine Gänge mehr und konnte nicht mehr anhalten. Sowas hatte ich bislang noch nicht."
Fernab der technischen Hintergründe des Zusammenpralls betont Gasly: "Das war im Auto echt unangenehm und ich glaube, das hätte man verhindern können. Es ist einfach ärgerlich."
Beide hatten laut eigener Angabe einen wirklich guten Start erwischt. Gasly musste dem sich drehenden Verstappen ausweichen, wodurch der Alpine-Pilot zahlreiche Plätze verlor:
"Unglückliches Timing", wie Gasly resümiert. "Aber ich hab mir keine großen Sorgen gemacht. Gestern war die Pace ja da, also wusste ich, wir sollten wieder in die Top 10 vordringen können. Dann kam dieser beängstigende Vorfall."
Insgesamt gibt Lawson zu: "Wir hatten dieses Wochenende nicht die Pace, dafür aber einen guten Start. Die erste Runde war wirklich gut, wir haben viele Plätze aufgeholt und waren in den Top 10."
"Ich hatte am Anfang des Rennens mit der Balance zu kämpfen, deswegen habe ich mich so verteidigt. Es ist wirklich frustrierend und enttäuschend, dass uns ein technischer Defekt aus dem Rennen genommen hat. Pech halt."
Überschläge dieser Art sieht man in der modernen Formel 1 ziemlich selten. Zuletzt hatte Yuki Tsunoda in Imola 2025 für solche Bilder gesorgt, als sein Red Bull kopfüber im Reifenstapel stand. Auch Alexander Wurz, Esteban Gutierrez oder Felipe Massa sind bereits in solch prekären Situationen gelandet.
Schon das gesamte Wochenende war für Gasly alles andere als zufriedenstellend. Schließlich stand der Alpine-Pilot im Qualifying hinter Teamkollege Franco Colapinto. Dieser konnte vergangene Woche bei einem spektakulären Auftritt in Argentinien neue Kräfte tanken.
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