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"Ziemlich viel Porzellan zerschlagen": So steht Wolff zu einer Horner-Rückkehr

Nach dem bitteren Aus bei Red Bull plant Christian Horner seine Rückkehr - Toto Wolff findet deutliche Worte für das zerstörte Porzellan in der Formel 1

"Ziemlich viel Porzellan zerschlagen": So steht Wolff zu einer Horner-Rückkehr

Toto Wolff und Christian Horner: Beste Freunde werden sie wohl nicht mehr

Foto: Getty Images

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat eine geteilte Meinung zu einer potenziellen Rückkehr seines ehemaligen Red-Bull-Erzfeindes Christian Horner in die Formel 1.

Wolff sagt, er sei "hin- und hergerissen", was die Aussicht angeht, erneut gegen seinen alten Widersacher anzutreten. Seit seiner Entlassung bei Red Bull im vergangenen Juli arbeitet Horner hinter den Kulissen mit Investorengruppen an der richtigen Gelegenheit für ein Comeback. Sein Ziel: Eine Minderheitsbeteiligung, um in seinem neuen Team fest im Sattel zu sitzen.

Eine Rückkehr Horners - dem Hauptarchitekten hinter den beiden Dominanz-Ären von Red Bull - würde höchstwahrscheinlich die bittere Rivalität mit seinem Mercedes-Pendant Wolff neu entfachen. Die beiden kreuzten in den vergangenen zehn Jahren regelmäßig die Klingen, während ihre Teams um die Weltmeisterschaft kämpften.

Wolff: "Das Böse ist weg"

Auf die Frage der Press Association, wie er zu einer Rückkehr Horners stünde, antwortet Wolff: "Ich bin da hin- und hergerissen. Dem Sport fehlen Persönlichkeiten. Und seine Persönlichkeit war eindeutig sehr kontrovers, was gut für den Sport ist. Ich habe zu [Ferrari-Teamchef] Frederic Vasseur gesagt, dass es 'The Good, the Bad and the Ugly' braucht. Und jetzt sind nur noch 'the Good' und 'the Ugly' übrig. 'The Bad' ist weg."

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Doch Wolff spart nicht mit Kritik an Horners Art: "Er hat ziemlich viel Porzellan zerschlagen, und diese Dinge haben Auswirkungen in unserem Mikrokosmos. Wenn man Dinge sagt, aber das ist es, was er sein ganzes Leben lang getan hat, und das ist es, was er am besten kann."

Alpine-Einstieg? Kein Trick gegen Horner

Horners Name wurde zuletzt mit einem 24-prozentigen Minderheitsanteil an Alpine in Verbindung gebracht, den der derzeitige Eigentümer Otro Capital verkaufen möchte. Kürzlich wurde bekannt, dass auch Mercedes zu den Interessenten an diesen Anteilen gehört. Wolff weist jedoch zurück, dass dies ein taktisches Manöver sei, um Horners Rückkehr zu blockieren.

"Dass wir uns diesen Anteil ansehen, steht in keinem Zusammenhang mit Christian", stellt Wolff klar. "Die Vorstellung, dass es eine Rivalität zwischen Christian und mir darüber gibt, wer einen Alpine-Anteil kauft, ist frei erfunden. Es wäre ziemlich traurig, wenn das eine Überlegung für oder gegen ein solches Investment wäre. Wir betrachten das aus verschiedenen Blickwinkeln und sind noch zu keinem Schluss gekommen. Wir wollen wissen, ob es Sinn ergibt."

"Sogar dein schlimmster Feind hat einen besten Freund"

Wolff betont, dass er Horners Leistungen mit Red Bull nach wie vor respektiere. Er finde es jedoch schwierig, sich ein Szenario vorzustellen, in dem die beiden nach allem, was passiert ist - insbesondere nach dem erbitterten Titelkampf 2021 -, zu unwahrscheinlichen Verbündeten werden könnten.

"Würde ich in Erwägung ziehen, dass er jemals ein Verbündeter sein könnte oder jemand, der die gleichen Ziele verfolgt? Ich glaube nicht", so der Österreicher. "Aber selbst wenn ich den größten Frust und Zorn auf ihn hatte, muss man sich vor Augen führen, dass selbst dein schlimmster Feind einen besten Freund hat - es muss also etwas Gutes geben."

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Abschließend zeigt sich Wolff versöhnlich, wenn auch distanziert: "Gäbe es diese wettbewerbsorientierte Rivalität über so viele Jahre nicht, und wäre mehr Wasser den Bach runtergegangen, bin ich mir sicher, dass ich mit ihm beim Abendessen hätte sitzen und lachen können. In jenen Jahren war es einfach zu intensiv, zu heftig, und es passierten Dinge, bei denen ich bis heute nicht nachvollziehen kann, warum er sie getan hat."

"Ich wünsche ihm gewiss nichts Schlechtes. Und wir müssen uns gegenseitig Anerkennung zollen. Es gibt nicht viele Teamchefs, die das geschafft haben, was er geschafft hat. Ich sehe eine Situation, in der ich mit allem im Reinen bin - was auch immer passiert, wie auch immer die Ergebnisse aussehen mögen und ob er in die Formel 1 zurückkehrt oder nicht."

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