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"Zu Entschluss gekommen": Das steckt hinter Toto Wolffs Zeitungsinterview

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"Zu Entschluss gekommen": Das steckt hinter Toto Wolffs Zeitungsinterview
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In einem Zeitungsinterview hat Toto Wolff angedeutet, dass er 2021 Mercedes-Teamchef bleiben wird, doch das ist noch keineswegs in Stein gemeißelt

Toto Wolff hat noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob er seine Karriere in der Formel 1 in der gleichen Rolle wie bisher, nämlich als Teamchef von Mercedes, fortsetzen wird. Dabei waren zuletzt nach einem Zeitungsinterview des 48-Jährigen Spekulationen aufgekommen, dass die Entscheidung womöglich bereits gefallen sein könnte.

Am Monza-Wochenende erschien in der 'La Gazzetta dello Sport' ein Interview, in dem Wolff mit den folgenden Worten zitiert wird: "Ich habe ein Jahr darüber nachgedacht. Aber ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass der Platz, wo ich am glücklichsten bin, im Herzen des Teams ist, in der Box." Daher sei die Antwort auf die Frage, ob man ihn 2021 wiedersehen werde, "im Moment ja".

Weil das Interview mutmaßlich in englischer Sprache geführt, dann ins Italienische und von uns ins Deutsche übersetzt wurde, haben wir sicherheitshalber bei Wolff selbst nachgefragt, wie er das mit dem "Entschluss" - eine recht verbindlich klingende Formulierung - genau gemeint hat, und ob die Entscheidung wirklich schon gefallen ist.

Eine Frage, der er zunächst mit einem Scherz begegnet: "Ich befinde mich noch im Jahr des Nachdenkens. Ich habe ja nicht gesagt, wann dieses Jahr begonnen hat! Wenn wir vom 1. Januar ausgehen, habe ich noch bis 31. Dezember Zeit, um in mich zu gehen", lacht Wolff.

Er ergänzt: "Ich liebe dieses Team und komme mit Ola Källenius (Daimler-CEO; Anm. d. Red.) fantastisch aus. Ich glaube, hier gehöre ich her. Es ist nur so, dass acht Jahre als Teamchef ihren Tribut fordern. Darüber denke ich nach, weil es wichtig ist, die richtige Entscheidung für mich und meine Familie zu treffen."

Die Argumentation, dass er nach so vielen Jahren ausgelaugt ist und sich ins Privatleben zurückziehen könnte, will Wolff aber nicht als vorbeugende Ausrede verstanden wissen, sollte er den Teamchef-Job doch an den Nagel hängen. Er stellt klar: Man könne sich "sicher" sein, "dass ich auf die eine oder andere Art und Weise in diesem Team involviert sein werde".

Das könnte theoretisch auch einen Teilrückzug bedeuten. Den Fall hat Mercedes beim Grand Prix von Brasilien, als Wolff zu Hause blieb und der Technische Direktor James Allison ihn vor Ort als Teamchef vertrat, schon einmal geprobt. Und bei einigen der Videokonferenzen zu Beginn der Coronakrise wurde Mercedes ebenfalls von Allison statt Wolff vertreten.

Weil Brasilien mit sechs Punkten nach Deutschland das zweitschlechteste Rennwochenende des Teams 2019 war, erinnert sich Allison nicht gerne zurück: "Wir haben da ein paar sehr dumme Entscheidungen getroffen, für die ich mich, in Totos Schuhen, sehr verantwortlich gefühlt habe." Das sei "kein sehr schönes Gefühl" gewesen.

Andererseits gibt Allison zu, dass er "sehr stolz" darauf war, von Wolff gefragt worden zu sein, ob er temporär als Teamchef einspringen könnte. Und: "Sollte er mir das in Zukunft noch einmal zutrauen, dann hoffe ich, dass ich meinen Job besser erledigen werde als beim ersten Mal!"

Gegenüber 'Sky' legte Wolff in Mugello Formel 1 2020 live im Ticker! übrigens noch einen drauf: "Ich möchte bei Mercedes bleiben", bekennt er sich klar. "Ich liebe die Jungs hier und in Brixworth, es ist eine eingeschworene Truppe." Andererseits: "Ich möchte nie von sehr gut auf gut zurückfallen. Und das ist etwas, worüber ich derzeit nachdenke."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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