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"Zu klein" und "falsches Farbschema": Fahrer kritisieren 2021er-Auto

Bereits nach wenigen Augenblicken fangen die Fahrer an, am neuen Formel-1-Auto für 2021 herumzumäkeln - allerdings mit einem kräftigen Augenzwinkern

Die heute vorgestellten Formel-1-Regeln für 2021 sind kaum draußen, da gibt es schon die ersten kritischen Stimmen von den Fahrern: "Es ist ein bisschen klein", mäkelt Max Verstappen. "Ich würde das Farbschema ändern", kritisiert Lando Norris, als sie zum ersten Mal einen Blick auf das neue Auto für 2021 werfen dürfen.

Doch es ist nur ein schlichtes, graues Maßstabsmodell, das bei der Pressekonferenz vor den Fahrern steht, die sich um den ersten Joke reißen: "Das wollte ich sagen. Das ist mein Witz", beschwert sich etwa George Russell bei Verstappen wegen der Größen-Aussage.

Denn für aussagekräftige Antworten ist es noch zu früh. "Ich hab mir noch gar nicht alles angeschaut. Es wurde ja gerade erst vorgestellt", zuckt Verstappen mit den Schultern. Doch er weiß: "Am Ende ist es egal, wie es aussieht, solange wir ein besseres Racing bekommen und wir einander besser folgen können." Das ist auch das Hauptziel des neuen Regelwerks für 2021.

Verstappen: Bitte nicht zu langsam!

Was jedoch bereits bekannt ist: Die Autos sollen rund drei Sekunden langsamer werden. Das ist für Verstappen auch die Grenze, denn wenn es noch mehr wird, dann fühlt es sich für ihn zu langsam an. Zwar soll man Rundenzeiten wie 2016 erreichen, doch das ist für den Red-Bull-Piloten nichts Gutes: "Damals hatte ich nicht so viel Spaß im Auto wie jetzt", sagt er und hofft auf einen Mittelweg.

 

Für seine Kollegen in der Pressekonferenz ist die Geschwindigkeit jedoch nur sekundär. "Selbst ein Formel-3-Auto hat Spaß gemacht", findet George Russell. Für den Briten ist die Hauptsache, dass es wieder ein engeres Feld und besseres Racing in der Formel 1 gibt - und mit dieser Meinung steht er nicht alleine da.

Zwar finden die Piloten das Racing im Mittelfeld schön und auch toll für die Fans, "aber leider werden wir dabei von Mercedes, Ferrari und auch Red Bull überrundet", sagt Lance Stroll. Der Kampf um den Titel "Best of the Rest" sei zwar toll, "aber dann bist die Siebter und dafür gibt es keine Belohnung."

2021 wieder mehr Außenseiter-Podeste?

Das Problem ist, dass die drei Topteams derzeit so weit weg sind vom Mittelfeld. Max Verstappen konnte in Mexiko mit deutlichem Abstand auf den letzten Platz fallen und trotzdem noch alle anderen in Mittelfeld-Autos überholen. Dass es überhaupt ein Fahrer außerhalb der drei Topteams auf das Podium geschafft hat, kam in den vergangenen drei Jahren jeweils nur ein einziges Mal vor.

"Realistisch gesehen ist das Podium außer Reichweite, und Siege sind sowieso außer Frage heutzutage", hadert Stroll. "Ich hoffe, dass wir 2021 ein paar Veränderungen sehen werden." Lando Norris ist diesbezüglich skeptisch und geht nicht davon aus, dass er dann Rennen gewinnen oder regelmäßig auf das Podest fahren wird. "Aber es gibt uns eine bessere Chance", sagt der McLaren-Pilot.

"Es wird einfach das Feld ausgeglichener machen - hoffe ich zumindest -, das Racing verbessern und für mehr Spaß beim Zusehen und auch für uns Fahrer sorgen. Denn das fehlt uns manchmal", so der Brite. In den Juniorkategorien waren alle Fahrer in der Formel 1 erfolgreich, doch in der Königsklasse fahren sie nicht mehr die Erfolge ein.

Die große Hoffnung ist, dass 2021 das kittet.

Mit Bildmaterial von LAT.

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