Zu langsam gefahren: Albons kurioser Dreher in der ersten Formel-1-Runde

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Zu langsam gefahren: Albons kurioser Dreher in der ersten Formel-1-Runde
Autor:
Co-Autor: Scott Mitchell
19.02.2019, 19:51

Alexander Albon hat sich gleich in seiner ersten offiziellen Formel-1-Runde gedreht, weil er zu langsam war: Das Team nimmt ihn in Schutz, doch er gibt den Fehler zu

Für Alexander Albon war heute ein besonderer Tag: Der Thailänder durfte heute in Barcelona sein offizielles Testdebüt in der Formel 1 geben. Das ging jedoch gleich einmal richtig schief: Bereits auf seiner ersten Runde warf Albon seinen Toro Rosso STR14 vor Kurve 5 ins Kiesbett - gerade einmal zwei Minuten war die Ampel da auf Grün.

Was wie ein Anfängerfehler auf kalten Reifen aussah, entpuppte sich laut Toro Rosso als Problem mit der Lenkung. Doch das war gelogen: "Es ist so kalt, dass du nicht langsam fahren kannst. Das ist das Problem", erklärt Albon selbst. "Sobald du langsam fährst, werden die Reifen so kalt, dass es fast unvorhersehbar ist - wie auf Eis", gibt er zu, dass es sich doch um seinen eigenen Fehler gehandelt hat.

Denn Albon wollte um allen Preis vermeiden, gleich bei seinem Formel-1-Debüt einen Fehler zu machen - wie Kimi Räikkönen am Vortag. Das Problem: "Du fährst nicht schnell, weil du Angst hast, dich zu drehen, aber genau das sorgt für einen Dreher. Es ist wie ein Teufelskreis und genau das ist am Morgen passiert." Kurios: Obwohl Albon den Fehler selbst zugibt, behauptet Toro Rosso selbst am Abend in der offiziellen Pressemitteilung noch, dass der Thailänder keine Schuld habe.

132 Runden: Starkes Programm für den Rookie

Geärgert hat sich der Rookie darüber aber nicht. Ihm kam eher in den Kopf, dass er sich schon einmal auf einer Outlap gedreht hatte und sich darüber keine Gedanken machen sollte. "Zudem hat es mir etwas geholfen, dass Kimi das gleiche gemacht hat", sagt er.

 

Danach lief es für den Rookie jedoch deutlich besser: Albon spulte starke 132 Runden und somit mehr als zwei Grand-Prix-Distanzen ab. Am Ende stand mit 1:19.301 Minuten die viertschnellste Zeit des Tages zu Buche - 1,054 Sekunden langsamer als Charles Leclerc, der die Bestzeit aufstellte.

"Nach dem Morgen bin ich etwas besser in den Rhythmus gekommen, und es lief eigentlich recht glatt", schildert Albon. "Wir hatten zwar ein paar Dreher und Ausflüge, aber ich habe das Limit gesucht und geschaut, was das Auto eigentlich kann."

Albon: In Melbourne nicht bei 100 Prozent

Eine kleine Schrecksekunde gab es jedoch noch in der Boxengasse, als er sich mit Nico Hülkenberg etwas zu nah kam: "Du bekommst die Ansage, dass du aus der Garage fahren sollst. Ich habe dann in den Spiegel geschaut und ein großes, gelbes Auto hinter mir gesehen. Ich dachte nur: 'Oh, vielleicht haben wir ihn ein bisschen aufgehalten.' Aber ich denke nicht, dass es viel ausgemacht hat. Es sind nur Testfahrten."

Für seinen ersten Formel-1-Tag gibt es Lob von Vize-Technikchef Jody Egginton: "Nach seiner Schrecksekunde hat er schnell ein Gefühl für das Auto, die Bedingungen und die Reifen bekommen", sagt er. "Ab da hat Alex schnell Vertrauen aufbauen können und sein Programm mit vielen Runden durchgezogen."

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Toro Rosso STR14

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Platz vier ist für Toro Rosso ein netter Bonus, doch eigentlich möchte man noch nicht so sehr auf Performance schauen. Viel wichtiger ist, dass man das Programm absolviert und dass alles zuverlässig läuft - das gilt vor allem für Motorenpartner Honda. "Unsere beiden Teams haben heute 224 problemlose Runden gedreht, das ist ermutigend", freut sich Technikchef Toyoharu Tanabe.

Bis Australien bleiben Albon wohl noch drei Testtage, was für einen Rookie ziemlich wenig ist. Dementsprechend zurückhaltend ist der Thailänder auch, was seine Erwartungen für Melbourne angeht: "Mit Sicherheit werde ich nicht alles wissen", sagt er. "Ich denke nicht, dass ich gleich bei 100 Prozent sein werde. Es wird Zeit brauchen, das weiß ich."

Mit Bildmaterial von LAT.

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