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Zu langsam: Perez beim ersten Red-Bull-Test 2007 rausgeworfen

Sergio Perez hält Helmut Marko für einen ziemlich lustigen Typen und erinnert sich an seinen ersten Test für Red Bull, der nicht gut ausging

Zu langsam: Perez beim ersten Red-Bull-Test 2007 rausgeworfen

2021 nimmt Sergio Perez bei Red Bull einen zweiten Anlauf. Den ersten hatte es bereits 2007 gegeben, als der Mexikaner einen Formel-3-Test fahren durfte, um in das Nachwuchsprogramm aufgenommen zu werden. Kleiner Spoiler: Es lief nicht gut!

"Ich hatte ein Problem mit dem Sitz. Meine Knie schlugen gegen das Lenkrad, also konnte ich nicht lenken. Ich war ziemlich weit weg von der Pace", erinnert sich Perez im Podcast 'Beyond the Grid'. "Ich wollte das Problem mit dem Sitz beheben. Aber als ich zurückkam, da hatte man mich schon rausgeworfen! Ich bekam keine weitere Chance, weil ich zu langsam gewesen war."

Red Bulls Motorsportkonsulenten Helmut Marko traf Perez aber wenig später wieder in der Britischen Formel 3, als er 2008 als Meisterschaftsführender gegen die Red-Bull-Junioren Jaime Alguersuari und Brendon Hartley um den Titel kämpfte. "Ich traf ihn in Silverstone. 'Helmut, wie geht's dir?' Er hat gesagt: 'Wir werden dich schlagen!' Und ich sagte nur: 'Okay ... Schönen Tag noch Helmut'", erinnert sich Perez.

Das nächste Gespräch gab es erst wieder in der GP2-Serie, wo der Mexikaner damals für das Arden-Team von Red-Bull-Teamchef Christian Horner fuhr: "Nach einem guten Rennen von mir in Silverstone kam er zu mir und fragte, was ich so mache und so weiter. Er sagte mir: 'Du schlägst dich gut, aber du hast dein eigenes Fahrerprogramm. Du brauchst mich nicht.' Das war das letzte Gespräch, an das ich mich erinnere."

Zu den "fünf Gesprächen", die es zwischen Perez und Marko bislang nur gegeben haben soll, dürften in naher Zukunft aber einige mehr kommen. Mit der knurrigen Art des Österreichers kommt Perez aber nach eigener Aussage gut zurecht: "Er sagt einem ins Gesicht, was er denkt. Das gefällt mir. Ich mag es, wenn Leute ehrlich sind und sagen, was sie denken - und umgekehrt."

"Er ist eigentlich ein ziemlich lustiger Typ! Er ist viel lustiger als er aussieht", so Perez. "Wenn man mit ihm Zeit verbringt, dann ist er ein purer Racer. Für ihn geht es immer ums Gewinnen."

Helmut Marko, Consultant, Red Bull Racing

Helmut Marko, Consultant, Red Bull Racing

Foto: Sam Bloxham / Motorsport Images

Sollte Perez gute Leistungen zeigen, dann dürfte er auch kein Problem mit Marko bekommen. Und wer weiß, wie die Geschichte gelaufen wäre, wenn Perez damals die Möglichkeit bei Red Bull bekommen hätte.

Dass er jetzt die Möglichkeit noch nachträglich bekommt, dafür ist er ziemlich dankbar: "Niemand hat mir zuvor die Chance gegeben, in einem Topauto zu sitzen. Jetzt liegt es an mir, abzuliefern."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Sergio Perez
Teams Red Bull
Urheber Norman Fischer