Zukunft der Formel 1: Kommt der aktive Cockpitschutz?

Während im Hinblick auf 2018 die Tests mit Halo und Aeroscreen weitergehen sollen, gibt es nun ein drittes Konzept für einen möglichen Cockpitschutz an den Formel-1-Autos.

Konzept: Aktiver Cockpitschutz von Enrique Scalabroni

Konzept: Aktiver Cockpitschutz von Enrique Scalabroni
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Motorsport.com zeigt in dieser Fotostrecke exklusiv das Konzept des "aktiven Cockpitschutzes" von Enrique Scalabroni, der als Ingenieur für die Formel-1-Teams Ferrari und Williams tätig war. Am Rande des Grand Prix von Italien in Monza präsentierte Scalabroni sein Konzept vor den Augen von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Das Ganze fußt auf zwei Elementen. Das erste ist eine aktive Windschutzscheibe. Das zweite ist eine bewegliche Haube über dem Kopf des Fahrers", erklärt Scalabroni. Anlass für das Konzept des Argentiniers waren die Unfälle von Henry Surtees und Felipe Massa im Juli 2009.

Teil 1: Aktive Windschutzscheibe

Teil 1: Aktive Windschutzscheibe
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Die aktive Windschutzscheibe könne laut Scalabroni entweder manuell vom Fahrer aktiviert werden oder über Sensoren im Auto automatisch ausgefahren werden. "Auf dem Lenkrad gibt es einen Knopf, der im Falle eines Unfalls vom Fahrer gedrückt werden kann. Aber es gibt auch Sensoren, die Trümmerteile mittels einer 3D-Kamera erkennen. Diese Technologie wird in der Luftfahrt eingesetzt", sagt der Ingenieur und betont, dass diese Variante eines Cockpitschutzes in "in 2 Millisekunden aktiviert werden kann". Zudem soll es möglich sein, dass die Windschutzscheibe wieder eingefahren wird, sollte es keinen Schaden gegeben haben und der Rennfahrer weiterfahren kann.

Teil 2: Cockpithaube

Teil 2: Cockpithaube
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Das zweite Element des von Scalabroni präsentierten Konzepts ist die bewegliche Cockpithaube. Sie soll den Helm und damit den Kopf des Fahrers nicht nur von vorn, sondern aus allen möglichen Richtungen schützen. Auch diese Lösung soll sich manuell zurückfahren lassen. "Die Haube öffnet sich per Knopfdruck seitlich und kann vom Fahrer oder von den Sportwarten an der Strecke bedient werden. Eine einfach Drehstüzte ermöglicht es dem Fahrer genau wie bisher ein- und auszusteigen", erklärt Scalabroni.

Finanzierung: Enrique Scalabroni zeigt Christian Horner sein Konzept

Finanzierung: Enrique Scalabroni zeigt Christian Horner sein Konzept
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Um das Konzept in die Tat umsetzen zu können, braucht es laut Scalabroni finanzielle Unterstützung. Aus diesem Grund ist der Ingenieur an die FIA herangetreten. Rennleiter Charlie Whiting hatte sich jedoch bereits skeptisch geäußert und vor einigen Monaten betont, dass ein aktiver Cockpitschutz in der Formel 1 "nicht machbar" sei. Trotz Whitings Skepsis erhofft sich Scalabroni Unterstützung seitens der FIA. Zudem zählt der Argentinier auf Red-Bull-Teamchef Christian Horner, der beim Betrachten des Konzepts "angetan war, aber kein Geld investieren will, solange die FIA das Thema nicht weiterverfolgen möchte", wie Scalabroni anmerkt.

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Rennserien Formel 1
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Tags aeroscreen, aktive windschutzscheibe, cockpithaube, cockpitschutz, doppellösung, f1, fia, halo, horner, konzept, scalabroni, studie, windscreen, zukunft