Zukunft von George Russell: "Es ist immer ein langwieriger Prozess"

George Russell gilt bei vielen schon als sicherer Nachfolger von Valtteri Bottas im Mercedes-Team - Der Brite selbst übt sich in Geduld, macht eines aber klar

Zukunft von George Russell: "Es ist immer ein langwieriger Prozess"

Die Formel 1 befindet sich aktuell in ihrer Sommerpause. Doch auch wenn die Räder vorerst still stehen, der Fahrermarkt tut es nicht. Hier sind noch einige Entscheidungen für die kommende Saison offen. Auch die Frage, wer 2021 Teamkollege von Lewis Hamilton bei Mercedes sein wird, ist bisher ungeklärt.

Zwar sind sich Branchenkenner sicher, dass George Russell von Williams in das mehrfache Weltmeisterteam wechseln wird. Offiziell kommuniziert wurde das aber bisher nicht. Russell selbst bestätigte kürzlich, dass in der Sommerpause eine Entscheidung fallen soll, hielt sich aber ansonsten betont bedeckt.

"Diese Dinge sind nie ein einfacher Prozess für jeden Fahrer und jedes Team. Egal, ob man das Team wechselt oder beim selben Team bleibt - es ist immer ein langwieriger Prozess", weiß der Brite. "Ich bin zuversichtlich, dass im Sommer eine Entscheidung getroffen wird, aber wer weiß, wann sie bekannt gegeben wird?"

Russell: "Ich möchte Weltmeister werden"

Unter Druck setzt sich Russell selbst deshalb nicht. "Ich denke, was sein wird, wird sein - auf die eine oder andere Weise. Und auf lange Sicht wird sich alles zum Guten wenden. Ich glaube nicht an Glück und Pech - man bekommt, was man verdient, und das Leben gibt dir zurück, was du ihm gibst", sagt der 23-Jährige.

"Meine Ambitionen und Ziele sind klar: Ich möchte Weltmeister werden und ich möchte das Auto finden, das mir die besten Chancen bietet, dies zu erreichen. Aber was die Sommerpause angeht, werde ich sie einfach genießen. Es war ein sehr intensiver Start in das Jahr und es wird eine sehr intensive zweite Jahreshälfte."

In dieser wird sich auch entscheiden, ob Mercedes in der Lage ist, seine aktuelle Führung in der WM gegen Red Bull zu behaupten. Sowohl im Kampf um den Fahrer- als auch den Konstrukteurstitel bildet Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas eine wichtige Säule. Würde Russell überhaupt in dieses Konzept passen?

Wie Bottas bereit, die zweite Geige zu spielen?

"Wie ich schon sagte, sind meine Ambitionen sehr klar. Ich möchte Formel-1-Weltmeister werden, aber ich würde niemals meine eigene Agenda oder meine eigenen Ziele über die des Teams stellen - egal, wer mein Teamkollege ist", reagiert der Brite auf die Frage, ob er eine ähnlich unterstützende Rolle einnehmen können würde.

"So ist es auch bei Williams - ich würde nie etwas tun, was die Beziehung zu meinem Teamkollegen beeinträchtigen könnte", betont Russell. Das bewies er jüngst beim Grand Prix von Ungarn, als er ans Team funkte: "Wenn ihr mein Rennen beeinträchtigen müsst, um Nicky zu helfen, dann macht das. Setzt die Priorität auf Nicky."

Gemeint war Nicholas Latifi, der zu diesem Zeitpunkt im Rennen auf Platz drei lag. Am Ende wurde es zwar nichts mit einem Sensationspodium für Williams. Trotzdem endete der Grand Prix für das Team erfreulich: Erstmals in der Saison landeten beide Fahrer in den Punkten. Russell kamen daraufhin die Tränen.

"Mir ist klar, dass man seine eigenen Ziele nur erreichen kann, wenn der Teamgeist und die Teamdynamik auf höchstem Niveau sind - nur so kann man die Ziele des Teams erreichen. Und wie gesagt, wenn das Team seine Ziele erreicht, dann hat man als Fahrer eine Chance. Insofern würde ich mich nie über das Team stellen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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