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Zukunft von Hadjar: Davon hängt sein Erfolg ab

Karun Chandhok analysiert die schwierige Lage bei Red Bull für 2026 - Der Experte sieht Isack Hadjar vor einer großen Hürde - Es geht um die Philosophie

Red-Bull-Dilemma: Experte warnt vor Fehler bei Hadjar

Verstappen und Hadjar: Bekommt die neue Nummer zwei eine Chance?

Foto: Getty Getty

Red Bull hatte in den vergangenen Formel-1-Saisons bekanntermaßen Schwierigkeiten, einen Teamkollegen für den viermaligen Weltmeister Max Verstappen zu finden, der ein ähnliches Leistungsniveau aus dem Auto herausholen konnte wie der Niederländer.

Die Situation spitzte sich zu: Liam Lawson ersetzte Sergio Perez für die Saison 2025 bei Red Bull, wurde aber nach nur zwei Grand-Prix-Wochenenden wieder zu den Racing Bulls versetzt, woraufhin Yuki Tsunoda seinen Platz einnahm. Nun soll Isack Hadjar im Jahr 2026 den Japaner im Cockpit neben Verstappen ablösen, da Tsunoda in die Rolle des Reservefahrers wechselt.

Karun Chandhok argumentiert, dass Hadjars Erfolg davon abhängen wird, welche "philosophische" Richtung der Rennstall aus Milton Keynes für 2026 einschlägt. Auf die Frage in der Sky Sports F1 Show, ob Hadjar ein ähnliches Schicksal wie seinen Vorgängern drohen könnte, antwortete der Ex-Pilot: "Ich denke, es läuft letztendlich auf eine philosophische Entscheidung bei Red Bull hinaus."

Konstrukteurs-WM oder Fokus auf Verstappen?

"Jagen sie die Konstrukteursmeisterschaft? In diesem Fall müssen sie einen Weg finden, ein Auto zu entwickeln, das zwei Fahrer steuern und mit dem beide Punkte erzielen können", erklärt Chandhok. Er verweist auf die abgelaufene Saison: "Denn Max kam bis auf zwei Punkte an den Fahrertitel heran, aber in der Konstrukteurswertung lagen sie meilenweit zurück."

Die Alternative sei eine klare Nummer-1-Strategie. "Oder denken sie an das Prestige, das mit der Fahrer-Weltmeisterschaft verbunden ist? Sagen sie: 'Wir setzen alles auf eine Karte mit Max und jagen diesen Titel?' Dann hat man nicht das Problem, das McLaren hat, nämlich den internen Kampf und den Versuch, diesen zu managen", so der Inder.

Für Chandhok ist klar: "Für mich ist es eine philosophische Entscheidung, die das Red-Bull-Management treffen muss. Wie sehr wollen sie das zweite Auto im Kampf dabei haben? Ich glaube, dieses Jahr haben wir ein Extrembeispiel dafür gesehen."

Die Bedeutung des zweiten Autos

Chandhok spielt dabei auf das Szenario an, dass Verstappen den Titel in diesem Jahr knapp verpasst hat. Ein stärkerer Teamkollege hätte als Puffer dienen können.

"Ein weiteres 'Was-wäre-wenn' in Bezug darauf, dass Max dieses Jahr nicht gewonnen hat, ist die Frage: Was wäre, wenn der zweite Red Bull besser gewesen wäre?", analysiert Chandhok.

"Denn wenn es bei den zwei oder drei Siegen, die Max geholt hat, einen Yuki auf Platz zwei gegeben hätte, wäre das genug gewesen, um Lando [Norris] oder Oscar [Piastri] weiter nach hinten zu drängen - das hätte die Meisterschaft bedeuten können."

Daher sieht der Experte Handlungsbedarf bei Red Bull. "Sie müssen also etwas tun. Ich denke, selbst wenn es nur darum geht, den Fahrertitel zu holen, müssen sie etwas unternehmen, damit sich der zweite Fahrer im Auto wohler fühlt", fordert Chandhok und zieht einen Vergleich zur Vergangenheit: "Er muss Max keineswegs schlagen, aber er muss sicherlich gut genug sein, um regelmäßig auf das Podium zu fahren, so wie es 'Checo' im Jahr 2021 war."

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