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Max Verstappen ist auch nach den jüngsten Regeländerungen für den Grand Prix von Miami kein großer Fan der neuen Formel 1

Zurück zu den alten Hybrid-Regeln? Max Verstappen spricht Klartext

Max Verstappen bleibt ein Kritiker der aktuellen Formel 1

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Laut Max Verstappen muss die Formel 1 sich in Zukunft in Richtung eines 80-20-Splits zwischen Verbrennungsmotor und Elektro-Komponente bewegen. Für die kommende Saison sei eine Kompromisslösung nötig, um zumindest die größten Probleme des aktuellen Reglements zu bewältigen.

Gegenüber unserem Schwesterportal Autosport betont der viermalige Weltmeister, dass ihn auch die jüngsten Änderungen zum Grand Prix von Miami nicht begeistert haben: "Nein, die Regeländerungen an diesem Wochenende machen für das Fahren keinen großen Unterschied."

Dabei konnte sich Red Bull dank einer Vielzahl von Updates näher in Richtung Mercedes bewegen. Trotzdem erklärt Verstappen: "Meine Kritik am Reglement bleibt dieselbe."

"Es ist egal, ob ich auf dem zweiten oder achten Platz fahre. Für mich fühlt sich das Auto etwas angenehmer an, aber die Regeln müssen verbessert werden."

Ein Hauptproblem ist für die Piloten der Umstand, dass der klassische Instinkt, so schnell wie möglich durch eine Kurve zu fahren, im aktuellen Reglement oftmals nicht belohnt wird. Dieses Phänomen taucht auch nach den Änderungen für Miami auf, wie Lando Norris nach dem Qualifying erläutert hat.

"Das fühlt sich echt seltsam an", so die zustimmende Antwort von Verstappen. "Es gibt immer noch Situationen, in denen du Vollgas durch eine Kurve fährst, nur um auf der folgenden Geraden Zeit zu verlieren. Davon müssen wir uns wegbewegen."

Keine Lösung für 2026?

Dieses Jahr rechnet Verstappen allerdings nicht mehr mit einer Rettung für das Reglement. "Auf manchen Strecken wird das besonders schwierig", so seine Einschätzung. "Aber hoffentlich können wir nächstes Jahr einen größeren Schritt machen. Mehr Power für den Verbrenner und weniger Batterieleistung, das wird viele Probleme lösen."

"Wir müssen uns einfach vom 55-45-Split trennen. Wir müssen es mindestens so machen, wie bei den letzten Hybrid-Regeln. Wenn du 75 oder 80 Prozent Verbrenner nutzt, würde das sehr helfen."

Dennoch bleibt Verstappen Realist und betont: "Das wird eine Weile dauern."

Dazu lobt der Red-Bull-Pilot das Chassis und merkt an, dass insbesondere der 55-45-Split das Hauptproblem darstellt.

Seit der Saison 2026 versucht die Formel 1, den Output des Verbrennungsmotors und die Leistung der Batterie auf ein fast gleiches Niveau zu bringen. Ziel war unter anderem, neue Hersteller wie Audi oder Cadillac mit diesem Reglement für die Formel 1 zu begeistern.

Anpassungen für 2027

2027 dürften uns weitere Regeländerungen erwarten. Während der Verbrennungsmotor mit 50kW mehr an den Start gehen soll, würde die Leistung des Elektromotors um 50kW sinken. Dafür musste man unter anderem den Benzinfluss anpassen oder größere Tanks bauen, worin Verstappen kein großes Hindernis sieht:

"Diese Tank-Probleme sind einfach zu lösen. Es geht eher um Motoren-Komponenten, aber das ist immer eine politische Geschichte, denn alle glauben immer, sie haben irgendwo Vorteile oder Nachteile."

Zusammenfassend bringt Verstappen seine Vision für die Zukunft so auf den Punkt: "Ich denke einfach darüber nach, wie man den Sport verbessern kann. Du solltest nicht mit Vollgas durch eine Kurve fahren - dort, wo du Zeit gewinnst - nur um auf der nächsten Geraden bestraft zu werden. Das müssen wir beseitigen."

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