Neue Formel 3 2019: Motopark sauer über Ausbootung - HWA in die Formel 2?

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Neue Formel 3 2019: Motopark sauer über Ausbootung - HWA in die Formel 2?
Autor: Norman Fischer
Co-Autor: Marcus Simmons
18.10.2018, 06:00

Bei Motopark äußert man Unverständnis über die Nichtberücksichtigung für die neue Formel 3 2019 - HWA ist dabei und erwägt sogar einen Einstieg in die Formel 2

Der Umbau des Formel-1-Unterhauses sorgt für einigen Wirbel. 2019 soll aus der GP3-Serie und der Formel-3-Europameisterschaft die neue Formel 3 werden, die wie die große Schwesterserie Formel 2 im Rahmen der Königsklasse fahren wird. Allerdings mussten bei der Auswahl der Teams für die neue Gemeinschaftsserie einige große Namen auf der Strecke bleiben - etwa der deutsche Rennstall Motopark, mit dem Red-Bull-Junior Daniel Ticktum 2018 zum Vizetitel in der Europameisterschaft fuhr.

Das Team von Timo Rumpfkeil gehört nicht zu den zehn Rennställen die für die Formel 3 2019 ausgewählt wurden, was für Verwunderung sorgt: "Ich würde sagen, dass wir nach Prema das zweite Team in der Formel 3 sind. Ich weiß nicht, auf welcher Basis die anderen uns gegenüber vorgezogen wurden", sagt Rumpfkeil gegenüber 'Motorsport.com'. "Uns wurde keine Begründung gegeben. Das ist nicht nachvollziehbar."

"Wir sind zehn Jahre lang in der Formel 3 gewesen und waren ein wichtiger Teil von ihr. Dass sie uns nicht teilnehmen lassen, ist eine seltsame Entscheidung", ärgert sich der Deutsche weiter. Der langjährige GP2-/Formel-2-Promoter Bruno Michel hat sich für die Teilnehmer verantwortlich gezeigt und wählte fünf GP3-Teams (ART, Campos, Jenzer, MP, Trident), drei Formel-3-Teams (Prema, Carlin, Hitech), Formel-2-Neuling Charouz und das deutsche HWA-Team aus.

Vergeblich versuchte Rumpfkeil bislang Michel zu erreichen und geht daher nicht davon aus, dass er als Ersatzrennstall parat steht, sollte ein Entry nicht zustande kommen: "Da Bruno nicht auf meine Anrufe antwortet, gehe ich nicht davon aus", sagt Rumpfkeil.

Timo Rumpfkeil, team principal Motopark

Timo Rumpfkeil, team principal Motopark

Foto: FIA F3 / Suer

Enttäuschung herrscht auch bei Van Amersfoort, die ebenfalls nicht auf der Liste stehen, obwohl man seit 2012 dabei ist und etwa mit Max Verstappen oder Charles Leclerc prominente Namen nach oben führte. "Wir haben nicht erwartet, nicht dabei zu sein, weil wir schon so lange in der Formel 3 sind", sagt Geschäftsführer Rob Niessink zu 'Motorsport.com'.

Eine Überraschung im Feld ist dafür HWA. Der deutsche Rennstall tritt in der DTM und 2018/19 auch in der Formel E an und wird nun auch in die Formel 3 gehen. Weil die Liste aber noch nicht offiziell ist, aber von 'Motorsport.com 'gesehen wurde, wiegelt Teamchef Ulrich Fritz noch ab: "Ich kann nur sagen, dass wir an einer Teilnahme an der Formel 3 interessiert sind, aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen haben."

Gerüchteweise soll HWA aber auch einen Einstieg in die Formel 2 erwägen, wo das Starterfeld ebenfalls noch wachsen könnte. Es heißt, dass man dort Mercedes-Junioren auf die Formel 1 vorbereiten könnte. "Das zu machen, wäre für uns interessant", bestätigt Fritz, "aber die Programme müssen zusammenpassen."

Zuletzt hieß es, dass man den Entry von Arden übernehmen könnte, doch das wurde von Teamchef Garry Horner dementiert. Zwar werde man nicht in der neuen Formel 3 fahren, dafür aber in der Formel 2 weitermachen: "Wir haben uns entschieden, uns aus der GP3 zurückzuziehen und uns auf die Formel 2 und kleinere Kategorien zu konzentrieren."

Mit Informationen von Jack Benyon

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Artikel-Info

Rennserie Formel-3-EM , Formel 2 , GP3
Teams HWA AG , Van Amersfoort Racing , Motopark Academy
Urheber Norman Fischer
Artikelsorte News