Spannende Saison in der Formel-3-EM: Armstrong Halbzeitmeister

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Spannende Saison in der Formel-3-EM: Armstrong Halbzeitmeister
Autor: Heiko Stritzke
01.08.2018, 15:53

Die Formel-3-Europameisterschaft zieht Halbzeitbilanz: Eine packende Saison sah bislang bereits sechs verschiedene Tabellenführer

Fünf der zehn Rennwochenenden der Formel-3-Europameisterschaft 2018 sind Geschichte, die Nachwuchspiloten haben also bereits 15 Saisonrennen absolviert. Inoffizieller Halbzeitmeister ist Rookie Marcus Armstrong (Prema), ein mit italienischer Lizenz startender Neuseeländer, der Teil der Ferrari Driver Academy ist. Zum Titelgewinn ist es für den 18-Jährigen noch ein weiter Weg, denn die Formel-3-EM präsentiert sich ausgeglichener denn je. Nur einen Zähler hinter ihm liegt Daniel Ticktum (Motopark), 11,5 Punkte hinter dem Briten lauert Ralf Aron (Prema).

Marcus Armstrong zeichnet sich bisher nicht als Fahrer der spektakulären Manöver aus, er sammelt jedoch konstant viele Punkte. Mit sieben Podestplatzierungen nahm der Neuseeländer so oft wie kein anderer an einer Siegerehrung teil. An jedem Rennwochenende stand er bisher mindestens einmal auf dem Podium, vom Norisring kam der 18-Jährige sogar mit einem kompletten Pokalsatz nach Hause. Dass er auch auf einer fliegenden Runde einer der Schnellsten ist, stellen seine bisherigen zwei Pole-Positions unter Beweis.

Daniel Ticktum hat bereits fünf Pole-Positions erobert und führt damit diese Wertung an. Mit drei Triumphen in der ersten Saisonhalbzeit hat er auch in dieser Statistik die Spitze inne – allerdings gemeinsam mit Ralf Aron. Dabei stach vor allem Ticktums Sieg auf dem Norisring heraus, als der Motopark-Pilot und Red-Bull-Junior wenige Stunden nach seinem Startunfall mit Ameya Vaidyanathan (Carlin) dank einer schnellen Reparatur seines Fahrzeugs den dritten Durchgang des Wochenendes für sich entscheiden konnte.

Marcus Armstrong, PREMA Theodore Racing Dallara F317 - Mercedes-Benz

Marcus Armstrong, PREMA Theodore Racing Dallara F317 - Mercedes-Benz

Foto: FIA F3 / Suer

Zwischen Rang eins und Position zehn der Fahrerwertung liegen zurzeit 62 Zähler, was bei maximal zu erreichenden 75 Punkten pro Rennwochenende keine allzu große Differenz darstellt. Aus den Top 10 warten einzig die auf den Plätzen neun und zehn geführten Nachwuchspiloten Robert Schwarzman (Prema) und Alex Palou (Hitech) noch auf ihren ersten Sieg; beide waren mit Rang zwei aber schon nah dran.

Dass es in der diesjährigen Formel-3-EM extrem eng zugeht, ist auch anhand der permanenten Positionswechsel an der Spitze der Fahrerwertung ersichtlich. Sieben Mal und somit fast nach jedem zweiten Rennen, wurde ein anderer Name auf Platz eins der Fahrerwertung gelistet; insgesamt sechs verschiedene Piloten aus vier unterschiedlichen Teams waren in dieses Wechselspiel involviert.

Nachdem Guanyu Zhou (Prema) nach Heat eins der Saison Tabellenführer war, wurde er nur einen Lauf später von Rookie Sacha Fenestraz (Carlin) abgelöst. Es folgten Ticktum, die beiden Rookies Enaam Ahmed (Hitech) und Armstrong sowie Aron.

Über eine lange Sommerpause dürfen sich die Nachwuchssportler nun nicht freuen, denn Mitte August geht es für die Teams und Fahrer der Formel-3-EM bereits weiter. Dann steht die britische Formel-1-Strecke in Silverstone auf dem Programm. Es folgen Reisen nach Misano, zum Nürburgring, nach Spielberg und zum Finale auf dem Hockenheimring, wo Mitte Oktober der neue Formel-3-Europameister und Nachfolger von Lando Norris geehrt wird.

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Rennserie Formel-3-EM
Fahrer Marcus Armstrong
Urheber Heiko Stritzke
Artikelsorte News