Rennbericht

Formel 3 Macau

Formel 3 in Macao: Ferrari-Junior Callum Ilott gewinnt Qualirennen

Prema-Fahrer Callum Ilott hat das Qualifikationsrennen der Formel 3 zum Macao-Grand-Prix 2017 gewonnen – Mick Schumacher nach Fahrfehler nur 20.

Stefan Ehlen

Stefan Ehlen

Bearbeitet: 18.11.2017, 03:53

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Callum Ilott, SJM Theodore Racing by Prema, Dallara Mercedes

Kenta Yamashita, B-Max Racing Team, Dallara Volkswagen

Lando Norris, Carlin, Dallara Volkswagen

Ritomo Miyata, TOM'S, Dallara Toyota

Joel Eriksson, Motopark with VEB, Dallara Volkswagen

Yuhi Sekiguchi, B-Max Racing Team, Dallara Volkswagen

Alex Palou, ThreeBond Racing with Dorago Corse, Dallara Tomei

Ferdinand Habsburg, Carlin, Dallara Volkswagen

Maximilian Günther, SJM Theodore Racing by Prema, Dallara Mercedes

Marino Sato, Motopark with VEB, Dallara Volkswagen

Marino Sato, Motopark with VEB, Dallara Volkswagen

Joel Eriksson, Motopark with VEB, Dallara Volkswagen

Callum Ilott (Prema) ist der Sieger des Qualifikationsrennens zum diesjährigen Macao-Grand-Prix. Der Brite kam nach zehn Runden 7,9 Sekunden vor Pole-Mann Joel Eriksson (Motopark) und Sergio Sette Camara (Motopark) ins Ziel und sicherte sich damit die ideale Ausgangslage für das Hauptrennen am Sonntag.

Die Entscheidung fiel in Runde sieben: Ferrari-Junior Ilott hatte BMW-Nachwuchspilot Eriksson bereits über einige Runden hinweg belagert, doch sein neuer Angriff vor der schnellen Mandarin-Kurve war von Erfolg gekrönt und er zog an Eriksson vorbei. Danach gab es kein Halten mehr für Ilott, der sukzessive davonzog und am Ende ungefährdet den Sieg einstrich.

"Bei meinem ersten Überholversuch hatte das Timing nicht gestimmt. Dann nahm ich mir vor, schon vor Mandarin zu attackieren. Es war knapp, aber es funktionierte", sagte Ilott. "Joel hatte Probleme und ich nutzte es. Eigentlich war ich mit Platz zwei zufrieden gewesen, doch ich wollte nicht riskieren, von hinten unter Druck zu geraten. Ich hatte nicht erwartet, mich so schnell absetzen zu können. Danach konnte ich mich ein bisschen entspannen. Und jetzt schauen wir, was am Sonntag passiert."

 

Eriksson wiederum geriet in der Folge unter Druck seines Teamkollegen Sette Camara, wobei sich die beiden Motopark-Teamkollegen im Duell bei rund 250 km/h sogar einmal leicht berührten. "Das Set-up hat nicht optimal gepasst. Ich spürte schon in den Anfangsrunden, wie die Hinterreifen nachließen", meint Eriksson. "Das Duell mit Sergio hat Spaß gemacht, auch wenn es sehr eng war. Wir sind gut befreundet. Daher wusste ich, er würde nichts Verrücktes anstellen."

Sette Camara beschreibt die Szene so: "Gegen Joel machte ich viel Druck. Ich wollte es probieren. Auch, weil ich befürchtete, von hinten könnte mich Maximilian Günther unter Druck setzen. Ich wollte dann aber nicht zu viel riskieren, sondern fuhr es dann einfach zu Ende. Mit dem Rennen bin ich zufrieden."

Bildergalerie:

Sette Camara hatte zuvor den Deutschen Maximilian Günther (Prema) von Rang drei verdrängt. Günther beschloss das Rennen vor dem Österreicher Ferdinand Habsburg (Carlin) und Pedro Piquet (Van Amersfoort), der in der letzten Rennrunde noch an Lando Norris (Carlin) vorbeigegangen war. Norris hatte von Startplatz zwei einen rabenschwarzen Start erwischt und war bis auf Rang neun zurückgefallen. Seine Aufholjagd endete mit Platz sieben vor Daniel Ticktum (Motopark).

Schumacher wirft Platz sieben weg

Schon in Runde vier hatte Mick Schumacher (Prema) seinen siebten Rang beim Angriff auf Habsburg vor der Lisboa-Kurve weggeworfen. Schumacher verbremste sich auf der Außenbahn und schoss geradeaus in die Auslaufzone. Er nahm das Rennen auf dem 21. und letzten Platz wieder auf und drehte anschließend die schnellsten Runden. Am Ende belegte er Position 20.

Da das Qualifyingrennen die Startaufstellung für das Hauptrennen am Sonntag vorgibt, startet Ilott von der Pole-Position in den Macao-Grand-Prix 2017 über 15 Runden. Günther und Habsburg kommen von den Rängen vier und fünf, Schumacher dagegen von Platz 20.

Ein Fragezeichen dürften dann die Yokohama-Einheitsreifen sein: Schon nach wenigen Runden waren deutliche Gebrauchsspuren auf den Pneus zu sehen, einige Fahrer wie Eriksson hatten sichtlich Probleme damit.

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