F2 Budapest 2020: Nächstes Podium für Mick Schumacher beim Reifenpoker

Mick Schumacher fährt auch beim Sonntagsrennen der Formel 3 in Budapest auf Rang drei - Luca Ghiotto rettet den Sieg vor Callum Ilott ins Ziel

F2 Budapest 2020: Nächstes Podium für Mick Schumacher beim Reifenpoker

Nächstes Podium für Mick Schumacher (Prema) in der Formel 2. Der Sohn von Michael Schumacher fuhr am Sonntag beim Sprintrennen auf dem Hungaroring bei Budapest wie schon am Vortag auf Rang drei und unterstrich damit seine Vorliebe für den Grand-Prix-Kurs in Ungarn.

Der Sieg ging in einem taktisch geprägten und am Ende hochspannenden Rennen an Luca Ghiotto, der damit den ersten Formel-2-Sieg für das Team Hitech einfuhr. Als einer von nur zwei Fahrern im Feld wechselte der Italiener nicht die Reifen und rettete am Ende einen Vorsprung von 0,4 Sekunden vor Polesetter Callum Ilott (Virtuosi) ins Ziel.

Ergebnisse Budapest

"Luca hat die Reifen am leben gehalten, was nicht einfach war. Glückwunsch an ihn", sagt Schumacher nach dem dritten Podium seiner Formel-2-Karriere. Alle drei hat er auf dem Hungaroring erzielt.

Fast alle Fahrer wechseln die Reifen

Bei noch leicht feuchter Strecke gingen alle Fahrer auf Slicks ins Rennen, es blieb während der gesamten 28 Runden trocken. Ilott übernahm von der Pole-Position aus die Führung, Schumacher arbeitete sich innerhalb der ersten zehn Runden von Startplatz sechs auf Position drei nach vorne.

Nachdem am Samstag der starke Abbau der Pirelli-Reifen einige Fahrer überrascht hatten, zeigten die Pneus auch am Sonntag spätestens ab der Rennmitte deutliche Verschleißerscheinungen. Deswegen entschieden sich fast alle Fahrer für einen Reifenwechsel, obwohl dieser im Sprintrennen nicht obligatorisch ist.

Luca Ghiotto, Hitech Grand Prix

Luca Ghiotto, Hitech Grand Prix

Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

In Runde 16 stoppte Schumacher als erster Fahrer aus der Spitzengruppe. Seine Prema-Mannschaft hatte dabei Probleme, das rechte Vorderrad fest zu ziehen, sodass der 21-Jährige wertvolle Sekunden verlor.

Doch Schumacher zeigte auch im Sonntagsrennen ein starkes Tempo und kämpfte sich nach vorne. Sehenswert war ein Manöver in der 24. Runde, als er auf der Start-Ziel-Geraden zunächst am Schweizer Louis Deletraz (Charouz) und dann an Giuliano Alesi (HWA) vorbei ging. Der Sohn von Jean Alesi war neben Ghiotto der einzig andere Fahrer, der das komplette Rennen auf einem Reifensatz fuhr.

Schumacher: Harte Arbeit hat sich ausgezahlt

An der Spitze hatte Ghiotto nach Ilotts Boxenstopp fast 40 Sekunden Vorsprung auf den Briten, der mit frischen Reifen aber zügig die Lücke zufuhr. Pro Runde fuhr er vier bis fünf Sekunden schneller als Ghiotto. Doch das Rennen war für Ilott eine Runde zu kurz. Im letzten Umlauf schloss er zu Ghiotto auf, kam aber nicht mehr an ihm vorbei. Für den Italiener war es der sechste Sieg in der Formel 2.

Schumacher überquerte mit einem Rückstand von 11,7 Sekunden auf Ghiotto die Ziellinie, ließ aber seinen Teamkollegen Robert Schwarzman und Nikita Masepin (Hitech) hinter sich. Nach einem schwierigen Start in seine zweite Formel-2-Saison gelang dem Deutschen in Ungarn die Trendwende. "Wir haben hinter den Kulissen hart gearbeitet, und das hat sich an diesem Wochenende ausgezahlt", sagt Schumacher.

Mick Schumacher, Prema Racing and Nikita Mazepin, Hitech Grand Prix

Mick Schumacher, Prema Racing and Nikita Mazepin, Hitech Grand Prix

Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Deletraz wurde am Ende Sechster, auch Jehan Daruvala (Carlin) und Guanyu Zhou (Virtuosi) gewannen als Siebter beziehungsweise Achter Meisterschaftspunkte. Für Alesi zahlte sich der Reifenpoker im Gegensatz zu Ghiotto nicht aus, er fiel bis auf Rang zehn zurück.

In der Fahrermeisterschaft führt nach den ersten drei Rennwochenenden Schwarzman mit 81 Punkten vor Ilott (63) und Christian Lundgaard (ART, 43). Schumacher verbesserte sich dank des starken Wochenendes auf Rang vier (39).

Die Formel 2 legt nun eine Woche Pause ein, bevor es vom 31. Juli bis 2. August mit dem vierten Rennwochenende der Saison 2020 im britischen Silverstone weitergeht.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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