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Kontroverses F2-Rennen: FIA begründet Ablehnung des Prema-Einspruchs

Dennis Hauger verlor nicht nur die Führung, sondern wurde auch noch bestraft - Prema legte nach dem F2-Sprint Einspruch ein, der von der FIA abgelehnt wurde

Es war sicher eines der kontroversesten Formel-2-Rennen in der jüngsten Geschichte: Dennis Hauger führte in seinem Prema-Boliden das Sprintrennen in Dschidda an, als das Safety-Car ausrücken musste. Nach einer Anordnung seitens der Rennleitung, fuhr er durch die Boxengasse, doch er war der einzige Pilot. Er fiel nicht nur zurück, sondern wurde auch bestraft. Doch was steckte dahinter?

Prema ging sofort auf die Barrikaden und legte beim Automobil-Weltverband (FIA) Einspruch gegen die Entscheidung ein. Dieser wurde aber abgelehnt, weil die FIA die Rennleitung nicht in der Verantwortung der Situation sieht und das Team für den Vorfall verantwortlich macht. Hauger werden also keine Zugeständnisse gemacht.

Amaury Cordeel verunfallte im Rennen, weshalb das Safety-Car ausrücken musste. Da die Rennleitung noch nicht genau wusste, wo das havarierte Fahrzeug steht, wurden die Fahrer und damit auch der führende Hauger angewiesen, durch die Boxengasse zu fahren. Diese Entscheidung wurde aber wieder zurückgenommen, was alle Piloten mitbekommen haben, nur Hauger nicht.

Hauger an die Box, der Rest nicht

Der fuhr durch die Boxengasse und fiel damit auf Platz zwölf zurück. Da die Boxengasse aber offiziell geschlossen war, hagelte es noch eine Stop-and-Go-Strafe von zehn Sekunden obendrauf. Der Prema-Pilot beendete das Rennen folglich auf dem letzten Platz, weshalb Prema mit der Entscheidung seitens der Rennleitung haderte und Einspruch einlegte.

Der aktuelle Formel-3-Champion hat aber kein Recht bekommen: Die erste Nachricht des Rennleiters war unmissverständlich, die Piloten sollten durch die Boxengasse fahren. Als der Rennleitung aber klar war, wo das havarierte Auto stand, wurde die Entscheidung zurückgenommen und die Boxengasse sogar geschlossen, weil es nicht nötig war, die Fahrzeuge durch die Gasse zu leiten.

Die Konkurrenz folgte der zweiten Order, während Hauger durch die Box fuhr, wie es ihm sein Team weitergegeben hatte. Prema erklärt das Vorgehen: "In der zweiten Gelbphase wies uns der Monitor der Rennleitung an, durch die Boxengasse zu fahren. Weniger Sekunden später gab es eine gegensätzliche Meldung, dass die Boxengasse geschlossen wurde."

FIA begründet Entscheidung

Prema habe dann bei der Rennleitung angefragt und um eine Klarstellung gebeten. Das Team soll weiterhin angewiesen worden sein, seine Fahrer durch die Boxengasse zu leiten - ein fataler Fehler, wie sich letztlich rausstellte. "Hauger hat sich an die Anweisung gehalten, war aber der einzige Fahrer, weshalb er die Führung verlor. Nach der Zehn-Sekunden-Strafe fiel er sogar auf Platz 18 zurück."

Die FIA hat sich zu den Vorwürfen wie folgt geäußert: "Die kurz aufeinander folgenden Meldungen A und B spiegeln lediglich den normalen Informationsfluss bei einem Rennunfall wider." Die Rennleitung habe die Anweisung zurückgenommen, als die Videobilder zeigten, dass es nicht nötig war, das Feld durch die Boxengasse zu leiten.

Im Bericht der Rennleitung heißt es: "Der Rennleiter hat alle Teams über die offiziellen Kommunikationsmittel über den ihm bekannten Status der Boxeneinfahrt während des gesamten Vorfalls informiert."

FIA sieht Rennleitung nicht in der Verantwortung

"Eine ganze Minute lang, nachdem Prema der Meinung war, dass sie aufgefordert worden waren, ihre Autos durch die Boxengasse fahren zu lassen, zeigten die Zeitmessungsseite drei (die ihnen zur Verfügung stand) und die Boxeneinfahrt-Statustafeln bei Kurve 27 sowie auf der Hauptgeraden (die dem Fahrer zur Verfügung standen, als er am Ort des Geschehens war) an, dass die Boxeneinfahrt geschlossen war, doch das Team unternahm nichts, um die Situation weiter mit dem Rennleiter zu klären oder weiter mit ihrem Fahrer zu kommunizieren."

"Der Fahrer des Wagens mit der Startnummer 1 gab zu, dass er die Schilder "Boxeneinfahrt geschlossen" sah und auf Anweisung des Teams trotzdem an die Box fuhr. Er hat das Team nicht noch einmal gefragt, als er die "Geschlossen"-Schilder bemerkte", so das Statement weiter.

Dass Prema das einzige Team war, das seinen Fahrer durch die Boxengasse geführt hat, nimmt die FIA als weiteren Indiz dafür, dass der Fehler beim Rennstall lag: "Kein anderes Fahrzeug im Feld, auch nicht das andere Prema-Fahrzeug, folgte dem Führenden in die Boxeneinfahrt. Wagen 1 wurde mit einer Zehn-Sekunden-Strafe belegt, weil er in die Boxengasse fuhr, als diese geschlossen war."

Der Einspruch wurde aus folgenden Gründen abgelehnt: "Diese Strafe ist unanfechtbar. Ein Einspruch gegen die Wertung, wie dieser, ist kein geeignetes Mittel, um eine solche Strafe rückgängig zu machen." Laut FIA wurden seitens des Rennleiters und der gesamten Rennleitung keinerlei Fehler begangen. Es sei ordnungsgemäß auf die Situation auf der Strecke reagiert worden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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