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Rennleiter über Formel-2-Crash: "Ein Feuer ist nie gut"

FIA-Rennleiter Michael Masi erklärt, warum die Löscharbeiten nach dem Unfall im Sprintrennen der Formel 2 in Sotschi erst mit Verzögerung begonnen haben

Rennleiter über Formel-2-Crash: "Ein Feuer ist nie gut"

Das Sprintrennen der Formel 2 in Sotschi endete am vergangenen Sonntag mit dramatischen Bildern. Nach der Kollision von Jack Aitken und Luca Ghiotto in Kurve 3 waren beide Autos unter die erste Reihe der Tec-Pro-Barrieren gerutscht, wobei Ghiottos Auto Feuer fing und teilweise ausbrannte.

Obwohl schon direkt nach dem Einschlag Rauch zu sehen war und kurz darauf die Flammen aus dem Boliden schlugen, dauerte es verhältnismäßig lange, ehe die Sportwarte an der Strecke mit Feuerlöschern zur Stelle waren.

"Das Problem war die Entfernung zwischen den beiden Streckenposten", erklärt FIA-Rennleiter Michael Masi hierzu. Demnach habe sich der Unfall ziemlich genau in der Mitte zwischen zwei Posten ereignet, sodass die Sportwarte in voller Montur und mit den schweren Feuerlöschern beladen einen Weg von rund 150 Metern zurücklegen mussten.

Warum tauchten die Autos unter die Barrieren?

Verstärkung habe zudem erst kommen können, nachdem die rote Flagge gezeigt worden war. "Sobald das Rennen abgebrochen und keine Rennfahrzeuge mehr auf der Strecke waren, kamen auch die Sportwarte von der anderen Seite der Strecke herüber", sagt Masi.

Unter dem Strich steht für den Rennleiter fest: "Ein Feuer zu sehen, ist nie gut. Das wichtigste ist aber, dass beide Fahrer unverletzt geblieben sind."

Doch es gibt weitere Fragen, die nach dem Unfall aufzuarbeiten sind. Zum einen nach der Sicherheit der 18-Zoll-Räder, die seit dieser Saison in der Formel 2 gefahren werden. Nach der ersten leichten Berührung der beiden Autos war beim Fahrzeug von Aitken der Reifen von der Felge gesprungen, was dann zum zweiten Kontakt führte, welcher den Unfall auslöste.

Warum das Rennen nicht mehr neu gestartet wurde

Analysiert werde laut Masi auch, warum beide Autos die erste Reihe der Tec-Pro-Barrieren durchdringen konnten. "Von FIA-Seite aus schauen wir uns so etwas immer an. Wir werden auch mit Pirelli sprechen, wie wir es immer nach einem großen Zwischenfall machen."

Richtig war aus Sicht des Rennleiters die Entscheidung, das Rennen nach dem Zwischenfall nicht mehr neu zu starten. "Es ist schade, dass die Formel 2 kein komplettes Rennen fahren konnte, aber so etwas passiert hin und wieder. Wir müssen einen Zeitplan einhalten und wussten, dass die Reparatur lange dauern wird", so Masi. "Am Ende haben sie 90 Minuten dafür gebraucht."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 2
Urheber Markus Lüttgens