Trotz Bestzeit: Maxi Günther will "nicht in Euphorie ausbrechen"

Maximilian Günther war beim Formel-2-Test in Bahrain der Schnellste, sieht sich aber nicht als Favorit: "Es ist nur ein Test, für den es keine Punkte gibt"

1:42.756 Minuten: Mit diesem Wert war Maximilian Günther (Arden) nicht nur am Freitag beim Test der Formel 2 in Bahrain der Schnellste, sondern auch insgesamt an den drei Testtagen auf dem Sakhir International Circuit. Zwei Wochen vor dem Saisonstart der Formel 2 an gleicher Stelle setzte der Deutsche, der in diesem Jahr seine erste Saison in der Nachwuchsserie der Formel 1 fahren wird, damit ein Ausrufezeichen - und war dementsprechend zufrieden.

"Insgesamt war es eine gute Woche", bilanziert Günther im Gespräch mit 'Motorsport.com'. "Vor allem der Abschluss, der letzte Tag war deutlich reibungsloser. Wir hatten bei der Technik deutlich weniger Kinderkrankheiten im Auto als noch beim ersten Test in Le Castellet." Weniger Kinderkrankheiten bedeutete im Fall von Günther allerdings nicht gar keine.

Am Donnerstag verlor der 20-Jährige durch technische Probleme einen halben Testtag. "Was extrem wehgetan hat, war der Motorschaden. Als wir das Auto am Donnerstag für den Nachmittagstest angelassen haben, ist etwas am Turbolader kaputtgegangen - und damit der ganze Motor", berichtet Günther. "Die Jungs haben zwar versucht, den Motor so schnell zu wechseln, dass ich am Ende noch einmal rausfahren kann, aber da war die Zeit zu knapp."

Schon beim ersten Wintertest der Formel 2 hatten die neu entwickelten V6-Turbomotoren einige Probleme bereitet. "Mecachrome muss auch Erfahrung sammeln", nimmt Günther den Motorenhersteller jedoch in Schutz. "In Le Castellet sind sieben oder acht Motoren hochgegangen, hier waren es nur noch zwei - einer davon leider bei uns."

Trotz dieses zwischenzeitlichen Rückschlags blickt Günther zufrieden auf die Testwoche in Bahrain zurück. "Es ist schön, die Wochenbestzeit des Tests in Bahrain zu fahren. Darüber freue ich mich", sagt er, mahnt aber zugleich: "Ich weiß aber auch, dass es nur ein Test ist, für den es keine Punkte gibt. Deswegen möchte ich jetzt nicht in Euphorie ausbrechen."

Denn eine Standortbestimmung seien die drei Tage in Bahrain nicht gewesen. "Wo Arden steht, werden wir erst bei den Rennen sehen", so Günther. "Unsere Basis ist gut, wir haben uns Stück für Stück weiter verbessert. Ich fühle mich im Auto sehr wohl, und auch innerhalb des Teams harmoniert es immer besser. Wir können mit der getanen Arbeit zufrieden sein und darauf aufbauen."

 

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Rennserien FIA F2
Fahrer Maximilian Günther
Artikelsorte Reaktion
Tags bahrain, formel 2, testfahrten