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Formel 2 Silverstone

"Wurde auch Zeit": Erster Formel-2-Sieg für Andrea Kimi Antonelli in Silverstone!

Andrea Kimi Antonelli gewinnt in Silverstone sein erstes Formel-2-Rennen - Wie der Italiener reagiert und was Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff zum Debüterfolg sagt

"Wurde auch Zeit": Erster Formel-2-Sieg für Andrea Kimi Antonelli in Silverstone!

Erleichterung für Andrea Kimi Antonelli! Nach einem eher durchwachsenen Saisonstart hat das "Mercedes-Wunderkind" in Silverstone sein erstes Formel-2-Rennen gewonnen: Der Italiener behielt im chaotischen Sprintrennen, das wegen heftigen Regens zwischenzeitlich sogar unterbrochen werden musste, die Nerven und fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg nach Hause.

Eine große Erleichterung - nicht nur für Antonelli selbst! "Das wurde auch langsam Zeit!", schmunzelt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei Sky. Der Österreicher ist vom Talent des 17-jährigen Italieners überzeugt und gilt als einer der größten Unterstützer des Mercedes-Juniors.

"Das tut vor allem ihm gut", spricht Wolff über den Formel-2-Debütsieg des Prema-Piloten. "Er ist eine Sekunde schneller gefahren als die hinter ihm und zwei Sekunden schneller als alles andere, also es war schon eine gute Leistung. Es war wichtig, dass der Sieg jetzt passiert ist."

 

Dass Antonelli ausgerechnet bei schwierigen Witterungsbedingungen seinen ersten Formel-2-Erfolg einfuhr, sei kein Wunder. "Es hat sich bestätigt, dass er einfach bei den Bedingungen sehr gut ist, in einer eigenen Liga", freut sich der Mercedes-Motorsportchef, der allerdings nicht zu viel hineininterpretieren möchte: "Er ist noch kein Weltmeister, das dauert noch."

"Nicht immer gut mit Druck umgegangen"

"Das war nötig", gibt auch Antonelli selbst zu. "Es war nicht der ideale Start in die Saison, aber wir haben uns im Laufe der Saison stark verbessert. Ich muss sagen, dass ich an den letzten Wochenenden nicht die beste Arbeit geleistet habe, aber jetzt bin ich wirklich glücklich, meinen ersten Sieg zu holen."

Andrea Kimi Antonelli fährt 2024 für Prema in der Formel 2

Andrea Kimi Antonelli fährt 2024 für Prema in der Formel 2

Foto: Motorsport Images

Bisher zeigte der junge Italiener immer Nerven, unter anderem in Australien, als er sich auf aussichtsreicher Position von der Strecke drehte. "Ich könnte sagen, dass ich nicht immer sehr gut mit Druck umgehen kann. Um ehrlich zu sein, war der Druck in dieser Saison natürlich sehr groß", gibt Antonelli zu. "Aber heute kann ich sagen, dass ich ziemlich gut damit umgegangen bin."

Insgesamt "gibt es noch einiges zu verbessern, denn manchmal mache ich noch Fehler", ist der Formel-2-Rookie ehrlich. "Gestern im Qualifying habe ich zum Beispiel einen Fehler auf meiner Runde gemacht und dadurch ziemlich viel Zeit verloren. Es ist also definitiv so, dass ich manchmal noch nicht die Leistung bringe, die ich bringen könnte."

Mit genau diesem Fehler setzte Antonelli allerdings den Grundstein für seinen Sieg, denn im Qualifying am Freitag erreichte der Italiener den zehnten Platz, weshalb er das Sprintrennen am Samstag in Silverstone dank der Reverse-Grid-Regelung von der Poleposition in Angriff nehmen durfte. "Es war insgesamt ein schwieriges Rennen, wirklich schwierige Bedingungen, aber am Ende haben wir alles sehr gut hinbekommen."

Ist der Knoten bei Antonelli geplatzt?

"Ich versuche jedes Mal, so gut wie möglich mit dem Druck umzugehen, und ich denke, heute war es wirklich ein Paradebeispiel", ist der 17-Jährige sichtlich gelöst. "Es war eine große Erleichterung für mich, weil es wirklich eine Menge Gewicht von meinen Schultern nimmt."

"Ich habe das Glück, dass ich gute Leute um mich herum habe - meine Familie, Mercedes und auch mein Team. Sie haben versucht, mich zu beschützen, vor allem, weil man unter Druck so leicht zusammenbricht, besonders in dieser Situation."

Ist der Knoten jetzt geplatzt? "Ja, ich denke, wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, vor allem bei der Rennpace - auf dem Red Bull Ring sah das ziemlich gut aus", freut sich Antonelli. "Wir machen also definitiv Fortschritte, und ich bin froh, dass ich heute gewonnen habe. Es ist wichtig für das Team, sich weiterzuentwickeln und zu verbessern."

Der Mercedes-Junior hat die Formel 3 übersprungen und direkt den Schritt von der Formula Regional Europe powered by Alpine (FRECA) in die Formel 2 gemacht. "Der Schritt war ziemlich groß, da ich die F3 übersprungen habe, mit vielen Informationen, Startprozeduren, Reifenmanagement", nennt er die Schwierigkeiten der ersten Saisonhälfte.

"Außerdem hatten wir [als Team] ein wenig zu kämpfen, was nicht gerade hilfreich war, aber ich habe immer versucht, mein Bestes zu geben." Nachdem die letzten beiden Wochenenden nicht so gut liefen, konnte der Prema-Pilot in Silverstone einen deutlichen Fortschritt spüren.

Formel-1-Test als zusätzliche Hilfe?

"Dieser Sieg wird mir auf jeden Fall sehr helfen, weil ich jetzt viel über das Auto weiß und mich auf mich selbst konzentrieren kann, ohne mich um externe Gedanken zu kümmern", glaubt Antonelli. Der 17-Jährige hat zuletzt häufiger im Formel-1-Auto von Mercedes getestet, was er mittlerweile ebenfalls als Vorteil sieht.

Andrea Kimi Antonelli hat bereits im Formel-1-Auto getestet

Andrea Kimi Antonelli hat bereits im Formel-1-Auto getestet

Foto: Mercedes

"Um ehrlich zu sein, als ich wieder vom Formel-1-Auto in das Formel-2-Auto gewechselt habe, habe ich mich in der Formel 2 ziemlich gut gefühlt", verrät Antonelli, der zugibt, dass in der Formel 1 alles viel schneller ist. "Aber wenn man in die Formel 2 zurückkehrt, geht alles ein bisschen langsamer. Man hat viel mehr Zeit zum Nachdenken."

"Das Auto ist ziemlich anders, aber letztendlich ist es auch die Aufgabe des Fahrers, sich so gut wie möglich von einem Auto auf das andere umzustellen. Beim ersten Mal hatte ich ein wenig Mühe. Aber mit der Zeit und der Erfahrung habe ich gelernt, wie ich mich am besten anpassen kann."

Der Sieg in Silverstone ist ein Beweis dafür. In der Formel-2-Gesamtwertung rutscht Antonelli, der in dieser Saison bereits dreimal die schnellste Rennrunde fuhr, aber nie den Sprung auf das Podium schaffte, auf den achten Rang nach vorne. Der Rückstand auf Spitzenreiter Paul Aron beträgt allerdings schon 58 Zähler.

Vorheriger Artikel Oliver Bearman: Darum fühlt er sich im Formel-1-Auto wohler als in der Formel 2

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