Britische Formel 3: Traditionsrennserie zu neuem Namen gezwungen

Die Britische Formel-3-Meisterschaft muss sich auf Anweisung der FIA ab sofort, mitten in der Rennsaison, umbenennen - Neuer Name steht bereits fest

Britische Formel 3: Traditionsrennserie zu neuem Namen gezwungen

Die Britische Formel-3-Meisterschaft, die seit 2016 als BRDC Formula 3 firmiert, muss mit sofortiger Wirkung ihren Namen ändern. Laut einer neuen Anweisung des Automobil-Weltverbands (FIA) ist der Name Formel 3 jener Formel-3-Serie vorbehalten, die von der FIA im Rahmenprogramm der Formel 1 ausgerichtet wird.

Die vom Britischen Rennfahrerklub (BRDC) und von MotorSport Vision (MSV) ausgerichtete Britische Formel 3 muss sich aufgrund der FIA-Anweisung vom Montag nun mitten in der Rennsaison 2021 umbenennen. Der neue Name lautet GB3, wobei GB für Great Britain, also Großbritannien, steht.

"Ich bin extrem traurig darüber, dass wir den Namen Britische Formel 3 nicht mehr verwenden dürfen", bekennt der MSV-Vorsitzende Jonathan Palmer. Der Ex-Formel-1-Pilot hatte hart dafür gekämpft, den klassischen Namen für die Traditionsrennserie behalten zu dürfen - vergebens.

"Da die Britische Formel 3 seit mehr als einem halben Jahrhundert existiert, ist das Erbe enorm. Die Meisterschaft hat in den Karrieren zahlreicher Formel-1-Piloten, darunter meiner eigenen, eine wichtige Rolle gespielt", so Palmer, der im Zeitraum 1983 bis 1989 in der Königsklasse fuhr. 2016 und 2017 fuhr dann Sohn Jolyon Palmer in der Formel 1, allerdings tatsächlich als einer der wenigen Briten, die zuvor nicht die Britische Formel 3 durchlaufen hatten.

Jonathan Palmer

Jonathan Palmer leitet als MSV-Vorsitzender den Ablauf der nun GB3 heißenden Serie

Foto: LAT

Nun, da die Nachwuchsrennserie auf der Britischen Insel ab dem kommenden Wochenende (Rennwochenende in Snetterton) als GB3 firmieren wird, ist Jonathan Palmer entschlossen, auch unter dem neuen Namen Zeichen zu setzen.

"Die Stärke unserer Meisterschaft basiert auf mehr als nur dem Namen. Das wird sich in dem auch in Zukunft anhaltenden Erfolg niederschlagen", ist der MSV-Vorsitzende überzeugt und unterstreicht: "Die GB3 bietet ein Paket an, das für Teams und Fahrer gleichermaßen attraktiv ist. Die GB3 wird in den Karrieren vieler junger Fahrer eine maßgebliche Rolle spielen. MSV ist nach wie vor fest entschlossen, die fairste und preiswerteste Rennserie anzubieten, die es weltweit auf diesem Niveau gibt."

Aus der originalen Britischen Formel 3, die 1951 erstmals ausgetragen wurde, hat es allen voran Ayrton Senna einst im Winter 1983/84 direkt in die Formel 1 geschafft. Sieben Jahre später gelang Mika Häkkinen der gleiche Direktaufstieg ohne eine Zwischenstation wie etwa der damaligen Formel 3000. Auch der heutige IndyCar-Pilot Takuma Sato, der 2001 Britischer Formel-3-Meister war, stieg damals direkt in die Formel 1 auf.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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