Drama in Monza: Deutscher F3-Sieger verliert Triumph am grünen Tisch
Ein technisches Problem kostet Tim Tramnitz in Monza den Formel-3-Sieg: Aus Platz 1 wird Platz 19 - Ein bitterer Rückschlag für den Deutschen
Der Jubel über den Sieg währte bei Tim Tramnitz nicht lange
Foto: Formula Formula
Erst großer Jubel, dann noch größere Ernüchterung: Der Deutsche Tim Tramnitz hat am Samstag das Sprintrennen der Formel 3 in Monza zwar auf der Rennstrecke gewonnen, anschließend den Sieg aber am grünen Tisch verloren. Aufgrund eines Vergehens während der Aufwärmrunde erhielt der Red-Bull-Junior eine Zeitstrafe von zehn Sekunden, durch die er bis auf Platz 19 zurückfiel.
Auslöser der Situation, die zur Strafe führte, war ein technisches Problem beim Start in die Einführungsrunde. "Deswegen mussten wir eine Power-Cycle machen, also das Auto einmal abschalten und wieder anschalten. Wir haben so eine Startprozedur, die wir immer durchführen müssen und das ist dadurch automatisch wieder rausgesprungen", erklärt Tramnitz im Interview bei Sky.
"Und dadurch, dass ich im ersten Gang war und die Kupplung gezogen habe, konnte ich das leider nicht mehr reinmachen. Und dann ging es im Prinzip schon in die Einführungsrunde und dafür gab es dann eine 10-Sekunden-Strafe, was natürlich sehr, sehr schade ist", so Tramnitz weiter.
Für den Deutschen wäre es nach dem Sieg beim Sprintrennen in Imola der zweite Erfolg in dieser Formel-3-Saison gewesen. Durch diesen hätte Tramnitz am Sonntag beim letzten Rennen des Jahres auch noch einmal in den Kampf um Platz zwei oder drei in der Meisterschaft eingreifen können. Angesichts von nun 21 beziehungsweise 13 Punkten Rückstand wird dies bei einem Start aus Reihe 5 allerdings schwierig.
"Ich denke, wenn wir morgen mit dem zweiten Platz rausgehen könnten, wäre das auf jeden Fall ein guter Abschluss", meint Tramnitz. "Generell in die Top 3 zu kommen, nach der Strafe jetzt, wäre natürlich alles sehr positiv."
Am Tag vor dem letzten Saisonrennen zieht der 20-Jährige ein durchwachsenes Fazit seiner zweiten Formel-3-Saison. Grundsätzlich ist es natürlich schade, dass wir nicht so lange im Titelkampf waren und zwischenzeitlich Schwierigkeiten hatten", sagt Tramnitz. "Ich denke, dass viele Teams große Schritte machen konnten und wir an manchen Stellen Dinge noch nicht ganz verstanden haben und ich am Anfang auch im Qualifying zu oft Fehler gemacht habe", so der Deutsche, der für das niederländische Team MP Motorsport fährt.
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