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Ferrari-Juwel Rafael Camara krönt sich vorzeitig zum Formel-3-Meister

Formel-3-Triumph für Rafael Camara: Der Brasilianer bleibt nach einem schwierigen Wochenende cool - und macht den Titel in Budapest klar

Ferrari-Juwel Rafael Camara krönt sich vorzeitig zum Formel-3-Meister

Rafael Camara ist vorzeitig Meister der Formel 3

Foto: Zak Mauger / LAT Images via Getty Images

Rafael Camara ist Meister der Formel 3! Der 20-jährige Brasilianer gewann am Sonntag das Hauptrennen in Budapest und liegt damit vor dem letzten Rennwochenende der Saison 2025 Anfang September in Monza in der Meisterschaft uneinholbar in Führung. Für Ferrari-Junior Camara ist es die Krönung einer Saison, der er von Beginn an seinen Stempel aufdrückte.

"Ja, ich bin sehr glücklich", sagte Camara nach dem Rennen. "Es ist nichts, was man einfach über Nacht erreicht. Man opfert im Grunde sein ganzes Leben, um für genau diesen Moment bereit zu sein - und jetzt genieße ich es einfach."

Camara, der 2022 mit einem Sieg und einer ganzen Reihe von Podiumsplatzierungen in der deutschen Formel 4 auf sich aufmerksam gemacht hatte und im vergangenen Jahr Meister der Formel-Regional-Europameisterschaft wurde, hatte in der Formel 3 keinerlei Anlaufschwierigkeiten.

Von Start weg an der Spitze

Schon beim Saisonauftakt in Melbourne fuhr er im Qualifying die Bestzeit und gewann das Hauptrennen. Dies gelang ihm auch beim zweiten Rennwochenende der Saison in Bahrain, womit er früh zeigte, dass er Titelanwärter Nummer 1 ist. Insgesamt fuhr er bei fünf der bisher neun Rennwochenenden auf die Poleposition, viermal gelang ihm dann auch der Sieg im Hauptrennen.

Charlie Wurz fuhr zuletzt zweimal aufs Podium

Charlie Wurz fuhr zuletzt zweimal aufs Podium

Foto: Formula Motorsport Ltd

So einfach, wie es von außen aussah, war es für Camara aber nicht. Auch nicht in Budapest: "Dieses Wochenende war für mich von Anfang an sehr schwierig, vom freien Training über das Qualifying, weil ich sicherstellen musste, dass ich alles richtig mache", sagt er. "Aber ich denke, Schritt für Schritt kamen wir immer näher heran, und heute haben wir endlich den Sieg geholt und auch die Fahrermeisterschaft."

Diesen kann Camara in der nun bevorstehenden Sommerpause ausgiebig feiern und ohne jeden Druck ins Saisonfinale in Monza (5. bis 7. September) gehen, ehe dann der nächste Karriereschritt auf ihn wartet. "Nächstes Jahr wartet eine große Herausforderung auf mich - ich denke, es geht in die Formel 2", sagt er.

Deutschsprachige Teilnehmer mit Licht und Schatten

Für die deutschsprachigen Teilnehmer der Formel 3 verlief die Saison bisher sehr gegensätzlich. Nachdem Red-Bull-Junior Tim Tramnitz stark in die Saison gestartet war und spätestens nach seinem Sieg im Sprintrennen von Imola auch zum Kreise der Meisterschaftsanwärter zählte, ging zuletzt bei ihm gar nichts mehr.

Nach dem Podium in Spielberg lief für Tim Tramnitz nicht mehr viel

Nach dem Podium in Spielberg lief für Tim Tramnitz nicht mehr viel

Foto: Formula Motorsport Ltd

In Silverstone, Spa und Budapest blieb er ohne Punkt, liegt in der Meisterschaft vor dem Finale aber immer noch auf Rang vier und hat nur 15 Punkte Rückstand auf Rang zwei.

Charlie Wurz hingegen kam nach einem schwachen Saisonstart zuletzt immer besser in Schwung und fuhr bei den Sprintrennen in Spa und Budapest als jeweils Dritter auf das Podium. In der Fahrerwertung belegt der Sohn von Alexander Wurz aktuell Rang zehn.

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