Andretti und BMW: Mit vereinten Kräften in die Formel-E-Saison 2016/2017

Nachdem die Kooperation zwischen Amlin Andretti und BMW für die 3. Saison der Formel E offiziell ist, peilt man gemeinsam Großes an. Michael Andretti und Jens Marquardt geben Einblicke.

Mit dem ePrix Hongkong beginnt am Sonntag die Saison 2016/2017 der Elektrorennserie Formel E. Dabei ist nicht nur der Austragungsort neu, sondern auch das eine oder andere Puzzleteil in Reihen der Teams. So gibt es es neue Fahrer, aber auch neue technische Kooperationen.

In letztgenanntes Segment fällt die bereits vor Monaten kolportierte und inzwischen offiziell bestätigte Zusammenarbeit zwischen dem US-Team Amlin Andretti und dem deutschen Automobilhersteller BMW.

Wie sieht die Zusammenarbeit konkret aus? "Andretti hat über uns Zugang zu den Einrichtungen, die wir auch bei BMW Motorsport nutzen, also den Windkanal, Prüfstände und vieles mehr", erklärt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt und präzisiert: "Andretti-Mitarbeiter waren schon bei uns in München und wir haben das Team in den USA besucht. Der Austausch ist schon jetzt sehr eng."

Antonio Felix da Costa und Robin Frijns im Cockpit

Warum hat man sich bei BMW für das Andretti-Team als Partner entschieden? "Michael Andrettis Team ist von der 1. Stunde an in der Formel E dabei und kennt sich in dieser Serie bestens aus", begründet Marquardt die Zusammenarbeit mit Andretti Autosport. Doch dies ist nicht der einzige Grund.

Einer der beiden Andretti-Fahrer in der neuen Saison gehört seit Jahren zum BMW-Kader. "Nicht zuletzt haben wir auch über unseren BMW-Werksfahrer Antonio Felix da Costa einige Informationen aus 1. Hand bekommen. Diese Kräfte jetzt zu bündeln und das Engagement zu intensivieren, war ein logischer Schritt", so Marquardt. Teamkollege von Felix da Costa ist Robin Frijns, der bereits in der Saison 2015/2016 für Andretti fuhr.

"Für uns ist die Zusammenarbeit mit BMW natürlich auch eine sehr spannende Sache", meint Michael Andretti und weiß nicht zuletzt aus seiner langjährigen Erfahrung als Fahrer und Teambesitzer in der IndyCar-Serie: "Im Rennsport gibt es immer etwas zu lernen. Du gehst in kein Rennen, ohne darüber nachzudenken, dass du daraus etwas lernen wirst. Das ist das Schöne am Motorsport. Keiner weiß wirklich alles und man gewinnt permanent an Erfahrung hinzu."

Doch gerade die Formel E bietet laut Marquardt ganz eigene Erfahrungen. "Es ist in solch einer Meisterschaft, die als rein elektrische Rennserie wirklich komplett neue Ansätze erfordert, extrem wichtig, kontinuierlich zu lernen. Man muss wissen, worauf es genau ankommt. Jede Kleinigkeit kann den Unterschied machen. Genau dieses Wissen wollen wir uns aneignen", so der BMW-Motorsportdirektor.

Schafft Andretti mit BMW den 1. Sieg in der Formel E?

Andretti ist überzeugt, dass die Zusammenarbeit die perfekte Ergänzung, sowohl für sein Team als auch für BMW darstellt: "Auf beiden Seiten des Großen Teichs wird hervorragende Arbeit geleistet. Wenn wir das zusammenführen, kann es nur von großem Vorteil sein für alles, das wir gemeinsam anpacken."

Und was will man mit vereinten Kräften in der am Sonntag beginnenden Saison 3 der Formel E konkret erreichen? "Wir wollen um Spitzenplätze kämpfen, in jedem Rennen unter den Top 5 sein, einige Läufe gewinnen und hoffentlich am Ende der Saison ein Wörtchen im Titelkampf mitreden", stellt Andretti klar.

In der Premierensaison 2014/2015 schloss Andretti Autosport in der Teamwertung der Formel E auf Platz 6 ab. In der vergangenen Saison wurde es Platz 7. Auf den 1. Rennsieg wartet man noch. Gelingt er nun in Zusammenarbeit mit BMW? Die Heimrennen der neuen Kooperation steigen am 10. Juni in Berlin und am 15./16. Juli in New York.

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Rennserien Formel E
Artikelsorte News
Tags andretti, bmw, elektrorennserie, formel e, kooperation, ziele, zusammenarbeit