Batterieprobleme der Gen3-Autos laut Formel-E-Boss "gelöst"

Bei den Testfahrten mit den neuen Gen3-Autos der Formel E betreitete die Batterie Probleme: Ein Änderung an der Verpackung schaffte aber Abhilfe

Batterieprobleme der Gen3-Autos laut Formel-E-Boss "gelöst"
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Bei den privaten Testfahrten der Formel-E-Teams mit den neuen Gen3-Autos erwies sich die Batterie als Schwachstelle. Mehrere Rennställe hatten Probleme mit den Energiespeichern, die bei den Gen3-Autos wie schon bei den Fahrzeugen der ersten Generation von Williams Advanced Engineering, einem Tochterunternehmen des Formel-1-Teams, geliefert werden.

Offenbar kam es mehrfach zu einer Überhitzung der Batterien, was einen Leistungsverlust nach sich zog. Laut Formel-E-CEO Jamie Reigle wurde aber Abhilfe geschaffen, sodass dem offziellen Vorsaison-Testfahrten im Dezember in Valencia nichts im Wege steht.

"Das Auto funktioniert. Wir haben das Problem mit den Akkus gelöst, das macht uns keine großen Sorgen mehr", sagt Reigle der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'. "Vereinfacht gesagt, gab es bei der Verpackung, in der die Zellen sitzen, einige Probleme. Das bedeutete, dass wir die Verpackung ändern mussten, was zu einer Verzögerung der Testprogramme führte."

Mit Blick auf das enge Zeitfenster bis zum ersten Rennen mit den neuen Autos am 14. Januar in Mexiko-Stadt seien diese Verzögerungen zwar ärgerlich, doch Formel-E-CEO Reigle hat seine Teams zur Geschlossenheit aufgerufen.

"Es gibt gemeinsame Probleme oder gemeinsame Herausforderungen und individuelle Herausforderungen. Ich erinnere die Teams bei unseren internen Gesprächen immer daran, dass wir uns auf die gemeinsamen Herausforderungen konzentrieren sollten, nicht auf die individuellen", sagt er.

Durch die Verzögerungen durch die Batterieprobleme könnten auch Einfluss auf die Einführung der Schnelllade-Boxenstopps haben. Einer entsprechende Regeländerung zur Einführung dieses neuen sportlichen Elements, welches eine Art Weiterentwicklung des bisherigen Attack-Mode darstellt, hatte der Motorsport-Weltrat des Automobil-Weltverbands FIA in der vergangenen Woche zugestimmt.

Reigle hatte allerdings erklärt, dass diese Neuerung nicht überstürzt eingeführt werden soll, sondern erst dann, wenn die Technik der neuen Autos reibungslos funktioniert. Der Formel-E-CEO schloss nicht aus, dass die Schnelllade-Boxenstopps in der Saison 2023 gar nicht angewendet werden. Erprobt werden sollen sie aber beim Test im Dezember in Valencia.

Mit Bildmaterial von Porsche AG.

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